EHC Waldkraiburg unterliegt Regensburg nach FührungLöwen kratzen an der Sensation

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Nach dem deutlichen 7:1-Erfolg zwei Tage zuvor in Miesbach, der in der Höhe ein wenig zu extrem ausfiel und EHC-Coach Sergej Hatkevtich nach der Partie dazu brachte, von einem etwas glücklichen Sieg zu sprechen, wollten die Löwen am Sonntag auf eigenem Eis nachlegen. Allerdings war von Vornherein klar, dass dies gegen die Eisbären nicht gerade leicht werden würde, hatte die Mannschaft von Trainer Peppi Heiß doch bisher auch schon mit Lindau und Miesbach keine Probleme gehabt und sich nur Rosenheim geschlagen geben müssen.

Der Start in die Begegnung verlief für die Löwen und ihre zahlreich gekommenen Anhänger aber mehr als verheißungsvoll: Denn bereits nach 20 Sekunden hatte Waldkraiburgs Ken Neil EVR-Keeper Jakub Urbisch überwunden und nach Vorarbeit seiner Kollegen Brent Norris und Max Kaltenhauser zum 1:0 getroffen (00:20). Der erste Treffer des Kanadiers an diesem Tag der Debüts, denn auch auf der Sprecherbank hatten die Löwen mit Thomas Föckersberger einen neuen Mann am Mikrofon, der eben dieses von der ’Meisterstimme“ Dirk Gümpel übernommen hatte und einen tollen Job machte. Nur 150 Sekunden später klingelte es dann erneut im Kasten der Gäste und diesmal jubelte Max Kaltenhauser, der schon in Miesbach zwei Treffer erzielt hatte (02:50) und offenbar viel Gefallen daran gefunden hat, mit den beiden Kanadiern zusammen zu spielen. Benjamin Kronawitter konnte nur wenig später für Regensburg den Anschlusstreffer erzielen (04:11), die begeisterten Fans stellten sich schon auf eine unterhaltsame Partie ein und dies sollte sich auch bewahrheiten, denn noch vor der ersten Drittelpause stellte Michael Trox den alten 2-Tore-Abstand wieder her (17:54).

Die Löwen kratzten mit ihrer jungen und sich noch immer einspielenden Truppe bereits ein wenig an der Sensation, doch ab dem zweiten Durchgang sollte das Pendel gewaltig in Richtung der Gäste ausschlagen. Zunächst wechselte Gäste-Coach Peppi Heiß seinen Keeper und brachte Peter Holmgren für Jakub Urbisch. Und dann drehte der Rest seiner Spitzentruppe auf, während die Waldkraiburger sich immer wieder in unpassenden Momenten auf die Strafbank zum Abkühlen verabschiedeten. In Überzahl traf Jason Pinizzotto zunächst 41 Sekunden nach Wiederbeginn zum 2:3 (20:41) für den EVR, Kevin Schmitt sorgte nach nicht mal einer halben Stunde für den Ausgleich (26:06).  Ebenfalls in Überzahl schlug dann der Litauer Arnoldas Bosas zu und drehte die Partie für die Eisbären (31:07), abermals Pinizzotto traf schließlich vor der zweiten Pause zum 5:3 (38:36). Nach zwei Treffern von Pinizzotto und insgesamt vier Tor-Vorlagen durch den starken Nicola Gajovsky schraubte Bosas das Ergebnis im Schlussdrittel mit seinen Treffern zwei (44:54) und drei (55:17) dann weiter in die Höhe und sorgte so für den Endstand. Mit 16 Löwen- zu 18 Eisbären-Strafminuten war diese Verteilung zwar recht ausgeglichen, doch hofften die Fans nach dem Spiel auf den Lerneffekt bei der jungen Waldkraiburger Truppe und der Erkenntnis, dass man sich in der Oberliga besser von der Strafbank fernhalten sollte, wenn man Ende etwas Zählbares mitnehmen oder gar eine Sensation gegen ein Top-Team schaffen möchte.

Tore: 1:0 (0:20) Neil K. (Norris B., Kaltenhauser M.), 2:0 (2:50) Kaltenhauser M. (Norris B., Neil K.), 2:1 (4:11) Kronawitter B. (Tippmann X., Pinizzotto J.), 3:1 (17:54) Trox M. (Ullmann F., Hradek Ch.), 3:2 (20:41) Pinizzotto J. (Gajovsky N., Gulda T. PP1), 3:3 (26:06) Schmitt K. (Gajovsky N., Heger L.), 3:4 (31:07) Bosas A. (Gajovsky N., Pinizzotto J. PP1), 3:5 (38:36) Pinizzotto J. (Alt S., Flache P.), 3:6 (44:54) Bosas A. (Gajovsky N., Schütz K.), 3:7 (55:17) Bosas A. Strafen: Waldkraiburg 18, Regensburg 16. Zuschauer: 848.


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