EHC Waldkraiburg unterliegt dem ECDC MemmingenRückschlag für die Löwen

Das Tor von Kirils Galoha zum 3:2 für Memmingen. (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)Das Tor von Kirils Galoha zum 3:2 für Memmingen. (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)
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EHC-Coach Rainer Zerwesz präsentierte sich nach dem Spiel, in dem Lukas Wagner und Michael Trox die einzigen Waldkraiburger Treffer erzielt hatten, entsprechend angefressen.

Exakt 1:34 Minute lang war die Pressekonferenz nach der Begegnung zwischen den Löwen und den Indians – von der Begrüßung durch Stadionsprecher Thomas Föckersperger weg, bis zum Ende der Statements der beiden Trainer. Memmingens Coach Waldemar Dietrich bemängelte lediglich die Einstellung seiner Mannschaft in den ersten Minuten und meinte, so zahnlos wie sie gespielt hatten, habe er sich gefragt, ob sie ihre Zähne im Bus gelassen hatten. Sein Gegenüber Rainer Zerwesz dagegen hielt sich nicht lange mit Floskeln auf, startete ohne die übliche Begrüßung und erklärte schnell: „Im ersten Drittel haben wir gut angefangen und hätten sicher höher führen müssen, gehen aber nur mit 2:1 in die Kabine. Im zweiten Drittel haben wir den Faden verloren – aber richtig – und die abgezocktere Mannschaft hat heute gewonnen, danke.“

Das hatte gesessen und auch Thomas Föckersperger deutete die Situation richtig und sparte sich weitere Nachfragen. Die Löwen gingen ohne Daniel Schmidt und Florian Ullmann in die Partie, zudem fehlte auch weiterhin der erkrankte Kapitän Max Kaltenhauser. Nichtsdestotrotz starteten die Hausherren schwungvoll ins Duell mit dem ECDC Memmingen und nach knapp acht Minuten schlug das Geburtstagskind Lukas Wagner zu. Kollege Brent Norris tankte sich durch die neutrale Zone, vernaschte dann noch zwei Memminger und legte quer auf Wagner und dieser jagte Scheibe eiskalt in den Winkel (07:46). Nur 53 Sekunden später schlugen die Löwen erneut zu und diesmal war es Michael Trox, der einen Klassepass von Daniel Hämmerle aus dem Slot zum 2:0 für die Gastgeber nutzte (08:39). So stark der EHC Waldkraiburg aber begonnen hatte, so stark ließ er in der Folge aber nach und glaubte wohl, gegen den ehemaligen Mit-Oberligisten laufe es an diesem Abend von allein. Doch weit gefehlt, denn Memmingen zeigte schon in der Oberliga-Spielzeit, welche Fähigkeiten und Nehmer-Qualitäten die Indians besitzen. So kam Jan Benda nach einer guten Viertelstunde mit einem Schuss, der an keinem anderen Tag als einem Sonntag reingehen darf, zum Anschlusstreffer: Zwischen der blauen und der Mittellinie zog der ehemalige Nationalspieler ab und EHC-Keeper Korbinian Sertl prallte die Scheibe vom Arm ins Tor (15:46).

Ab dem zweiten Abschnitt gab Memmingen dann komplett den Ton an und durch einen flachen, aber platzierten Schuss sorgte Milan Pfalzer auch für den Ausgleich (25:28). Die Löwen waren jetzt komplett von der Rolle, wussten auch Powerplays noch weniger als sonst zu nutzen und kassierten zum allem Überfluss in eigener Überzahl sogar das 2:3 durch Kirils Galoha (34:58). Damit aber nicht genug, denn nach einem kapitalen Waldkraiburger Fehler hinter dem eigenen Tor war Daniel Huhn zur Stelle und sorgte für das 4:2 für die Gäste.

Im Schlussdrittel kamen die Löwen zwar noch zu Chancen, doch wirklich zwingend waren diese nicht mehr. Selbst bei doppelter Überzahl vier Minuten vor dem Ende und nach einer genommenen Auszeit gelang der Anschlusstreffer nicht mehr und so verpufften auch die letzten Hoffnungen, in diesem Spiel noch einen Punkt oder mehr ergattern zu können.

In der Gruppe B gewann an diesem Abend Passau mit 4:2 beim ersatzgeschwächten ESC Dorfen und auch Landsberg entführte mit dem gleichen Ergebnis die drei Punkte aus Erding. Die Landsberger mit zehn Zählern damit weiterhin Tabellenführer, vor Memmingen mit neun Punkten und Passau mit sechs. Der EHC steht mit fünf Zählern auf Rang vier und damit aktuell dem letzten Platz, der zur Teilnahme an den Playoff-Viertelfinals berechtigt- allerdings würde es dann gegen den Ersten der Gruppe A gehen und Heimrecht hätte man ebenfalls nicht.


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