EHC Waldkraiburg steht vor dem KlassenerhaltHalbfinale zum Greifen nah

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Die Eispiraten präsentieren sich bislang als der schwere Gegner, den man beim EHC erwartet hatte. Nur mit den knappen Ergebnissen von 3:1 und 2:1 konnten sich die Industriestädter in den ersten beiden Duellen durchsetzen. Und ab dem kommenden Wochenende haben die Dorfener wieder mehr Trümpfe in der Hand. Stürmer Lukas Miculka, der absolute Torgefahr verkörpert, hat seine Sperre abgesessen und wird am Freitag in seiner alten Wirkungsstätte in Waldkraiburg sicher wieder unter Strom stehen – kann er diesen richtig kanalisieren darf sich EHC-Keeper Björn Linda warm anziehen, den Miculka beim ersten Spiel schon einmal überwinden konnte.

Gleichzeitig müssen die Löwen nach Max Kaltenhauser und Martin Hagemeister, die beide mit Knochenbrüchen in Arm und Unterarm nicht einsatzfähig sind, auch auf Michael Trox verzichten. Der Stürmer, der in dieser Saison in 43 Spielen 13 Tore und 21 Vorlagen verbuchen konnte, erhielt nach einem unglücklichen Zusammenstoß mit Dorfens Tobias Brenninger am letzten Sonntag eine Matchstrafe. Das Strafmaß ist bisher noch nicht bekannt, am Freitag und in einem möglicherweise vierten Spiel, das am Sonntag um 18:00 Uhr in Dorfen stattfinden würde, wird Trox aber sicher noch fehlen. „Wir müssen damit klarkommen, dass mit Michael Trox wieder mal einer der Leistungsträger fehlt, aber das sind wir ja gewohnt“, erklärte EHC-Coach Rainer Zerwesz mit etwas Galgenhumor und spielte damit auf die komplette bisherige Spielzeit an, in der die Löwen mit ihrem dünnen Kader aufgrund von Verletzungen und Sperren oft nie wirklich komplett antreten konnten. Außerdem wird man bisher den Eindruck nicht los, dass sich in dieser hochemotionalen und an Dramatik kaum zu überbietenden Serie am Ende nicht der spielerisch stärkere, sondern der mit den besseren Nerven durchsetzen wird. Es sei eine „Kampfserie“ hatte Rainer Zerwesz nach Spiel zwei gesagt, eine Serie, die spielerisch kein wirkliches Highlight sei. Bisher trifft das voll zu, aber die Löwen wollen jetzt am Freitag am besten schon den Sack zumachen.

Dafür müssen sie sich aber steigern und wieder ihre spielerische Leichtigkeit entdecken, mit der sie in der Verzahnungs-Zwischenrunde ein ums andere Mal aufspielten. Klar spielt der Kopf inzwischen aber auch eine nicht zu unterschätzende Rolle: „Dauerbrenner“ wie Nico Vogl, Philipp Seifert oder Andreas Andrä haben 32 Oberligaspiele in den Knochen, waren alle zehn Zwischenrunden-Partien auf dem Eis und machen am Freitag ihr 45 Punktspiel in diesem Jahr. In der Oberliga gab man Woche für Woche Vollgas, verpasste die Playoffs, musste sich in der Verzahnung gegen hochmotivierte und euphorische starke Bayernligisten behaupten und jetzt geht es in den Viertelfinalspielen ums Eingemachte. Denn nur die Teams, die ins Halbfinale einziehen, schaffen den Klassenerhalt bzw. den Aufstieg in die Oberliga. Für diesen letzten Schritt gilt es jetzt für die Löwen an diesem Wochenende und der EHC hofft, dass die Fans die Löwen zahlreich unterstützen, der Traum vom Halbfinale wahr werden kann und das Abenteuer Oberliga weitergeht.

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