EHC Waldkraiburg geht in Peiting unter1:11-Niederlage gegen das Spitzenteam

(Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)(Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)
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Ohne Kontingentspieler Tomas Rousek, von dem man sich in den Tagen zuvor getrennt hatte und der ab kommender Woche von dem Kanadier Bobby Chaumont ersetzt werden wird, ging es für die sieglosen Löwen auf die Auswärtsfahrt nach Peiting. Gegen den ECP konnte man in der jüngeren Oberliga-Geschichte noch nie gewinnen, so wie an diesem Abend war man gegen die starken Peitinger aber auch noch nie untergegangen. Der Spielverlauf lässt das Endresultat sogar noch extremer erscheinen, da man in den ersten 20 Spielminuten durch Michail Sokolov (4. / 17.), Patrick Zimmermann (5.) und Thomas Rott (12.) schon Chancen hatte und auch in den ersten zehn Minuten zumindest defensiv gut stand. Tore fielen aber auf keiner Seite und ab dem zweiten Drittel ging es dahin mit den Industriestädtern und die Gastgeber spielten ihre ganze Klasse aus. Der starke Milan Kostourek traf zunächst zur Führung (23:23) und irgendwie fand die Scheibe dabei den Weg an EHC-Keeper Kevin Yeingst vorbei ins Tor. 70 Sekunden später erhöhte Ty Morris per abgefälschtem Schuss auf 2:0 (24:33) und nach dem anschließenden Bully vollendete Brad Miller einen Alleingang bereits zum 3:0 (25:00). Ein Doppelschlag von Kostourek- ein Tor davon im Powerplay – sorgte für das vierte und fünfte Tor der Hausherren (26:58 / 31:46) und nach dem vierten beendete EHC-Interimstrainer Sebastian Wolsch den Arbeitstag vom alleingelassenen Schlussmann Kevin Yeingst. Korbinian Sertl musste dann aber auch schnell hinter sich greifen und Lukas Haninger bejubelte das 6:0 (32:45) – in nicht einmal zehn Minuten kassierten die Löwen damit sechs Tore und die Messe in Peiting war jetzt natürlich gelesen. Michail Sokolov verkürzte vor der zweiten Drittelpause zwar noch (35:59), doch im Schlussdrittel machte Peiting gnadenlos weiter.

Marko Babic (43:14), Simon Maier (53:39) und Ty Morris in Überzahl (56:55) und Lukas Haninger (58:10) machten das Ergebnis zweistellig, Babic sorgte mit seinem zweiten Treffer für den Endstand (59:41). In seiner unvergleichlichen Art fasste Sebastian Wolsch die Partie auf der anschließenden Pressekonferenz zusammen: „Im ersten Drittel haben wir die Scheibe noch gut laufen lassen, Peiting wirkte noch etwas verschlafen und sie hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn wir 1:0 oder 2:0 führen“ erklärte Wolsch. Die „schlechte Schlafdecke“ habe dann ab dem zweiten Drittel aber sein Team erhalten und nicht mehr hergegeben. „Dann spielen sie Katz und Maus mit uns und nach ein paar Minuten war das Spiel eigentlich gelaufen“, so Wolsch weiter. Ein Spiel, das die Löwen schnell abhaken und am besten vergessen sollten und wenn man als Waldkraiburger irgendetwas mitnehmen möchte – bei allen Diskussionen um die Zukunft des Waldbades weiß man jetzt, dass man in Peiting noch baden gehen kann.

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