EHC Waldkraiburg entzaubert die Eisbären RegensburgLöwen gewinnen mit 3:0

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Wie sich Standing-Ovations auf den Rängen der Raiffeisen Arena für einen Trainer anfühlen, weiß Sergej Hatkevitch jetzt. Denn nach dem 3:0-Erfolg über das Top-Team aus Regensburg erhoben sich die Fans der Löwen von ihren Plätzen und feierten die Leistung ihres Teams. Bevor jetzt die üblichen ’Experten“ bedingt durch Sauerstoffmangel und überschwängliche Euphorie aber gleich von der sicheren Play-off-Teilnahme ausgehen: Es war dann doch nur ein Vorbereitungsspiel, wenngleich auch eines, das Mut für die kommenden Aufgaben macht.

Personell waren die Industriestädter auch im letzten Testspiel nicht auf Rosen gebettet, denn gegen die Eisbären fehlten neben den angeschlagenen Lukas Wagner und Ludwig Synowiec auch Max Kaltenhauser beruflich, Florian Ullmann erkrankt sowie Bastian Rosenkranz. Korbinian Sertl hütete das Löwen-Tor und der Schlussmann sollte mehrfach im Fokus stehen und abermals zeigen, dass er ein starker Rückhalt sein kann. Im ersten Drittel sollten noch keine Tore fallen, wobei die größte Chance Nico Vogl in der 17. Minute hatte, der nach einem Trox-Pass von hinter dem Regensburger Tor heranrauschte und die Direktabnahme über die Latte jagte.

Gäste-Coach Beppi Heiß gefiel offensichtlich gar nicht, was sein Team im ersten Drittel zeigte und muss in der Pause wohl laut geworden sein, denn zu Beginn des mittleren Abschnitts drehten die Eisbären mächtig auf. Die Löwen kamen kaum aus dem eigenen Drittel und Yannik Baier und Lukas Heger hatten die Führung für den EVR auf dem Schläger- fanden in Korbinian Sertl aber ihren Meister.

Etwas überraschend gingen dann aber die Löwen in Führung: Fabian Kanzelsberger brachte die Scheibe vor das Gehäuse von Keeper Jakub Urbisch und Michael Trox versenkte den Puck aus dem Slot im Kreuzeck. Jason Pinizzotto, der im Sommer von Zweitligist Crimmitschau kam und dessen Bruder für DEL-Champion München wütet, hatte in der Folge den Ausgleich auf dem Schläger, doch Sertl packte einen Monstersave aus und hielt die Führung fest. Auch ein Powerplay ließ Regensburg dann wenig später liegen und so kam es wie so oft im Sport und die Löwen erhöhten auf 2:0. Brent Norris blockte erst noch einen Schuss, der ihm sichtlich Schmerzen verpasste, doch dann stocherte er im Gegenzug die Scheibe über die Linie. Regensburgs Top-Torjäger Nikola Gajovsky fand kurz vor der zweiten Pause ebenfalls seinen Meister in Sertl und so blieben die clever spielenden Löwen- wenn auch glücklich- weiter vorn.

Im Schlussdrittel trauten viele Zuschauer dann ihren Augen nicht, denn die Löwen waren jetzt optisch überlegen und selbst die dritte Reihe mit Dennis Ladigan, Thomas Rott und Christof Hradek erspielte sich Chance um Chance. Rund zehn Minuten vor dem Ende agierten die Gäste dann verstärkt körperlicher und der EHC hatte umgehend zwei Mann mehr auf dem Eis. Erstmals in diesem Spiel holten die Löwen dann das Maximum aus einem Powerplay und Brent Norris schloss eiskalt ab, nachdem man sich die Eisbären mustergültig zurecht gelegt hatte. Ken Neil hatte in der Schlussminute sogar noch das 4:0 auf dem Schläger, doch ein weiterer Treffer war dem EHC nicht mehr vergönnt. Brauchte es aber auch nicht, denn nach der besten Darbietung der Vorbereitung erhielten die Löwen auch so die erwähnten Standing-Ovations ihrer Anhänger.

Tore: 1:0 (22.)  Trox M. (Kanzelsberger F., Norris B.), 2:0 (37.) Norris B. (Neil K.),  3:0 (53.) Norris B. (Sokolov M., Hämmerle D. PP2).


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