EHC Waldkraiburg bezwingt auch den EV LandshutVier Tage nach dem Löwen-Sieg gegen Waldkraiburg

Verteidiger Philipp Seifert bejubelt den Sieg des EHC Waldkraiburg gegen den EV Landshut. (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)Verteidiger Philipp Seifert bejubelt den Sieg des EHC Waldkraiburg gegen den EV Landshut. (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)
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Die Pressekonferenz nach dem Sieg über den Tabellendritten wurde in der Stadiongaststätte der Raiffeisen-Arena  zu einer Veranstaltung, auf der richtig viel gelacht wurde. Und zwar auf allen Seiten: Landshuts Trainer Axel Kammerer gab zu, dass sein Team zwar alles versucht habe, doch auch seinen Chancen zu wenig machte und darum verdient gegen einen starken Gegner verloren habe. „So ist das eben im Sport“, meinte Kammerer und schob ein Lob für den Schlussmann der Gastgeber hinterher: „Korbinian Sertl hat heute wirklich sehr gut gehalten“, so der Trainer des EVL. Sein Kollege Rainer Zerwesz nahm die Glückwünsche dankend an und packte unter viel Gelächter sogar noch eine Anekdote oben drauf. „Der Axel und ich kennen uns schon seit gut 20 Jahren. Damals hat er mich als Spieler von Mannheim nach Berlin vermittelt und einen Haufen Geld kassiert. Danke, dass ich das jetzt heute so zurückbekommen habe“, erklärte Zerwesz mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Gegrinst wurde überhaupt sehr viel an diesem Abend, wenngleich einem auf EHC-Seite vor dem Spiel das Lachen eigentlich vergehen konnte.  Denn der EV Landshut hatte in den zehn Spielen zuvor nur eine Niederlage kassiert, kam mit entsprechend breiter Brust zu den Löwen, bei denen bis auf Christian Ettwein alle Spieler wieder an Bord waren. Im ersten Drittel gaben die Gäste aus Niederbayern klar den Ton an, checkte vor und ließen den Löwen kaum eine Gelegenheit, einmal zu Atem zu kommen. Landshut hielt das Tempo extrem hoch, doch die Löwen hatten mit Sertl einen Trumpf im Ärmel und zwischen den Pfosten, gleichzeitig standen die Hausherren defensiv gut. „Lob an Rainer, seine Mannschaft war defensiv richtig gut eingestellt“, musste auch Axel Kammerer nach dem Spiel zugeben.

Eher aus dem Nichts gingen die Löwen dann zu Beginn des mittleren Spielabschnitts aber in Führung. Patrick Berger konnte einen Schuss von Lukas Wagner nur abprallen lassen und Daniel Hämmerle reagierte blitzschnell mit dem 1:0 (22:05). Exakt zwei Minuten später war Berger dann wieder geschlagen und nun durfte Wagner selbst jubeln. Den Bauerntrick von Brent Norris konnte Berger noch verhindern, wieder aber hatte er Probleme mit dem Abpraller (24:05). Noch während Stadionsprecher Thomas Föckersberger das 2:0 für die Hausherren verkündete, hatte Landshut aber die passende Antwort parat und Maxmilian Forster kam zu Ausgleich (24:34). Nun war es ein offenes Spiel und Landshut mühte sich, doch die Löwen konnten sich auf Sertl verlassen und suchten gleichzeitig ihr Wohl in der eigenen Offensive.

Florian Ullmann verletzte sich nach einer halben Stunde und musste vom Eis, auch Verteidiger-Kollege Philipp Seifert fehlte nach einer 10-Minuten-Strafe länger. Doch Landshut konnte die Überzahlsituationen nicht nutzen und so hatte der EHC dann auch das bessere Ende für sich und Christof Hradek traf nach einem starken Waldkraiburger Schlussdrittel, in dem inzwischen mehr die Löwen den Ton angaben, ins verwaiste Tor zum 3:1-Endstand.

Tore: 1:0 (22:05) Hämmerle D. (Wagner L., Trox M.), 2:0 (24:05) Wagner L. (Norris B. PP1), 2:1 (24:34) Forster M. (Reiter S., Baumgartner P.), 3:1 (58:52) Hradek Ch. (Rousek T., ENG). Strafen: Waldkraiburg  14, Landshut 4. Zuschauer: 1209.

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