EHC vor richtungsweisenden AufgabenPrüfsteine für Bayreuth

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Nach vier Drei-Punkte-Siegen in Folge und einer insgesamt positiven Entwicklung in diesen Partien stehen nun zwei weitere große Prüfsteine für die Bayreuth Tigers auf dem Programm. Am Freitag führt sie der Spielplan nach Peiting (19.30 Uhr), bevor am Sonntag um 18 Uhr der Tabellenführer aus Regensburg seine Aufwartung im Tigerkäfig macht.

Die Lechstädter vom EC Peiting gehören schon seit Jahren zum Inventar der Oberliga und spielen dort auch meist eine gute Rolle. Letztes Jahr lief es beim Team von Trainer Sicinski nicht so optimal, aber diesmal fühlt man sich wieder gut gerüstet und hat mit Play-off-Heimrecht auch ambitionierte Ziele ausgerufen. Man entschied sich zu nur wenigen Änderungen im Kader, die aber gezielt, denn man hatte auch einige schwerwiegende Abgänge wie Baindl, Carlsson, Eichberger und Riesentalent Latta zu kompensieren. Als Leistungsträger gewann man je zwei Abwehrspieler und Stürmer und verteilte auch die Kontingentplätze entsprechend. Hinten soll der neue Amerikaner Miller (zuletzt Sonthofen) den offensivstarken Feuerecker unterstützen und mit Winkler bekam man aus Kaufbeuren (DEL2) weitere Verstärkung. Im Tor setzt man weiter auf den bewährten Hechenrieder, aber auch Fießinger, der nach seiner Entwicklung in Füssen im Kader des DEL2-Clubs Riessersee steht, soll als Förderlizenzler Einsätze bekommen. Im Angriff ruht die Hauptlast auf den Neuzugängen Ty Morris (zuvor Landshut) und Justin Taylor, die mit bisher neun bzw. sieben Scorerpunkten diese Ansprüche auch schon gut erfüllen. Größere Unterstützung gibt’s noch von den bewährten Krabbat und Stauder was bisher zu elf Zählern und Platz fünf mit dem deutlichen Ausrufezeichen zuletzt in Selb (3:2-Sieg n.V.) führte, was die Ambitionen des ECP unterstreicht.

Noch mehr erwartet man in der Donaumetropole, wo diesmal der knapp verpasste Aufstieg nach geholt werden soll. Zwar musste das Team von Trainer Doug Irwin (Ex-ESVB) mit Stieler, Oakley und Fical einen Großteil des offensiven Outputs ersetzen und auch Torwart Cinibulk hinterließ eine Lücke, doch Manager Ancicka sorgte für adäquaten Ersatz. Vorne wirbeln jetzt, neben dem verbliebenen V.Stähle, die neuen Kontingentstürmer mit Spielmacher Gajovsky und Torjäger Smith. Aber auch dahinter sind die beiden erfahrenen Deutschkanadier Trew und Flache stets gefährlich und die vielen Eigengewächse aus dem DNL-Team um Talent Heger sind wieder ein Jahr älter und reifer geworden. Im Tor des EVR ist der Ex-Nauheimer Ower jetzt die klare Nummer 1 und in der Abwehr führt immer noch Noe Regie, gefolgt von Stiefenhofer und den Neuzugängen Dunlop (aus Selb) und Gulda. Mit bisher 26 Treffer stellt man den Topsturm der Liga  und steht mit nur fünf Partien und dem fast Optimum von 14 Zählern an der Spitze. Der Zuschauerkrösus verfügt auch über ein starkes Powerplay (über 27 Prozent Erfolgsquote) und wieß auch die Selber Wölfe mit 4:1 zuletzt ziemlich klar in die Schranken. Nur in Weiden ließ man bisher einen Punkt liegen, hat aber am Freitag auch noch erst den großen Rivalenkampf gegen Landshut vor der Brust.

Bei den Oberfranken sorgt das gestärkte Selbstbewusstsein dafür, dass man auch gegen diese beiden Brocken mit erhobenem Haupt antritt. „Wir haben die Intensität nun etwas zurück gefahren und die Spritzigkeit kommt jetzt immer mehr“, erklärt EHC-Coach Sergej Waßmiller seine Trainingsteuerung. „Was aber einigen unserer jungen Neuzugängen, die kaum Erfahrung im Herrenbereich haben, momentan fehlt ist ein Erfolgserlebnis zum Beispiel mit Treffern, denn sie tun sich noch sichtlich schwer mit der Umstellung zum körperbetonteren Spiel auch im Vergleich zur Vorbereitung“, fasst er noch zusammen. „Das ist aber ein völlig normaler Prozess, wofür man ihnen einfach etwas Zeit geben muss, immer mehr Druck machen bringt da gar nichts“, blickt er auf seine eigene Anfangszeit zurück. „Freitag werden wir wieder unser Auswärtsmodell anwenden, wo wir etwas anders spielen als zuhause und unser starkes Unterzahlspiel und die klasse Gegentorquote gibt uns zusätzlich Mut, auch wenn wir in beiden Spielen von der Strafbank möglichst weg bleiben sollten“, schaut er zusätzlich voraus. Positiv ist das den Tigers vermutlich alle Akteure zur Verfügung stehen werden und ob jemand der beiden Förderlizenzgoalies zur Verfügung steht, entscheidet sich wie immer kurzfristig. „Die letzten Ergebnisse unserer Gegner zeigen wie stark sie sind, aber unsere Qualitäten kommen auch immer besser zur Geltung, da ist in alle Richtungen alles drin“, ist der Tigerdompteur zwar vorsichtig aber auch positiv gestimmt.


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