EHC ist in Landshut auf dem PrüfstandBayreuth am Sonntag spielfrei

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Nach dem Ende der Siegesserie der Wagnerstädter, könnte man neu starten, aber der EV Landshut ist dafür ein äußerst unangenehmer Gegner, denn man weiß nicht so recht, wie man diese Truppe einschätzen soll. Große Namen aber (noch) nicht mit entsprechender Leistung ?

Durch die ungerade Zahl an Gegnern in der diesjährigen Oberliga Süd, ist an jedem Spieltag eine Mannschaft spielfrei und an diesem Sonntag trifft es die Bayreuth Tigers schon zum zweiten Mal. So ist der Auftritt beim Neuling der Liga und Traditionsteam aus Landshut (Freitag, 19.30 Uhr) die einzige Partie für den EHC.

Nach dem irrwitzigen Sommertheater mit dem Lizenzentzug der Niederbayern in der DEL2, der langen Unklarheit über den Fortbestand insgesamt und der extrem späten Eingruppierung in die Oberliga stand diese Spielzeit bisher unter keinem guten Stern für die Rot-Weißen. Da 13 Akteure, die in der DEL2 großteils auch schon zu den Besseren gehörten, immer noch im Kader stehen, wurde man in der Dreihelmestadt als absoluter Topfavorit für den Wiederaufstieg gehandelt, konnte diese Vorschusslorbeeren bisher aber nicht bestätigen. Die durch die Vorkommnisse im Umfeld verkorkste Vorbereitung mit erst spät vervollständigtem Kader ist bisher noch zu großer Ballast. Somit rangiert das Team von Toni Krinner (Ex-SVB-Spieler) mit elf Punkten momentan nur auf Platz acht, was die eigenen Ansprüche natürlich nicht befriedigt. Mit mäßigen zwei Siegen am heimischen Gutenbergweg und auch nur einem Auswärtserfolg hat das Team um die kanadischen Offensiv-Topstars Cody Thornton und Patrick Jarrett noch in nahezu allen Belangen großen Nachholbedarf. Größte Unterstützung kommt für die beiden noch von den deutschen Stürmern Peter Abstreiter und Max Hofbauer, die ebenfalls schon viele Jahre DEL2 auf dem Buckel haben. Aber auch da hatte man eigentlich mehr Breite erwartet. Der Langzeitausfall von Stürmer Kyle Doyle ist natürlich ein herber Verlust, aber der Kader hat eigentlich genügend Alternativen und so rätseln viele im Umfeld des EVL über die Gründe des noch immer nicht behobenen Fehlstarts. In der Abwehr stechen Andreas Geipel und Dominik Hammer heraus, während Im Tor Kai Kristian die Nummer 1 ist. Mit den eingedeutschten Pozivil und Kuhn (inzwischen verletzt) hat man im Saisonverlauf die dünne Defensive schon aufgestockt, aber der große Durchbruch ließ bisher noch auf sich warten. Hinten ist die größte Baustelle der Isarstädter, was schon 35 Gegentore und eine schwache Unterzahlbilanz von nur 73,3 % als Beispiele deutlich belegen. Die schwere Krankheit von Trainer Krinner und die daraus resultierende häufige Unklarheit der Aufgaben im sportlichen Bereich sind sicher ein Argument, alles erklären kann das bei diesem „Profikader erster Güte“ allerdings auch nicht.

Davon lassen sich die Tigers aber sowieso nicht beeinflussen. „Der Tabellenplatz spiegelt den wahren EVL nicht wider“, ist sich Teammanager Dietmar Habnitt sicher, dass dort viel mehr Qualität als unteres Tabellendrittel vorhanden ist. „Die kommen ganz sicher noch und aufpassen müssen wir besonders vor ihrer Offensive und dem Powerplay, das ist ihre Stärke.“

Ob die Oberfranken wieder komplett antreten können, ist allerdings auch nicht sicher. Zwar hat Topverteidiger Potac, ähnlich wie Geigenmüller, zum Glück nur eine starke Prellung davon getragen, aber ob es bei Beiden für Freitag schon wieder reicht ist unklar. Nach der Spielpause mit dem Deutschlandcup müssten alle aber wieder spielfähig sein, so gesehen kommt diese Unterbrechung genau richtig für den EHC. Reiter machte seine Sache in der KGB-Reihe richtig gut und auch Franz bot als Potac-Ersatz eine ordentliche Partie, so dass man auch bei weiterem Ausfall der beiden Leistungsträger nicht chancenlos nach Landshut fährt. „Unser Kader ist bewusst breiter aufgebaut worden, um auch in solchen Situationen schlagkräftig zu bleiben“, ergänzt Habnitt dazu. In der Pause sollen sich aber nicht nur die angeschlagenen Spieler erholen, sondern alle den Tank wieder auffüllen und dafür gibt Coach Waßmiller seinen Jungs auch ein paar Tage frei. Danach steigt man wieder richtig ein und absolviert auch ein Trainingsspiel gegen die örtliche Unimannschaft, bevor die Punktspiele am 13. November fortgesetzt werden.  


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