EHC Bayreuth muss dringend zur Ruhe kommenTigers müssen sich stabilisieren

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Besinnliche Tage stehen eigentlich an, doch bei den Bayreuth Tigers sind die Turbulenzen der letzten Wochen noch nicht abgeklungen. Wie momentan in vielen anderen Oberliga-Standorten auch, rumort es weiter. Beste Medizin dafür wären sportliche Erfolge und die strebt man nun über den Jahreswechsel auch an. Nach zuletzt drei Heimniederlagen in Folge gelang zwar ein Sieg in Schönheide, doch das gilt es nun schnell weiter auszubauen.

Erste Gelegenheit dazu ist Samstag 18 Uhr zu Hause gegen den EHC Klostersee. Die Oberbayern mit nur 18 Zählern auf Platz zehn liegend kommen trotz Wechsel auf den Kontingentstellen weiter nicht in Tritt. Der Amerikaner Cole Gunner und Kapitän Gert Acker tragen die offensive Last zusammen mit Raphel Kaefer und Philipp Quinlan fast alleine und bei schon 94 Gegentreffern kann man auch nicht von einer sattelfesten Abwehr, vor dem auch schon bessere Zeiten erlebenden Torwart Martin Morczinietz, reden. Zuletzt kam auch Nachwuchsmann Dominik Gräubig immer häufiger zum Einsatz. Trainer                 Andzejs Mitkevics hat aber eh nur einen dünnen Kader, ohne große Einzelkönner zur Verfügung, so dass beim Oberligaurgestein von Anfang an eine schwere Spielzeit prognostiziert wurde, die nun auch genauso eingetroffen ist. Zumindest gelang letzte Woche ein knapper Heimsieg gegen Deggendorf nach zuvor sieben Niederlagen in Serie. In Tölz war dann aber schon wieder nichts zu holen und man verlor mit dem gesperrten Ast einen weiteren Akteur für das Spiel in Bayreuth. Bisher gelangen den Tigers gegen die Grafinger zwei knappe Siege mit 3:2 und 5:4 nach Verlängergung und daran will man natürlich anknüpfen.

Auch am Montag um 20 Uhr in Sonthofen treffen die Wagnerstädter auf einen Kontrahenten, bei dem keine Ruhe einkehrt. Zwei Trainerwechsel innerhalb weniger Wochen spülten am Ende mit Gerd Wittman einen extrem erfahrenen Mann aus der Region auf den Trainerstuhl, der allerdings direkt vom Rentnerdasein zurück aufs Eis geholt wurde, um die Bullen wieder in die Reihe zu bringen. Mit Jordan Baker spielt zwar der zweitbeste Scorer der Liga beim ERC, der von Marc Sill, Craig Voakes oder George Kink offensiv auch gut unterstützt wird, aber die Achillesverse der Schwaben sind mit 105 die mit Abstand meisten Gegentore der ganzen Oberliga. Mit Daniel Rau hat man zwar einen offensivstarken Scharfschützen in der Abwehr, aber defensiv waren bisher einfach zu viele Lücken, die auch das Goalieduo um Nationalspielerin Jennifer Harß und Korbinian Sertl nicht stopfen können. So reicht es bisher mit 23 Zählern auch nur für Platz 9. Gegen Bayreuth konnte man beim 3:5 und 4:7 ebenfalls noch keine Punkte ergattern.

Bisher konnte man alle Partien gegen die kommenden Gegner für sich entscheiden, aber die Oberfranken boten zuletzt doch öfters schwächere Spiele, wo man intern auf Ursachenforschung gehen musste. Nahezu alle Akteure inklusive der sonstigen Leistungsträger blieben unter ihren eigentlichen Möglichkeiten. Noch am wenigsten ließ sich Förderlizenzgoalie Eisenhut davon anstecken, wann der aber wieder zum Einsatz kommt ist offen. Die Mannschaft hat es nun in der Hand ihren Teil beizutragen, um mit stärkeren Leistungen und Erfolgen wieder in die Spur zu finden. Das täte dem ganzen Verein und dem Punktekonto in dieser extrem ausgeglichenen Oberliga sehr gut. Eine gute Platzierung ist für die dann folgenden Play-offs wichtig um dem herausragenden Klassenprimus Regensburg möglichst aus dem Weg zu gehen und sich die Chance auf ein Erreichen der überregionalen Runde Ende März gegen die Nordteams zu wahren. Zumindest fit dürfte der komplette Kader am Wochenende sein, im Trainingsbetrieb gab es jedenfalls keine gesundheitlichen Probleme und Coach SergejWaßmiller kann vermutlich auf alle Akteure zurückgreifen.

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