Effektivität ist das ZauberwortEHC Bayreuth

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Vom Bully weg entwickelte sich ein intensives Spiel in dem die Gäste das erste große Achtungszeichen setzten. Nach zwei Chancen auf beiden Seiten noch bei gleicher Spieleranzahl visierten die Hausherren im ersten Powerplay nur den Pfosten an und im Gegenzug startete Bartosch in Unterzahl ein Solo über die Außenbahn und traf zur Führung. Die hielt aber nur knapp eine Minute, dann kam Amrhein von Außen relativ unbedrängt zum Schuss, der aber auch aus ungünstiger Position einen Weg in die Maschen fand. So blieb es beim Remis in den ersten 20 Minuten, weil in einem ziemlich ausgeglichenen Spiel die anderen einzelnen Chancen beider Teams nicht genutzt werden konnten.

Im Mitteldrittel verwerteten die Mighty Dogs bei 5 gegen 4 einen Nachschuss durch Litesov schnell zur eigenen Führung, was aber die Bayreuther mit einer immer dominanter werdenden Spielweise beantworteten. Phasenweise spielte nur noch eine Mannschaft, während Schweinfurt sein Heil mit konsequenter Abwehrarbeit und einzelnen Nadelstichen suchte. Man brauchte aber ebenfalls Überzahl, bei der Geigenmüller den freien Potac entdeckte, der mit einem platzierten „Onetimer“ von der blauen Linie den Ausgleich erzielen konnte. Leider gelang es aber nicht, die klaren Feldvorteile noch mehr in Zählbares umzumünzen und so stand es auch nach 40 Minuten Unentschieden, was man für die Unterfranken als ziemlich glücklich bezeichnen konnte.

Das Szenario mit den attackierenden Wagnerstädtern und den hauptsächlich verteidigenden Hausherren blieb auch zu Beginn des Schlussdrittels unverändert, genauso wie das man seine Chancen nicht verwertete. Und wie es dann oft so ist bestraft der Gegner so etwas dann mit seiner ersten Gelegenheit. Eine völlig unnötige Strafe von Pleger nutzte Nemirovsky zum 3:2, auch weil es Bädermann nicht gelang, bei dem von der Hintertorbande zurück prallenden Schuss die kurze Ecke komplett zuzumachen. Die nun geschockt wirkenden Gelb-Schwarzen mussten sich den nun nachdrängenden Unterfranken erwehren und Bädermann mit seinen Vorderleuten deutlich mehr brenzlige Situationen entschärfen. Trotz der Ausfälle von Sevo und Hermann in der Abwehr, was zur Folge hatte, dass man nur mit 5 Verteidigern, die im dritten Block rotierten, spielte, war das die einzige Phase, in der man so richtig in Bedrängnis kam und Stähles Tip-In zum 4:2 (55.) für eine Vorentscheidung sorgte. Die Tigers versuchten danach zwar noch, wieder heran zu kommen, doch erst bei 6 gegen 5 gelang Geigenmüller mit einem abgefälschten Potac-Schuss der dritte Treffer. Die verbleibenden 22 Sekunden brachten nichts mehr und Schweinfurt durfte sich über einen glücklichen Dreier freuen, den man hauptsächlich dem Killerinstinkt vor dem Tor und der kleineren Fehlerquote in entscheidenden Szenen zu verdanken hatte. Bayreuth war mindestens auf Augenhöhe, agierte aber in der gefährlichen Zone manchmal vielleicht etwas zu umständlich, während die Dogs trotz ebenfalls wichtiger Ausfälle (z.B. beide Kontingentspieler) schneller und zielstrebiger zum Abschluss kommen wollten. Chancenlos war man sicher nicht und wenn man bei den noch fehlenden Kleinigkeiten schnell dazu lernt, wird auch das Punktekonto des EHC wachsen.

Tore: 0:1 (7.) Bartosch (Wolsch/4-5), 1:1 (8.) Amrhein (Aminikia, Schäfer), 2:1 (22.) Litesov (Nemirovsky, Stähle/5-4), 2:2 (31.) Potac (Geigenmüller/5-4), 3:2 (48.) Nemirovsky (Koch, Stähle/5-4), 4:2 (54.) Stähle (Litesov, Knaup J.), 4:3 (60.) Geigenmüller (Potac, Kolozvary). Strafen: Schweinfurt 4, Bayreuth 12. Zuschauer: 1009.

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