Dusan Frosch trifft per Kopf für die Starbulls RosenheimNur ein Punkt im Derby

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Schon nach zehn Sekunden Spielzeit setzte es die kalte Dusche für die Starbulls, nachdem die Gäste vom ersten Bully weg die Scheibe durch Elia Ostwald vor das Tor brachten, Maximilian Forster von einer noch unaufmerksamen Rosenheimer Defensive unbehelligt nachstochern konnte und Starbulls-Torwart Lukas Steinhauer aus kurzer Distanz zur Landshuter Blitzführung tunnelte. In der fünften Minute zappelte das Spielgerät im Netz des Gästetores, weil Vollmayer und Dusan Frosch die Scheibe aus der Rundung in den Slot zurückarbeiteten, Torwart Berger nicht schnell genug reagierte und Dominik Daxlberger keine Mühe hatte, per Rückhand ins leere Tor zu vollenden – 1:1 (5.). Die Gastgeber blieben das zielstrebigere Team, die Gäste von der Isar hielten aber leidenschaftlich dagegen. Julien Pelletier nutzte eine Inkonsequenz der Rosenheimer Abwehr, legte ohne Blickkontakt mit der Rückhand auf Vitali Stähle, der vom Torraumeck aber am langen Eck vorbeischob (11.). Dann zog sich Hauptschiedsrichter Patrick Gogulla den geballten Rosenheimer Unmut zu, als er zunächst Dusan Frosch nach einem Stockschlag gegen Leon Abstreiter in die Kühlbox schickte (12.), die vorausgegangene Attacke von Seiten der Gäste dagegen ungeahndet ließ und den Treffer eines Landshuter Schläger in das Gesicht des vor dem Tor klärenden Michael Baindl nicht erkannte. Nach einer weiteren kleinen Strafe gegen Tom Pauker kamen die Gäste gar in den Genuss einer mehr als eine Minute andauernden Phase mit zwei Spielern mehr auf dem Eis, die sie aber nicht nutzen konnten. Gegen Ende des ersten Drittels konnte Landshut nur noch mit drei Sturmreihen agieren, da Offensivkraft Leon Abstreiter schon nach 12 Minuten wegen einer Schulterverletzung in die Kabine musste. Kurz vor der Pause erwischte es dann auch noch Verteidiger Sebastian Alt mit Verdacht auf Nasenbeinbruch.

Im zweiten Drittel erhielten auch die Starbulls ihr erstes Überzahlspiel zugesprochen – und konnten es im Gegensatz zu den Niederbayern gleich nutzen. Robin Slalina hatte bei einem ganz und gar nicht nach Powerplay aussehenden Gegenstoß nach einem Landshuter Unterzahlvorstoß den Moment des Abspiels längst verpasst, blieb aber an der Scheibe, fuhr durch die Rundung und schoss flach aus dem linken Bullykreis – das Spielgerät ging bei freier Sicht durch die „Hosenträger“ von Torwart Berger – 2:1 (24.). Und dann wurden die Zuschauer im Rosenheimer Emilo-Stadion zu Augenzeugen der vermutlich kuriosesten Torerzielung dieser Eishockeysaison: Bei doppelter Rosenheimer Überzahl – Mario Zimmermann und Maximilian Forster erhielt zeitgleich eine kleine Strafe – zog Tobias Draxinger satt ab und traf den Pfosten. Von dort prallte die Scheibe dem zwei Meter vor dem Tor stehenden Dusan Frosch an den Kopf und fand von dort den Weg zum 3:1 über die Torlinie (27.). Mit schmerzverzerrtem Gesicht durfte sich Frosch von seinen Teamkollegen beglückwünschen lassen. 19 Sekunden vor Drittelende verkürzte Mario Zimmermann auf 2:3.

Im letzten Drittel sahen binnen einer Minute beide Schlussmänner je einmal nicht glücklich aus. Berger grätsche zwar erfolgreich mit dem Schoner gegen einen Flachschuss von Tom Pauker, schaffte es aber dann nicht, das kurze Eck zuzumachen und musste den Abstauber von Daniel Bucheli zum 4:2 passieren lassen (45.). Eine knappe Minute später ließ Gegenüber Steinhauer, irritiert von einem Landshuter Stürmer, das quer durch den Slot kommende Spielgerät passieren und Maximilian Forster konnte unbedrängt ins leere Tor zum erneuten Anschluss abstauben (46.). Hervorragend reagierte Steinhauer dann aber, als Schinko zum dritten Mal alleine vor ihm auftauchte (47.).

Es war nun ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe. Und dass die Landshuter Fans unter den 4750 Zuschauern im ausverkauften Rosenheimer emilo-Stadion mit Anbruch der 51. Spielminute den Ausgleich zum 4:4 bejubeln durften, war nicht unverdient. Denn die Mannschaft von Axel Kammerer suchte den Weg zum Tor schnörkelloser, als die Hausherren, und spekulierte erneut erfolgreich. Diesmal war es Marco Sedlar, der nachsetzte und nach Zuspiel von Stähle zum 4:4 einschob.

In der Verlängerung schickte Hauptschiedsrichter Gogulla mit Witala und Vollmayer binnen 13 Sekunden gleich zwei Rosenheimer Spieler auf die Strafbank. Zwar konnten sich die Grün-Weißen in Unterzahl lange wehren, doch kurz vor Ablauf der 64. Minute schlugen die zu diesem Zeitpunkt mit einem Spieler mehr auf der Eisfläche agierenden Gäste doch noch zu: Miloslav Horava spielte ins Zentrum, wo Marc Schmidpeter den Schläger hinhielt und zum 4:5-Endstand traf.

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