DSC kann Tölzer Löwen nicht zähmenDeggendorfer SC

DSC kann Tölzer Löwen nicht zähmenDSC kann Tölzer Löwen nicht zähmen
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Der Sieg der keinseswegs stärkeren Oberbayern wurde wiederum durch individuelle Fehler der Deggendorfer Hintermannschaft begünstigt. Nach dem Anschlusstreffer durch Dustin Whitecotton keimte noch einmal Hoffnung bei den 507 Zuschauern auf, doch Bad Tölz, das nun aus den letzten sieben Begegnungen sechsmal als Sieger vom Eis ging, ließ sich die Führung nicht mehr entreißen und liegt nun punktgleich mit Selb und Regensburg an der Spitze der Oberliga Süd.

Der DSC war um Wiedergutmachung bemüht und wollte sich positiv von den eigenen Zuschauern in die Länderspielpause verabschieden. Doch wie schon in den letzten Spielen, fehlte auch diesmal ein Vollstrecker, der die Chancen vor dem gegnerischen Tor verwertet. Als sich alles schon auf ein torloses erstes Drittel einrichtete, schlugen die Löwen in Person von Christoph Kabitzky ganze zehn Sekunden vor der ersten Drittelsirene zu. Sandro Agricola war die Sicht genommen und der Schlenzer passte genau ins Tordreieck.

Auch im Mittelabschnitt wollte dem DSC trotz einiger Chancen nichts gelingen, die letzten Niederlagen zehrten sichtlich am Nervenkostüm. Als dann Altstar Klaus Kathan von Christian Kolacny auf die Reise geschickt wurde (27.), stand es 0:2 aus Hausherrensicht. Der Anschlusstreffer in der 29. Minute war das Resultat konsequenten Nachsetzens, Dustin Whitecotton ließ die DSC-Anhänger wieder hoffen. DOch dann wieder die kalte Dusche kurz vor der Drittelpause, diesmal fehlten 27 Sekunden, als Christoph Fischhaber in Überzahl die Führung wieder auf zwei Tore ausbaute.

Das Schlussdrittel begann mit zwei dicken Chancen des DSC, aber schnell war der Anfangselan wieder verflogen und in Unterzahl kassierte man das 1:4 (48.). Das man zu keiner Resultatsverbesserung kam, lag in der Nervosität im Abschluss. Bestes Beispiel, als ein DSC-Stürmer nach einem Querpass vor dem leeren Tor über den Puck säbelte. Zu allem Überfluss vergab man in den Schlussminuten zwei Penaltys innerhalb einer Minute, denn Dustin Whitecotton und später Dennis Gulda brachten den Puck nicht im Gehäuse der Löwen unter.

Am Schluss stand man wieder mit leeren Händen da, da half auch das Lob von Gäste-Trainer Florian Funk nicht weiter, der sich in die Deggendorfer Spieler hineinfühlen konnte. „Wenn du kein Selbstvertrauen hast, dann kannst du machen was du willst. Wir spielen zur Zeit schlecht und gewinnen trotzdem, aber wenn das so weitergeht, bekommen wir demnächst die Quittung für unsere Leistungen.“ Sein Gegenüber Christian Zessack monierte die Fehler vor den Toren in den Schlusssekunden der jeweiligen Drittel und gab vor dem letzten Auftritt vor der Pause eine Durchhalteparole aus: „Was sollen wir machen, wir erspielen uns Chancen und bestrafen uns mit eigenen Fehlern für unseren Aufwand. Wir können nur weiterarbeiten, in Selb können wir unbeschwert aufspielen.“

Es ist herauszuhören, wie auch er die zweiwöchige Pause herbei sehnt. Wenn es am 14. November gegen Füssen wieder weitergeht, steht auch Stefan Ortolf wieder zur Verfügung und auch Daniel Möhle will von neuem eingreifen. Mit vollständigem Kader und einem neuen Trainer an der Bande - dem Vernehmen nach ist man sich mit einem Kandidaten einig geworden – will der DSC dann wieder angreifen um die gesteckten Saisonziele nicht aus den Augen zu verlieren.

Tore: 0:1 (20.) Kabitzky , 0:2 (27.) Kathan, 1:2 (29.) Whitecotton (Maier, Benda), 1:3 (40.) Fischhaber, 1:4 (48.) Fuchs. Strafen: Deggendorf 12 + 10 (Beck), Bad Tölz 10 + 10 (Kimmel). Zuschauer: 507.

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