DSC am Wochenende mit Pflicht und KürDeggendorfer SC

DSC am Wochenende mit Pflicht und KürDSC am Wochenende mit Pflicht und Kür
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Gelingen soll dies schon am Freitag, wenn man den direkten Verfolger aus Klostersee zum Heimspiel (20 Uhr) erwartet. Vor einer Herkules-Aufgabe steht man dagegen am Sonntag, wenn man zum ewig jungen Ostbayern-Duell nach Regensburg reist. In der letzten Saison war dies noch ein Duell im hinteren Bereich der Tabelle, aber dank einem äußerst glücklichen Händchen bei der Verpflichtung der Kontingentspieler, ist Regensburg ein ernst zu nehmender Kandidat für den Meistertitel in der Oberliga Süd.

Zuerst will der DSC aber die Pflichtaufgabe gegen den EHC Klostersee erfolgreich meistern. Die Oberbayern rangieren mit 38 Punkten direkt hinter dem DSC auf Platz 7 im dicht gedrängten Mittelfeld der Tabelle, denn zwischen Platz 5 und Rang 8 sind es nur vier Punkte Abstand. Mit einem Erfolg vor eigenem Publikum könnte man die Grafinger ein wenig abschütteln, zudem hat man gegen Klostersee noch eine saftige Rechnung offen. Ende November setzte es gegen den EHC eine deftige 7:1-Klatsche, nur zu gern möchten sich Whitecotton & Co. für diese Schmach rehabilitieren. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht für den DSC, denn die Grafinger konnten in 13 Anläufen erst drei Siege in der Fremde feiern. Allerdings gab sich die Mitkevics-Truppe im ersten Aufeinandertreffen erst in der Verlängerung geschlagen und stellt gegenwärtig mit erst 73 Gegentreffern die zweitbeste Abwehr der Liga. Im Saisonverlauf musste der EHC erst zweimal fünf Gegentore hinnehmen, der Fokus liegt also eindeutig in der Abwehrarbeit. Im Sturm ruhen die Hoffnungen der Grafinger vor allem auf Raphael Kaefer und Gert Acker (beide 27 Punkte), aber auch der Finne Miikka Tuomainen (11 Punkte in 12 Spielen) dürfte sich einer besonderen Bewachung der DSC-Defensive erfreuen.

Die Abwehrstrategen des DSC erwartet zwei Tage später noch einmal eine Steigerung, denn man steht nicht nur dem EV Regensburg (18 Uhr), sondern auch den beiden Scharfschützen der Liga gegenüber. Louke Oakley und David Stieler sind das Maß aller Dinge, beide bringen es bisher auf jeweils 76 Scorerpunkte und spielen mit ihren Gegnern meist Katz und Maus. Unterstützung erfahren sie dabei von ihren kongenialen Partnern Vitali Stähle (51 Punkte) und Verteidiger Barry Noe (43 Punkte). Die letztgenannten kämpften vergangene Saison mit ihren Teams noch um den Abstieg, blühen nun so richtig auf und zeigen ihr ganzes Potential. Allerdings kommt hinter der Topreihe des EVR ein großer Leistungsabfall, nur Jungspund Lukas Heger mit 23 Scorerpunkten kann einigermaßen Schritt halten. Kein Wunder, dass Regensburg das offensivstärkste Team stellt. Zumal man jedes drittes Überzahlspiel effektiv gestaltet und auch in Unterzahl kaum etwas zulässt. Trainer Doug Irwin, der seinen Vertrag bereits bis 2017 verlängerte, hat also in kürzester Zeit aus einem Abstiegskandidaten einen Anwärter auf die Meisterschaft geformt.

Der DSC geht zwar mit einer gehörigen Portion Respekt in dieses Derby, muss sich aber aufgrund seiner Auswärtsbilanz nicht verstecken. Bisher hat man schon mehr Siege in der Fremde geholt, als die ganze letzte Saison und auch der Auftritt in Freiburg macht Hoffnung. Das dabei alles passen muss, weiß auch Christian Zessack. „Wir sind natürlich krasser Außenseiter, die Jungs sollen rausgehen und Spaß haben“, gibt er die Marschrichtung vor, „wir haben nichts zu verlieren und wollen den Gegner ärgern.“ Ob Fabian Calovi dabei sein kann, ist noch nicht entschieden. Zudem wurde bekannt, dass Torhüter Daniel Filimonov mit einer Förderlizenz für die Straubing Tigers ausgestattet wurde. Am Rande des Eises gibt es in Deggendorf einige Aufregung, da wegen unbelehrbarer Gäste-Fans ein neues Sicherheitskonzept vorgestellt wurde, das bei den eigenen treuen Fans für Unmut sorgt.


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