Drei Spiele gehen im Oberliga-Achtelfinale über die volle Distanz3000. Spiel der Indians am Sonntag – Scorpions ziehen ins Viertelfinale ein

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Stark in der vierten Begegnung die beiden Teams aus Regensburg und von den Hannover Indians. Sie mussten auswärts antreten, hatten ihren Heimvorteil nicht nutzen können und schlugen eiskalt zurück. Jetzt sind sie wieder in der besseren Position, wobei die bisherige Bilanz von jeweils vier Auswärtssiegen nicht gerade Mut macht. Ein besonderes Spiel ist es dabei für die Hannover Indians, denn sie absolvieren ihr 3000. Spiel seit dem Beginn in der Nachkriegszeit 1948. Somit ist es im doppelten Sinn ein besonderes Spiel. Und es gibt noch einen Verein, den vor einigen Tagen noch keiner auf dem Papier hatte. Die Black Dragons Erfurt waren als Nordachter klarer Außenseiter gegen Südmeister Blue Devils Weiden. Die Außenseiterrolle zeigte sich auch bei beiden Spielen in Weiden (3:0, 12:2), aber in Erfurt zeigten die schwarzen Drachen ihre Zähne, ließen die Weidener alt aussehen und diese müssen am Sonntag aufpassen, dass ihre Vorrundenmeisterschaft nicht sinnlos war. Spielbeginn am Sonntag ist in Regensburg um 17 Uhr, in Weiden um 18.30 Uhr und am hannoverschen Pferdeturm um 19 Uhr.

SC Riessersee – Hannover Scorpions 3:6 (1:1, 1:3, 1:2)

Serienstand: 1:3

Der nicht gewollte Ausflug ins Füssener Bundesleistungszentrum ist den Garmischern nicht bekommen. Nach dem 1:3 vom letzten Sonntag gab es jetzt ein 3:6 gegen die Hannover Scorpions. Damit haben die niedersächsischen Gäste das Viertelfinale erreicht, die Riesserseer können sich dagegen in den Sommerurlaub verabschieden. Notwendig war die Niederlage jedoch nicht, denn der SCR zeigte ein engagiertes Spiel, wollte schnell in Führung gehen, um Sicherheit in die eigenen Aktionen zu bekommen. Als Scorpions-Verteidiger Thomas Supis auf die Strafbank musste, nutzte dies Aziz Ehliz zur Führung, aber die hielt nicht lange. Auf der Gegenseite leistete sich Keeper Daniel Allavena ein Foul und prompt glich der zweitligaerfahrene Robin Just aus. In der 28. Minute brachte Louis Trattner die Scorpions wieder in Führung, aber Simon Mayr glich nach exakt 30 Spielminuten wieder aus. Vielleicht wäre es deutlich spannender geworden, hätten die Garmischer in ihrer Freude im Gegenzug nicht Mike Hammond übersehen. Der Goalgetter der Scorpions, der in der Vorrunde 90 Punkte scorte und mit etlichen Vorschusslorbeeren in die Runde ging, traf zum 3:2. Ein weiteres Powerplaytor der Gäste zum 4:2 ließ die Hoffnungen der 796 Garmischer Fans ziemlich schwinden und nach dem 5:2 durch Jan Nijenhuis in der 42. Minute war die Partie schließlich entschieden. Wenigstens durfte Simon Mayr seine gute Leistung mit seinem zweites Tagestor und dem letzten SCR-Tor in dieser Saison in der 57. Minute krönen.

Tore: 1:0 (16:37) Aziz Ehliz (M. Knaub, Vollmer), 1:1 (19:37) Robin Just (Nijenhuis 5-4), 1:2 (27:58) Louis Trattner (V. Knaub, Gron), 2:2 (30:00) Simon Mayr (M. Knaub, Soudek), 2:3 (30:33) Mike Hammond (Raabe, Nijenhuis), 2:4 (37:55) Tyler Gron (Hammond, Valery Trabucco 5-4), 2:5 (41:54) Jan Nijenhuis (Reichel), 2:6 (56:57) Tyler Gron (Hammond, Thomson), 3:6 (57:53) Simon Mayr

Deggendorfer SC – Hannover Indians 3:6 (0:2, 3:2, 0:2)

Serienstand: 2:2

Irgendwie war es zu erwarten und so kam es dann auch. Auch Spiel vier in dieser umkämpften Serie ging an den Gast, wobei der Sieger erstmals mit drei Toren Differenz siegreich blieb. Im Gegensatz zu den unmenschlichen 128 Spielminuten im zweiten Spiel war diesmal nach sechzig Minuten alles vorbei. Schuld daran waren die Hannoveraner, die das Spiel relativ sicher im Griff hatten und sich lediglich eine Schwächeperiode im Mitteldrittel leisteten, die fast komplett ins Auge gegangen wäre. Vor allem im ersten Drittel zeigten die Indians taktisch ein äußerst reifes Spiel und sie gingen wiederum schnell in Führung. Kyle Gibbons traf zum 1:0 und als sich die Deggendorfer an das Spiel der Gäste angepasst hatten, traf Joe Kiss zum 2:0. Im Mitteldrittel versuchten die Deggendorfer das Spiel an sich zu reißen, jedoch mit fairen Mitteln, was nach der Begegnung vom Dienstag nicht ganz sicher war. Als Thomas Matheson verkürzte, schienen auch die 1.800 DSC-Anhänger guten Mutes. Allerdings nur für fünf Minuten. Dann erhöhten Robin Palka und Igor Bacek auf 4:1 und weil es irgendwie leicht lief, schien die Partie schon jetzt entschieden. Schien, denn mit einem Doppelschlag innerhalb von nur 21 Sekunden verkürzten die Gastgeber durch Niklas Jentsch und Lukas Miculka auf 3:4 und jetzt begann die Zitterzeit der Indians. Diese mussten nun äußerst konzentriert agieren, um die ungestümen Deggendorfer abzuwehren. Das gelang exzellent, zumal im Tor David Böttcher-Miserotti wiederum eine perfekte Figur abgab. Im dritten Abschnitt zeigten sich die Indians als sichere Verwalter des Ergebnisses. So richtig gefährlich wurden die Deggendorfer nur gelegentlich. Da machte die Verletzung von Maximilian Pohl Indians-Trainer Lenny Soccio schon mehr Sorgen. Ohne Einwirkung des Gegners lag Pohl auf einmal mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Eis. Vermutlich hatte er sich beim Fallen die Bänder überdehnt. So wie es aussah, war dies das Saisonende für Pohl. Die Entscheidung fiel schließlich in der 54. Minute. DSC-Stürmer Miculka leistete sich eine dumme Strafzeit und die verlief 119 Sekunden für den DSC erfolgreich. In der 120. traf Branislav Pohanka zum 5:3. Jetzt musste der DSC reagieren. Trainer Jiri Ehrenberger nahm seinen Keeper Timo Pielmeier vom Eis und eine Sekunde vor Spielende traf Mike Mieszkowski mit einem Empty-Netter zum Endstand 6:3.

Tore: 0:1 (04:49) Kyle Gibbons (Möller, Kiss), 0:2 (16:40) Joe Kiss (Möller, Gibbons), 1:2 (24:31) Thomas Matheson (Blackburn, Pozivil), 1:3 (27:27) Robin Palka (Pohanka, Turnwald), 1:4 (32:25) Igor Bacek (Pohanka, Turnwald), 2:4 (33:47) Niklas Jentsch, 3:4 (34:08) Lukas Miculka (Röthke, Heiss), 3:5 (53:17) Branislav Pohanka (Bacek 5-4), 3:6 (59:59) Mike Mieszkowski (Gibbons ENG)

Black Dragons Erfurt – Blue Devils Weiden 2:0 (1:0, 0:0, 1:0)

Serienstand: 2:2

Die absolute Überraschung des Achtelfinales. Während andere Außenseiter förmlich untergingen, zeigten die Black Dragons Erfurt gegen den Südmeister, die Blue Devils Weiden, eine äußerst geschickte taktische Einstellung. Man konzentrierte sich auf die Heimspiele, gewann diese auch und jetzt, am Sonntag könnte es sogar passieren, dass diese Erfurter den Favoriten rauskicken. Allerdings müssen sie dann auswärts eine bessere Defensivleistung wie am Dienstag beim 2:12 in Weiden abliefern. Das sie es können, bewiesen die Thüringer beim 2:0 gegen die Blue Devils. Diese waren zwar nicht nur favorisierte, sondern auch überlegen, kamen auf 40:18 Torschüsse und waren nicht in der Lage, die heimische Abwehr um einen exzellenten Konstantin Kessler im Tor zu bezwingen. Ausgerechnet die einzige Strafe des ganzen Spieles war spielentscheidend. Der Weidener Marius Schmidt leistete sich in der 16. Minute diese Strafe und Kyle Beach brachte die Black Dragons in Führung. In der Folgezeit versuchten die Blue Devils alles, konnten sich aber nicht durchsetzen. Schließlich wurde Keeper Jaroslav Hübl vom Eis genommen, aber auch diese Überzahl brachte nicht den gewünschten Erfolg. Im Gegenteil. Erfurts Reto Schüpping traf zum 2:0 und verhalf somit den Weidenern wenigstens zu einer weiteren Einnahme.

Tore: 1:0 (17:17) Kyle Beach (Bosas, Fischer 5-4), 2:0 (58:53) Reto Schüpping (Beach ENG)

Icefighters Leipzig – Eisbären Regensburg 2:3 (0:0, 0:2, 2:1)

Serienstand: 2:2

Ähnlich wie in der Serie zwischen Deggendorf und den Hannover Indians gab es auch hier bisher nur Auswärtssiege zu bewundern. Entscheidend für den heutigen Erfolg war für die Regensburger, dass die defensive Disziplin stimmte und die Überzahlspiele recht erfolgreich abgeschlossen wurden. Gleich die ersten beiden Tore im Mitteldrittel waren Überzahltreffer und wie stark die Eisbären-Defensive agierte, zeigt sich daran, dass man den Leipzigern im Mitteldrittel ganze zwei Torschüsse gönnte. Nach dem 1:2 ovn Connor Hannon für die Icefighter, ebenfalls in Überzahl erzielt, wurde es noch einmal spannend, aber Lars Schiller, geborener Berliner und in den letzten vier Jahren bei den Eisbären unter Vertrag, traf mit seinem 3:1 die Gastgeber ins Mark. Zwar konnte Marvin Miethke noch einmal verkürzen, aber trotz einiger Chancen in Überzahl, Leipzig hatte Torhüter Patrick Glatzel aus dem Kasten genommen, reichte es nicht mehr für den Ausgleich.

Tore: 0:1 (34:39) Erik Keresztury (Weber, Heger 5-4), 0:2 (36:47) Richard Divis (Gulda, Schembri 5-4), 1:2 (45:46) Connor Hannon (Wolter, Riekkinen 5-4), 1:3 (51:42) Lars Schiller (Stöhr, Wagner), 2:3 (57:24) Marvin Miethke (Spöttel, Noack)


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