Dominierender EHC scheitert an SuveloEHC Bayreuth

Dominierender EHC scheitert an SuveloDominierender EHC scheitert an Suvelo
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Spiel 2 der Halbfinalserie startete im ebenfalls bei weitem nicht ausverkauftem Tigerkäfig furios. Schon nach 55 Sekunden hatte Geigenmüller die erste Riesenchance doch scheiterte er schön frei gespielt an der Schulter des Goalies. Schwaches Zweikampfverhalten und fehlende Absicherung im Zentrum erlaubte dann Mudryk ein Solo aus der Ecke heraus vors Tor, dass der VER-Kanadier auch noch zum 0:1 nutzen konnte. In der Folgezeit spielte aber wieder fast nur der EHC, doch weder Geigenmüller (Pfosten) noch Potac, Bartosch oder Kolozvary fanden bei ihren guten Gelegenheiten einen Weg vorbei am starken Gästetorwart und so blieb es bis zur ersten Pause beim für die Hochfranken da schon schmeichelhaften 0:1.

Gleiches Szenario auch im Mittelabschnitt. Bayreuth spielte und ackerte, während der in der Hauptrunde noch so souveräne Klassenprimus fast ausschließlich mit Defensivaufgaben beschäftigt war. In einer unübersichtlichen Szene hielt dann Zeilmann seinen Schläger in einen Querpass von schräg hinter dem Tor und tatsächlich fand die Scheibe eine Lücke zum Ausgleich ins Netz. Davon weiter beflügelt drehten die Tigers noch mehr auf, doch schafften sie in dieser guten Phase keinen weiteren Treffer. Nicht einmal als Suvelo schon geschlagen war, denn dann rettete ein Verteidiger in höchster Not noch gegen den Bauerntrickversuch von Thielsch. Erst in den letzten Minuten wagten sich die Wölfe auch mal gefährlich in den Angriff, doch Sievers Fanghand war noch besser als der platzierte Schuss von Fiedler. Das Schussverhältnis von 28-9 für den EHC nach 40 Minuten dokumentiert ziemlich klar die Verhältnisse und Spielanteile auf dem gefrorenem Nass, doch auf der Anzeigentafel leuchtete „nur“ ein 1:1.

Im Schlussdrittel waren weiter die Hausherren am Drücker, doch allem läuferischen und spielerischen Aufwand fehlte immer die Belohnung eines Tores. Egal was sie auch versuchten, der Puck wollte einfach nicht über die Linie, wie z.B. als Bartosch im Powerplay völlig alleine im Zentrum am Spagat des VER-Goalies verzweifelte und einigen anderen guten Torchancen. Wie es dann oft so ist, nutzte die eigentlich klar unterlegene Mannschaft ihre Möglichkeiten besser. Völlig alleine tauchte Mudryk vor Sievers auf und überwand ihn zum 1:2, was den Spielverlauf da völlig auf den Kopf stellte. Auch jede Menge Überzahlchancen ließen die Wagnerstädter ungenutzt verstreichen. Meist waren die Gäste einen Schritt zu spät und versuchten das mit vielen Fouls zu kompensieren, denen aber die entscheidende Strafe eines Gegentores fehlte und so wird man bei den Siegern sicher von cleverer Spielweise sprechen.

Man kann den Gelb-schwarzen nur riesigen Respekt zollen, denn trotz wichtiger Ausfälle versuchten sie weiter wirklich alles. Das nötige Quäntchen Glück im Abschluss fehlte aber und mit immer mehr nachlassenden Kräften kam auch Selb noch zu einigen Chancen. Als der durchgebrochene Piwowarczyk nur noch gelegt werden konnte, parierte aber der gute Sievers den fälligen Penalty (59.) und hielt seine Farben noch im Spiel und die Option offen ohne Torwart den letzten Versuch zu starten. Tilla hatte sogar noch einmal eine gute Gelegenheit, doch wieder hatte Suvelo die bessere Antwort und der VER feierte am Ende einen hauchdünnen und ziemlich glücklichen Sieg zur 2:0-Serienführung. Hoch erhobenen Hauptes gingen die Tigerscracks vom Eis und werden auch am Dienstag erneut alles in die Waagschale werfen um die Serie vielleicht noch einmal nach Bayreuth zurück zu holen. Verdient hätten es die aufopferungsvoll kämpfenden und immer mindestens auf Augenhöhe befindlichen Bayreuther auf jeden Fall.

Tore: 0.1 (3.) Mudryk (Geisberger, Martell), 1:1 (27.) Zeilmann (Schadt, Holzmann), 1:2 (45.) Mudryk. Strafen: Bayreuth 8, Selb 24. Zuschauer: 3167.

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