Die Zeit der Entschuldigungen ist vorbeiSelb spielt gegen Klostersee und Deggendorf

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Vieler Worte bedarf es nicht nach den beiden Auftritten der Selber Wölfe am vergangenen Wochenende. Das findet auch Trainer, Henry Thom, und hat deshalb auch Maßnahmen ergriffen. Welche das sind und wo die Veränderungen liegen, behält er für sich. „Die Zeit für Entschuldigungen ist vorbei. Auch die Zeiten zum Reden sind vorbei. Es müssen Taten folgen. Auf dem Eis, neben dem Eis und bei jedem meiner Spieler persönlich.“

Gerade Recht kommen dem Coach dabei zwei Personalien. Zum einen kommt mit Niki Meier ein wichtiger Verteidiger nach seinen zehn Spielen Sperre zurück, von dem sich der Coach vor allem Emotionen und die nötige Aggressivität verspricht. Denn vor allem die war Thom gegen Tölz und Sonthofen am meisten abgegangen. Allen voran aber liegt der Fokus natürlich auf Neuzugang Cody McNaughton, der für den Rest der Saison die freigewordene Kontingentstelle besetzen wird. „Er ist ein sehr guter Skater und hat definitiv gute Hände. Jetzt heißt es, ihn schnellstmöglich in unser taktisches Konzept zu bringen. Sich jedoch gleich Wunderdinge zu erwarten wäre falsch.“ Mit wem der schnelle und kampfbetonte Kanadier zusammen in einer Reihe wirbeln wird, wollte Thom noch nicht verraten. „Ich habe einen Plan. Der betrifft aber definitiv nicht nur Cody McNaughton.“

Denn der Coach kann sich sehr gut vorstellen, die etablierten Reihen endgültig neu zu formieren. „Ich werde etwas verändern. Mit den betroffenen Spielern habe ich gesprochen. Jetzt ist es an Ihnen, etwas aus der Situation zu machen, sich neu anzubieten und wieder zu alter Stärke zurückzufinden.“

Mit dem EHC Klostersee kommt dazu am Freitag ein scheinbar guter Gegner in die Netzsch-Arena. „Das sagt aber auch nur die Tabelle. Für Klostersee gilt dasselbe wie für uns: angeschlagene Boxer können sehr gefährlich werden.“ Zumal der EHC Klostersee drauf und dran ist, sich aus der Krise herauszuarbeiten. Zwar liegen die Grafinger noch immer auf dem vorletzten Platz – aus den letzten fünf Spielen gab es jedoch vier Siege und elf Punkte.

Eine Art Schlüsselspiel steht für die Wölfe am Sonntag auf dem Programm. Denn momentan liegen die Niederbayern nur einen Punkt vor den Wölfen auf Platz sechs – dem Objekt der Begierde. Denn mit Platz sechs spart man sich die Pre-Play-Offs, unnötigen Stress und die Gefahr, doch schon frühzeitig in die Sommerpause zu müssen. „Deggendorf hat einiges investiert vor der Saison. Die beiden Janzen-Brüder, Kapitän Andreas Gawlik oder Andrew Schembri sind alles hervorragende Eishockeyspieler. Die Mannschaft spielt defensiv und hat eben mit diesen Leuten das Potential, eiskalt zuzuschlagen. Sie haben zwar auch schon bessere Phasen gehabt in dieser Saison und spielen momentan mal bärenstark, mal schwach. Aber das soll und darf uns nicht interessieren. Wir müssen nach Deggendorf fahren und die Punkte mitnehmen.“

In der Zwischenzeit hat sich Selbs Neuzugang auf eine Nummer festgelegt, die er künftig auf dem Rücken tragen wird. Cody McNaughton wird nach diesem Wochenende die 88 tragen. Für die nächsten beiden Spiele muss er sich jedoch noch mit der Nummer 5 begnügen.

Erstes Bully zwischen Selber Wölfen und dem EHC Klostersee am Freitag in der Netzsch-Arena ist um 20 Uhr. Die Partie beim Deggendorfer SC beginnt um 18.30 Uhr.

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