Die Wölfe wollen den Sack zumachenSelber Wölfe

Die Wölfe wollen den Sack zumachenDie Wölfe wollen den Sack zumachen
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Der fünfte Akt in der ligeninternen Play-off-Serie gegen den EV Füssen soll für die Selber Wölfe auch der letzte sein. „Ich fahre im Sommer gerne mal nach Füssen, um Schloss Neuschwanstein zu besichtigen. Zum Eishockey möchte in dieser Saison aber keiner mehr dort runter“, gibt VER-Vorstandsmitglied Thomas Manzei die Gefühlslage der Spieler und Fans wieder. Mit dem vierten Sieg wollen die Wölfe am Freitag (20 Uhr) den Sack zumachen und in das Play-off-Viertelfinale mit den Vereinen aus dem Westen und Osten einziehen.

Weiter nur von der Tribüne die Daumen drücken kann Christopher Schadewaldt. Das tat der Kapitän auch am Dienstag in Füssen – und war nach dem 3:0-Sieg „super stolz auf das Team“. Am Freitag erwartet Schadewaldt ein giftiges fünftes Aufeinandertreffen. „Füssen wird noch einmal alles probieren – auch körperlich. Sie werden versuchen, unsere erste Sturmreihe zu zerstören und viel auf den Torwart zu gehen.“ Der Selber Kapitän sieht seine Mannschaftskameraden aber gewappnet. „Schließlich ist auch der Niki Meier wieder dabei.“ Der Verteidiger, der seine Sperre von drei Spielen abgesessen hat, läuft heute allerdings zur „Bewährung“ auf und darf sich keine weitere Spieldauer oder Matchstrafe erlauben.

Da auch Förderlizenzspieler Achim Moosberger aus Bietigheim wieder die Freigabe erhalten hat, kann Trainer Cory Holden – bis auf Schadewaldt – aus dem Vollen schöpfen. Ein ganz neues Gefühl für den Coach. „Erstmals seit dem Testspiel gegen Rosenheim (31. August) habe ich wieder 20 Spieler und zwei Torhüter im Kader“, freut sich Holden, der unter der Woche lediglich um den leicht erkrankten David Hördler bangte. „Er wird aber spielen können.“ An überhart einsteigende Füssener mag der VER-Coach nicht recht glauben. „So etwas hätte ich eher schon in Füssen erwartet. Wenn sie bei uns gewinnen wollen, müssen sie clever spielen. Aber wir sind bereit für alles.“

Wichtig sei ohnehin, sagt Holden, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren. „Wir müssen wieder Tempo machen und diszipliniert spielen. Dann werden wir erfolgreich sein.“ Und nicht zuletzt bauen die Selber Cracks und ihr Trainer einmal mehr auf ihre fantastischen Fans. „Sie müssen wieder unser siebter Mann sein und richtig Gas geben. Das überträgt sich auch auf die Mannschaft.“ Der würde ein vorzeitiges Weiterkommen auch körperlich gut tun. „Die Jungs könnten dann etwas regenerieren. Die Belastung vor allem für die berufstätigen Spieler ist durch die Dienstag-Spiele und die langen Reisen zuletzt sehr hoch gewesen.“ Freitag aber müssen alle noch einmal konzentriert und fokussiert bleiben, warnt der Trainer. „Schließlich sind Play-offs.“