Die Wölfe sind zu oft in UnterzahlSelber Wölfe

Die Wölfe sind zu oft in UnterzahlDie Wölfe sind zu oft in Unterzahl
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Von einer deutlichen Niederlage bis zu einem knappen Sieg: Die Vorhersagen der Selber Fans waren bei der Anreise breit gestreut vor diesem Auftaktspiel der Aufstiegsrunde zur DEL2. Vor einer imposanten Kulisse legten die favorisierten Löwen wie erwartet schwungvoll los und ließen die Scheibe gut und schnell in den eigenen Reihen laufen. Nach bislang 48 Siegen in 48 Spielen bei einem Torverhältnis von 375:74 wollte Frankfurt auch den VER Selb überrollen. Das aber klappte in den ersten 20 Minuten dann doch nicht so, wie es sich die Hausherren vorgestellt hatten. Die Wölfe hielten dagegen, waren körperlich sehr präsent. Selbst ein 3:5-Unterzahlspiel überstanden die von gut 400 Anhängern bis zum Schluss lautstark unterstützen Selber schadlos gegen nun etwas nervöser werdende Hessen.

Danach haderten die Wölfe immer öfter mit dem Schiedsrichter. In der achten Minute waren aber die Wölfe einmal in Überzahl und kamen durch Fiedler zu einer dicken Möglichkeit. Der VER trat nun immer selbstbewusster auf. Der Glaube war da, die große Überraschung zu schaffen. In der 16. Minute blieb Martell mit einem Schlagschuss in der Frankfurter Verteidigung hängen. Im Gegenzug kam Wichert zur bis dato größten Möglichkeit für die Löwen, zielte aber knapp am Winkel vorbei. 60 Sekunden später war es aber doch soweit. Zunächst visierte Schoofs den Pfosten an, im Nachschuss bugsierte Gradl den Puck zum 1:0 über die Linie. Wenig später musste Torwart Suvelo noch einmal gegen Breitkreuz all sein Können aufbieten.

Im zweiten Drittel schossen sich die Löwen aber richtig warm. Sie profitierten dabei von den vielen Strafzeiten gegen den VER, der das erste Unterzahlspiel zu Beginn des Mittelabschnitts noch gut überstand. Als dann Hördler und Tim Schneider gemeinsam die Strafbank drücken mussten, wurde es auch dem Selber Trainer Cory Holden zu bunt. Er bat den Schiedsrichter zu einem kurzen Gespräch an die Bande. Geholfen hat es freilich nichts. Beim 2:0 mussten sich die Gäste freilich selbst an die Nase fassen. Martens wurde nicht rechtzeitig attackiert und donnerte die Scheibe in den Winkel. In der Folge nutzte Frankfurt seine nummerische Überzahl aus. Schoofs traf zum 3:0, als die Wölfe gleich zwei Spieler weniger auf dem Eis hatten. Und eine 5:4-Situation nutzte nur wenige Sekunden später Schaub zum 4:0 für die Hausherren.

Auch die Selber hatten in diesem zweiten Drittel durchaus einige gute Möglichkeiten, aber das nötige Quäntchen Glück nicht auf ihrer Seite. Fiedler scheiterte zum zweiten Mal an Torwart Linda, der kurz darauf auch gegen Martell und Schiener auf dem Posten war. Dann kam auch noch Pech hinzu. Fast mit der Sirene zur zweiten Pause lag der Puck erneut im Selber Netz. Liesegang hatte in erneuter Überzahl getroffen.

Für den VER Selb konnte es im Schlussdrittel nur noch heißen, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen und größeres Unheil zu vermeiden. Und das gelang bis auf den einen Gegentreffer von Breitkreuz in der 50. Minute. Das Spiel abhaken und nach vorne blicken, muss das Motto der Wölfe nun lauten. Schon am morgigen Sonntag (18 Uhr) im Heimspiel gegen die Kassel Huskies sollen die ersten Punkte in dieser Aufstiegsrunde auf der Habenseite gutgeschrieben werden.

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