Die Wölfe sind wieder an der SpitzeSelber Wölfe

Die Wölfe sind wieder an der SpitzeDie Wölfe sind wieder an der Spitze
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Der VER Selb ist wieder Tabellenführer der Eishockey-Oberliga Süd. Die Wölfe zeigten sich gut erholt von der 3:7-Niederlage in Regensburg, setzten sich nach anfänglichen Schwierigkeiten beim EHC Klostersee letztlich souverän mit 5:1 durch und betrieben damit beste Eigenwerbung für die Partie am Sonntag gegen den Deggendorfer SC.

Obwohl die Sichtverhältnisse in der Grafinger Scheune dank einer neuen Beleuchtung weitaus besser als in den vergangenen Jahren war, bekamen die 550 Zuschauer – unter ihnen auch 60 VER-Fans – im ersten Drittel wenig zu sehen. Beide Mannschaften wollten ihrem Gegner nicht ins offene Messer laufen. Die etwas aktivere Mannschaft war die aus Oberfranken, die neben dem gesperrten Geisberger kurzfristig auch auf Nägele verzichten musste. Gute Möglichkeiten blieben aber aus. So erlebten EHC-Keeper Morczinietz auf der einen und VER-Geburtstagskind Marko Suvelo auf der anderen Seite zunächst einen relativ ruhigen Freitagabend. Erst nach 13 Minuten musste Suvelo einmal sein ganzes Können aufbieten, um einen Rückstand zu verhindern. Geschlagen war der seit gestern 39-Jährige vier Minuten später, doch Schiedsrichter Köttsdörfer hatte zuvor ein Foul der Hausherren erkannt und ließ den Treffer nicht gelten. Genau 59 Sekunden vor der Drittelpause war es dann aber doch soweit. Senger zog von der blauen Linie ab, der Puck wurde noch abgefälscht und schlug über Suvelos Schoner zum 1:0 im Netz ein.

Ein dummer Zeitpunkt für den VER Selb für ein Gegentor. Dazu kam zwei Sekunden vor der Sirene auch noch eine Strafzeit für Heilman. Und die hätte Quinlan zu Beginn des Mittelabschnitts fast zum 2:0 für den Gastgeber genutzt, doch Suvelo reagierte großartig. Der Selber Keeper stand nun immer öfter im Blickpunkt und verhinderte mehrmals einen höheren Rückstand für seine Mannschaft. Die Wölfe fanden einfach nicht richtig ins Spiel. Bis sie erneut in Unterzahl agieren mussten. Neumann fing einen schlampigen Querpass der Hausherren ab, setzte sich energisch durch und gab die Scheibe auch nicht verloren , als sein Schläger aus der Hand geschlagen war. Irgendwie brachte der junge Selber Stürmer den Puck noch zwischen die Schoner von Morczinietz und im Netz unter.

Der Ausgleich beflügelte die Wölfe, die in der 36. Minute auch noch in den Genuss eines fünfminütigen Überzahlspiels kamen. Der Klosterseer Hördt kassierte nach einem üblen Check gegen Neugebauers Kopf eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Ein gefundenes Fressen für die erste Selber Reihe, die nach einem feinen Spielzug durch Mudryk die 2:1-Führung herausschoss.

Im Schlussdrittel musste zunächst VER-Keeper Suvelo wieder auf dem Posten sein, ehe in der 42. Minute die Gäste ein drittes Mal zuschlugen. Erneut war es der unermüdlich rackernde Neumann, der nach Vorarbeit seines jungen Kollegen Pauker und Routinier Hördler für die Wölfe traf. Der Gastgeber versuchte zwar nochmals Druck aufzubauen, fand aber kein Durchkommen mehr. Im Gegenteil. Jetzt ließen die Selber ihre spielerische Klasse aufblitzen und konterten die Hausherren klassisch aus. Da konnte auch der Klosterseer Neuzugang und sechsfache NHL-Spieler Tomas Kana nur noch staunen. Als Mudryk in seiner alten Heimat mit seinen Treffern zwei und drei auf 5:1 für die Wölfe erhöhte, war nicht nur die Partie endgültig zugunsten der Selber entschieden. Dank der Niederlage des EV Regensburg in Peiting war auch die Tabellenführung wieder zurückerobert.

Letztlich war es ein überzeugender Sieg der Wölfe, die in Torwart Marko Suvelo und den beiden Torschützen Eric Neumann und Jared Mudryk die überragenden Akteure in ihren Reihen hatte. Ein besonderes Lob verdiente sich einmal mehr auch die komplette dritte Selber Reihe.

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