Die Wölfe geben sich keine BlößeSelber Wölfe

Die Wölfe geben sich keine BlößeDie Wölfe geben sich keine Blöße
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Ohne Schütt (krank), dafür erstmals mit Neuzugang Nägele nahmen die Wölfe die kleine Hürde in Weiden ohne große Probleme. Der VER bleibt damit Spitzenreiter mit sieben Punkten Vorsprung vor Freiburg, das gestern gegen Klostersee erst 25 Sekunden vor Schluss zum 3.2-Siegtreffer gekommen ist.

Nur in den ersten zehn Minuten konnte der Tabellenvorletzte gegen den souveränen Spitzenreiter aus Selb mithalten. Der Gastgeber versteckte sich nicht und hatte in dieser Phase sogar die besseren Möglichkeiten. Es spielten sich einige turbulente Szenen ab vor VER-Torwart Suvelo, der aber mit Glück und Geschick seinen Kasten sauber hielt. Nach einem kleinen Disput zwischen dem Weidener Grassi und Hördler übernahmen aber die Wölfe das Kommando und heizten den nun völlig überforderten Oberpfälzern mächtig ein. Zunächst scheiterten Schadewaldt und Mudryk noch an Torwart Huber. In der zwölften Minute dann das 0:1. Nach Zusammenspiel mit Geisberger gab Heilman mit all seiner Routine dem Puck die richtige Richtung und überlistete den Weidener Keeper.

Als Geisberger nur eine Minute später Andrasovsky vor dem Weidener Tor die Scheibe wegschnappte und auf 2:0 für die Selber erhöhte, waren die Hausherren völlig von der Rolle. Bei den über 600 mitgereisten VER-Anhängern herrschte nun ausgelassene Stimmung. Totenstille dagegen bei den heimischen Fans. Erst recht, als Schiener in der 16. Minute mit einem trockenen Schuss aus dem Handgelenk das 3:0 markierte. Die Drittelpause kam für die Hausherren gerade recht, um sich wieder ein wenig zu sortieren.

Im Mittelabschnitt wurde die bis dahin faire Partie etwas härter. Vor allem die Weidener Spieler betrieben einige Male Frustabbau. Die besseren Möglichkeiten hatten weiter die Gäste. Bei Geisbergers Schuss fehlten in der 25. Minute nur Zentimeter. Und bei einem Konter mit einer 4:1-Situation pfiff Schiedsrichter Hatz die Selber zurück, weil sich vor dem VER-Gehäuse Roos und Grassi etwas in die Haare gerieten. Die Scheibe lief teilweise wie im Training durch die Reihen des Spitzenreiters. Nur bei zwei Überzahlspielen der Weidener geriet das VER-Tor in Gefahr. Auf der Gegenseite traf Piwowarczyk zunächst den Pfosten, Sekunden später aber ins Netz. Mit diesem 4:0 war schon mehr als eine Vorentscheidung gefallen.

Im Schlussdrittel tat der VER zunächst nicht mehr als nötig. Weiden hatte sich zwar längst aufgegeben, wollte sich aber vor heimischer Kulisse zumindest nicht abschlachten lassen. Der nächste Treffer ging dennoch wieder auf das Konto der Gäste. Über Nägele und Heilmann kam die Scheibe zum Tim Schneider, der von der blauen Linie abzog und zum 5:0 traf. In der Schlussphase nahmen es beide Mannschaften nicht mehr so genau mit ihren Abwehraufgaben. Andrasovsky und Zellner betrieben für Weiden etwas Ergebniskorrektur, zwischendurch hatte Heilmann das halbe Dutzend für die Wölfe vollgemacht.

Die Selber Anhänger feierten noch lange nach Spielschluss den achten Derbysieg in Folge gegen den einstigen Angstgegner. Und das nächste Derby steht schon bevor: Am kommenden Freitag gastiert der Tabellendritte EHC Bayreuth in der Netzsch-Arena.

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