Die Wölfe feiern ein Eishockey-FestSelber Wölfe

Die Wölfe feiern ein Eishockey-FestDie Wölfe feiern ein Eishockey-Fest
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Der VER Selb hat sich mit diesem Derbysieg eindrucksvoll rehabilitiert für die 1:8-Schlappe in Freiburg und seinen Anhängern ein schönes Weihnachtsgeschenk bereitet. In der fast ausverkauften Netzsch-Arena zeigten die Wölfe gestern das Eishockey, das ihre Fans sehen wollen: Kampf, Leidenschaft, Spielfreude und harte Checks. „Wir haben gute Diskussionen geführt“, verriet VER-Trainer Cory Holden kurz vor dem Derby, wie am Freitag die Heimfahrt aus dem Breisgau verlaufen ist. Die Gespräche schienen gefruchtet zu haben. Die Wölfe-Spieler kamen mit Feuer in den Augen auf die Eisfläche und hatten im ersten Drittel die Mehrzahl an Möglichkeiten.

Der EHC Bayreuth, von Vielen als kleiner Favorit angesehen, blieb lange Zeit blass in der Offensive. Zugute kamen den Hausherren auch Strafzeiten gegen Meyer und Hermann. Im ersten Überzahlspiel kam Moosberger zu einer dicken Möglichkeit, konnte das Zuspiel von Heilman aber nicht verwerten. Beim zweiten Powerplay scheiterte Schütt mit zwei Schlagschüssen an EHC-Keeper Bädermann. In der zwölften Minute waren dann beide Strafbänke besetzt – und beim Vier-gegen-Vier trafen die Wölfe zur Führung. Piwowarczyk spielte Mudryk herrlich frei, und der Kanadier ließ Bädermann keine Chance. Nun erst kamen auch die Tigers gefährlich vor das Tor des Gastgebers. Bartosch und Geigenmüller fanden aber in Torwart Suvelo ihren Meister.

Nach der ersten Pause kamen allerdings die Tigers wacher aus der Kabine. Nach 34 Sekunden verloren die Hausherren Bartosch aus den Augen und wurden mit dem Ausgleich bestraft. Und als Sevo nur eine Minute später zur Führung für die Gäste abstaubte, verlor der VER für einige Minuten komplett seine Linie. Bayreuth schnürte die Hausherren in deren eigenen Drittel ein, es spielten sich einige turbulente Szenen vor dem Selber Tor ab. Doch die Wölfe fingen sich wieder. In der 26. Minute vergab Piwowarczyk noch den möglichen Ausgleich, 90 Sekunden später durfte der Selber Anhang dann doch jubeln. Geisberger scheiterte im ersten Versuch noch, den Abpraller drückte Piwowarczyk über die Linie. Und die Holden-Schützlinge legten nach. Bädermann ließ einen Schuss von Geisberger nach vorne abprallen, Mudryk war zur Stelle - und die Wölfe führten wieder. In der Folge war der Gastgeber sogar dem 4:2 ganz nahe, die Bayreuther hatten aber zweimal das Glück auf ihrer Seite.

Im Schlussdrittel hatten erneut die Selber die ersten Möglichkeiten, ehe sich die Tigers ein leichtes Übergewicht erspielten. Der VER konnte mit der Führung und dem siebten Mann auf den Rängen im Rücken etwas abwartend agieren und auf Konter setzen. Und die saßen. Geisberger erhöhte in der 50. Minute auf 4:2, als er den während des gesamten Spiels unsicher wirkenden Bädermann alt aussehen ließ. Und nach einem Bilderbuchkonter der gestern überragenden Topreihe der Wölfe durften die Selber Fans nur zwei Minuten später erneut jubeln. Nur noch Ergebniskosmetik für die Gäste war der Treffer von Neuzugang Kouba.

Trainer Cory Holden (VER Selb): „Das war eine Topleistung meiner Mannschaft. Sie hat die Taktik sehr gut umgesetzt und sehr diszipliniert gespielt. Kompliment auch an unseren siebten Mann. Die Fans haben uns nach vorne gepeitscht. Alle Spieler sind bis an ihre Grenze gegangen und wollten den Sieg unbedingt. Der Sieg war auch ein kleines Weihnachtsgeschenk für unsere Fans.“

Trainer Sergej Waßmiller (EHC Bayreuth): „Wir haben uns mehr vorgenommen und sind enttäuscht, dass wir keine Punkte geholt haben. Im ersten Drittel waren wir nicht so aggressiv, wie es in einem Derby sein muss. Zu Beginn des zweiten Drittels hatten wir einige hochkarätige Chancen, um höher in Führung zu gehen. Da war der Selber Torwart Suvelo wieder überragend. Wir waren nicht in der Lage, die Selber Paradereihe auszuschalten. Dennoch ein Kompliment an meine Mannschaft, die seit Wochen viel Leidenschaft zeigt.“

Vorsitzender Jürgen Golly (VER Selb): „Dieser Sieg war unheimlich wichtig nach dem verkorksten Freitag und für die kommenden Wochen. Für die Spieler und für die Fans. Es war schon ein Schlüsselspiel. Bei einer Niederlage wären wir weit weggewesen von der Spitze, jetzt haben wir weiter alle Möglichkeiten. Und der Derbysieg sorgt natürlich auch im Umfeld für Ruhe. Wir wären aber ohnehin, egal wie das Spiel ausgeht, unseren geplanten Weg weitergegangen. In Sachen Neuzugang könnte sich am Montag etwas tun. Wir brauchen aber noch die Unterschrift, zuvor nennen wir keinen Namen.“


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