Die EV Lindau Islanders starten die Titeljagd auswärtsDuell mit dem EHC Waldkraiburg

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Zum dritten Mal in drei Jahren kreuzen sich nun die Wege der beiden Teams in einer Play-off-Runde. Mit Unterschiedlichem Ausgang: Im Halbfinale 2015 gewannen die Lindauer mit 2:1 und wurden anschließend Meister. Letztes Jahr revanchierten sich die Löwen mit 3:1 Siegen – und holten anschließend den Titel. So ist es beinahe logisch, dass man nun erstmals im Finale aufeinandertrifft, wobei es wieder heißen wird: Der Sieger der Serie wird auch Meister.

In dieser Saison traten die beiden Teams als Aufsteiger in der Oberliga Süd viermal aufeinander, wobei es drei Lindauer Siege gab und einen des EHC – in der Verzahnungsrunde gewann Waldkraiburg zweimal. Es steht also unentschieden zwischen den langjährigen Rivalen. „Nachdem Waldkraiburg die letzten beiden Spiele gewonnen hat, ist es nun an uns, die Geschichte wieder zu drehen“, sagt EVL-Coach Dustin Whitecotton, der mit neuen taktischen Kniffen versuchen will, den Gegner „zu überraschen“.

Kein Geheimnis ist sicherlich, dass die Lindauer ihr starkes Powerplay weiter auf allen Zylindern laufen lassen wollen. Die Aktuelle Quote von 44 Prozent ist dabei selbst dem Trainer nicht geheuer. „Es wäre schön, wenn es so bliebe, aber dass man fast jedes zweite Überzahlspiel nutzt ist schon außergewöhnlich“, sagt Whitecotton, der noch mehr Augenmerk auf das „Penalty Killing“ legen ließ. Gerade für das Auswärtsteam liegt es in den Play-Offs näher, dass man häufiger in Unterzahl spielt. Hier haben die Islanders sich aber stark verbessert und blieben in den drei Halbfinalspielen gegen Miesbach ohne Gegentor. Waldkraiburg dagegen war in den Play-Offs durchweg solide in Unterzahl, hatte dafür aber Probleme Powerplay- Tore zu erzielen.

Man kann es aber auch anders sehen: Die Löwen hatten ein starkes Überzahlspiel gar nicht nötig, denn sie verfügen über eine läuferisch starke und tief besetzte Offensive. „Die Mannschaften sind sich recht ähnlich, deshalb werden Kleinigkeiten entscheiden“, sagt Whitecotton.

Experten sehen den Unterschied zwischen beiden Teams beim Torwart. Waldkraiburgs Björn Linda zählte schon in der regulären Saison zu den herausragenden Keepern und glänzt nun auch in den Play-offs, wo er weniger als zwei Gegentore im Schnitt hinnehmen musste. Beim EVL endete das Wechselspiel zwischen Korbinian Sertl und Beppi Mayer im Halbfinale. Sertl erkämpfte sich den Startplatz mit immer konstanteren Leistungen, die ihn in der Torwartwertung auf den zweiten Platz brachten und gilt für das Finale als gesetzt.

Und wie wichtig Torhüter sind, die sich in Spiele hineinsteigern können, wissen die Islanders spätestens seit der Finalserie 2015, als sie sogar alle drei Keeper einsetzen mussten. Varian Kirst, Nicolai Johansson und am Ende Beppi Mayer sorgten dafür, dass die Islanders die Finalserie in fünf Spielen gewannen. Eine kuriose und seltene Konstellation. Aber gerade deshalb sollten sich Mayer und Dominic Hattler bereithalten. Man weiß ja nie.

Denn es dürfte also niemanden überraschen, wenn diese Finalserie nicht nur weitere enge Spiele hervorbringen, sondern auch wieder über fünf Spiele gehen würde – denn um Meister zu werden mussten Lindau als auch Waldkraiburg 2015 und 2016 über die volle Distanz gehen.

Unterdessen läuft der Kartenvorverkauf für das Heimspiel der Islanders am Sonntag auf Hochtouren, zumal auch zahlreiche Schlachtenbummler aus Waldkraiburg erwartet werden. Bis Freitagnachmittag sind die bekannten Vorverkaufsstellen noch geöffnet. Aber auch an der Abendkasse wird es am Sonntag noch Karten geben. Für alle Fans, die heute nicht vor Ort sein können gibt es mehrere Möglichkeiten die Finalserie zu verfolgen, die sowohl im Internetradio, als auch bei zwei gleich Live- Tickern verfolgt werden kann. Die Links dazu sind auf der Homepage der Islanders unter dem Menüpunkt Liveticker aufgeführt.

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