Deutsch-Kanadier Steven Deeg verstärkt Selber WölfeNeuzugang aus Memmingen

Steven Deeg (links) spielt künftig für die Selber Wölfe. (Foto: Alwin Zwibel/ECDC Memmingen)Steven Deeg (links) spielt künftig für die Selber Wölfe. (Foto: Alwin Zwibel/ECDC Memmingen)
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Steven Deeg, im letzten Winter noch für den Mitkonkurrenten Memmingen Indians auf Torejagd, wird ab künftig das Trikot der Selber Wölfe überstreifen. Der Vollblutstürmer, der im Besitz eines deutschen Passes nicht unter das Ausländerkontingent fällt, unterschrieb einen Einjahresvertrag im Wolfsbau bis Ende der Saison 2020/21.

Der Name Steven Deeg ist in der deutschen Eishockeyszene vielen ein Begriff, auch wenn für den 27- Jährigen die Selber Wölfe nach Memmingen und Duisburg erst seine dritte Deutschlandstation darstellen. Die meiste Zeit verbrachte der Wölfe-Neuzugang in seinem Heimatland Kanada in Ligen wie CCHL, OJHL oder USports. Vor zwei Jahren dann (s)eine richtungsweisende Entscheidung: der Wechsel nach Europa, genauer gesagt zum EV Duisburg in die Oberliga Nord. Deeg erinnert sich noch gut: „Ja, 2018/19 war mein erstes Jahr als Profi in Deutschland. Ich habe im Frühjahr 2018 meinen Universitätsabschluss erfolgreich abgelegt und entschloss mich im Herbst 2018, Eishockey professionell zu betreiben. In Duisburg fand ich dafür die besten Voraussetzungen.“ Rückblickend eine sehr gute Entscheidung, der Einstand von Deeg bei den Füchsen in Duisburg verlief überaus gut: Neben 16 Toren und 24 Vorlagen in 38 Pflichtspielen punktete der sympathische Sunnyboy aus dem Mutterland des Eishockeys auch bei den Fans auf voller Linie. Ähnlich bei den Memmingen Indians, auch hier konnte der Rechtsschütze in 19 Saisonspielen (10 Tore, 6 Vorlagen) ebenfalls überzeugen.

Als gebürtiger Kanadier hat man gewissermaßen das Eishockey-Gen im Blut. Das ist bei Deeg nicht anders. Mit drei Jahren brachte ihn sein Vater Harry zum Eishockey, sehr früh wurde das Talent von Steven deutlich: „Eishockey ist mein Leben. Ich bin enorm glücklich, dass ich mein Hobby zum Beruf machen durfte“, so Deeg rückblickend auf seine bisherige Eishockeykarriere. Vor seinem Deutschland-Debüt in Duisburg war dem sympathischen jungen Deeg nur eine deutsche Stadt vom Namen bekannt: Auerbach, ein Ortsteil der Gemeinde Karlsbad im Landkreis Karlsruhe. „Mein Vater ist Deutscher, in Auerbach haben wir Verwandtschaft, zu der wir noch guten Kontakt pflegen und die wir auch immer mal besuchen“, so Steven, der im Jahr 2017 im letzten Studienjahr seinen deutschen Pass erhielt.

Der 84 Kilogramm schwere Flügelstürmer erblickte in der kanadischen Stadt Ajax, etwa 37 Kilometer nordöstlich von Toronto das Licht der Welt. In der knapp 110.000 Einwohner großen Stadt am Ontariosee in der Provinz Ontario wuchs er zusammen mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Brenden wohl behütet auf. Einer, der ebenfalls aus Ajax stammt, mit dem er im letzten Jahr in Memmingen spielte und der auch bei den Wölfen wieder sein Teamkollege sein wird, ist Brad Snetsinger. Deeg: „Wir kannten uns vorher nicht, lernten uns erst in Memmingen kennen und sind seitdem gute Freunde. Toll, dass wir nun auch in Selb gemeinsam in einem Team stehen dürfen.“ War Brad Snetsinger der ausschlaggebende Faktor für seinen Wechsel nach Selb? Deeg mit leichtem Grinsen. „Ich sage mal so: Als ich hörte, dass Brad nach Selb geht und Coach Hohenberger auch Interesse an mir bekundete, musste ich nicht lange überlegen.“ Der spielintelligente Wölfe- Neuzugang weiter: „Selb ist aber mehr als nur Snetsinger. Selb ist seit Jahren ein Topclub der Oberliga und mit dem neuen Team haben wir gute Möglichkeiten, etwas Großartiges zu erreichen.“

Deeg selbst wirkt bescheiden, wenn er über seine Qualitäten und Vorzüge sprechen soll. Einer, der den Deutsch-Kanadier kennt, von ihm absolut überzeugt ist und ihn selbst aus seiner Zeit in Duisburg kennt, ist Wölfe-Trainer Herbert Hohenberger: „Steven ist ein auffälliger, guter Spieler. Er genoss eine gute Ausbildung in Kanada und wird unser Team bereichern.“ Hohenberger verhehlt nicht, dass ein Trumpf im Ärmel natürlich Snetsinger war, denn „Steven hatte auch noch andere Angebote, aber er entschied sich zum Glück für uns – einen flexibel einsetzbaren Flügelstürmer kann jedes Team brauchen und ich bin froh, dass er für uns auflaufen wird“, so der Österreicher.


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