Derby mit Aufstellungs-LotterieStarbulls Rosenheim empfangen Landshut

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Ganz anders als mit den Rahmenbedingungen sieht es dagegen mit den Aufstellungen aus. Verletzungen und Krankheiten haben vor dem 16. Spieltag in der Oberliga Süd die Kader auf beiden Seiten stark ausgedünnt. Beide Trainer eint die Hoffnung, überhaupt drei vollständige Reihen aufbieten zu können – und die besondere Herausforderung, erst kurz vor dem Spiel endgültig zu wissen, welche Spieler dafür tatsächlich zur Verfügung stehen.

Dass der EV Landshut beim Derby-Auftritt an der Mangfall an diesem Freitag auf die verletzten Stürmer Stefan Reiter, Max Hofbauer und Marco Baßler verzichten muss, war schon länger absehbar. Nun kommen mit Routinier Christopher Schadewaldt (Rippenbruch) und Niki Meier (wegen einer Spieldauer-Disziplinarstrafe gesperrt) zwei Verteidiger-Ausfälle dazu. Ob Stürmer Peter Abstreiter nach einem Muskelfaserriss rechtzeitig fit wird, war im Vorfeld der Partie noch offen. Topscorer Bill Trew (24 Punkte aus 15 Spielen) musste verletzungsbedingt unter der Woche mit dem Training aussetzen. Torwart Max Englbrecht und Verteidiger Devon Krogh lagen mit einem Magen-Darm-Virus flach. Mit dem ein oder anderem dieser fraglichen Akteure ist am Freitag auf dem Rosenheimer Eis aber natürlich zu rechnen. Trotzdem hat Trainer Axel Kammerer bereits angekündigt, auf zusätzliche Spieler aus dem DNL-Team zurückzugreifen.

Der EVL-Coach hat unter der Woche übrigens seinen Vertrag vorzeitig verlängert und wird auch in der Saison 2018/19 die sportliche Verantwortung bei den Niederbayern tragen. Nach einem durchwachsenen Start in die laufende Oberliga-Saison und drei Niederlagen zum Auftakt hat sich der EV Landshut kontinuierlich verbessert und rangiert mit 29 Punkten aus 15 Spielen inzwischen auf Tabellenplatz vier. Mit 62 Treffern haben die Isarstädter sogar drei Tore mehr als die Starbulls im bisherigen Saisonverlauf erzielt. Auch im direkten Vergleich mit den Starbulls aus den ersten beiden Saisonspielen schneiden die Niederbayern einen Hauch besser ab: Dem Rosenheimer 3:1-Sieg am zweiten Spieltag an der Mangfall steht die erfolgreiche Landshuter 4:1-Revanche vom sechsten Spieltag gegenüber.

Dass am Freitag in Rosenheim nun zahlreiche Spieler nicht oder nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte antreten können, macht das dritte Traditionsderby im Verlauf dieser Oberliga-Saison zu einer völlig unberechenbaren Angelegenheit. Bei den Starbulls konnten wegen leichter Verletzungen und eines Grippe-Virus mehrere Spieler nicht oder nur mit angezogener Handbremse trainieren. Trainer Manuel Kofler, der ohnehin auf die Langzeitverletzten Peter Lindlbauer, Michael Rohner, Andreas Nowak und Valentin Hein weiterhin verzichten muss, bangte am Vortag des Spiels gleich um ein halbes Dutzend weiterer Spieler. Seriöse Einschätzungen der Chancen auf einen Wettkampf-Einsatz am Wochenende waren dabei noch gar nicht möglich. Einige Entscheidungen fallen unter Umständen erst am Freitagabend während des Aufwärmprogramms.

Trotzdem gibt sich der Rosenheimer Coach, der sich selbst auch eine Erkältung eingefangen hat, optimistisch: „Die Spieler, die auflaufen, werden top motiviert und gut vorbereitet sein. Wir werden vom ersten Bully an hart arbeiten und alles dafür tun, über den Kampf ins Spiel zu kommen und unseren Fans und uns den Derbysieg zu schenken!“ – wobei auch hinter dem Trainer selbst ein winziges Fragezeichen steht. Nicht wegen seiner Erkältung, sondern weil sein drittes Kind den errechneten Geburtstermin verstreichen ließ. Und dass es sich just die klassische Eishockeyzeit am Freitagabend aussucht, um das Licht der Welt zu erblicken, ist zumindest nicht ganz auszuschließen – bei dem Vater.

Am Sonntag gastieren die Starbulls Rosenheim im Rahmen des 17. Spieltags beim Tabellenfünften in Peiting. Beide bisherigen Saisonvergleiche (4:0 zuhause, 5:3 auswärts) konnten die Grün-Weißen für sich entscheiden. Doch Peiting hat viel Qualität im Kader und ist im Aufwind. Die Mannschaft gewann zuletzt dreimal in Folge und landete in den vergangenen beiden Heimspielen deutliche 6:2-Erfolge gegen die auf dem zweiten und dritten Tabellenplatz stehenden starken Mannschaften aus Deggendorf und Selb. Den Starbulls steht also eine äußerst anspruchsvolle Sonntagsaufgabe bevor. Spielbeginn in Peiting ist um 18 Uhr.

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