Derby in Rosenheim vor Top-KulisseStarbulls empfangen Landshut

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Das traditionsreiche Derby ist gleichzeitig Spitzenspiel, und die Vorzeichen deuten auf eine herausragende Kulisse hin, vor der sich die ambitionierten Teams von der Mangfall und von der Isar zum sechsten und letzten Mal in dieser Spielzeit vor den am 9. März beginnenden Playoffs duellieren werden. Am Sonntag gastieren die Starbulls dann um 18 Uhr beim EC Peiting.

Der etwas unausgewuchtete Spielplan beschert den Starbulls Rosenheim am anstehenden Halbzeitwochenende der Meisterrunde gleich die Rückspiele des vergangenen Wochenendes. Und da haben die Starbulls im Hinblick auf das Duell mit dem EV Landshut etwas gut zu machen. 3:2 führten sie am vergangenen Freitag noch Mitte des letzten Drittels durch Tore von Michael Baindl, Fabian Zick und Chase Witala, hatten gegen einen zunehmend ratlos wirkenden Gegner das 4:2 auf dem Schläger, um dann aber klassisch ausgekontert zu werden. Vier Gegentore binnen sechs Minuten, die zum Teil gar nicht mal zwingenden Abschlüssen entsprangen, mündeten in einer fast surreal anmutenden 6:3-Niederlage. Zu allem Überfluss bekam Rosenheims Offensiv-Routinier Michael Fröhlich in der Schlussphase auch noch einen heftigen Check ab, der ihn nun im Rückspiel zum Aussetzen zwingt.

Verzichten muss Starbulls-Coach Manuel Kofler auch weiterhin noch auf Teamkapitän Tobias Draxinger. Von seiner Verletzung wiedergenesen, zögert nun eine Erkältung das Comeback des Verteidigers unnötig hinaus. Ebenfalls nicht im Kader steht der finnische Stürmer Petri Lammassaari, der in der kommenden Woche wieder ins Training einstiegen will. Doch auch ohne die genannten Spieler sind die Starbulls stark genug, um im Derby zu punkten und die Tabellenführung zu verteidigen. „Die Mannschaft ist heiß, will sich vor großer Heimkulisse unbedingt für die unnötige Niederlage in Landshut revanchieren und brennt regelrecht auf das erste Bully am Freitag“ verrät Kofler, der wie seine Mannschaft natürlich auch das dritte Heimspiel gegen den niederbayerischen Rivalen gewinnen will, nachdem an der Isar nun dreimal der EVL das bessere Ende für sich hatte. Mithelfen dazu will und muss natürlich auch Lukas Steinhauer, der im Derby das Rosenheimer Tor hüten wird. Sein Backup am Freitag ist Luca Endres.

Landshuts Trainer Axel Kammerer kann personell momentan aus dem Vollen schöpfen, hat auf alle Fälle auch die Option, mit vier komplette Sturmreihen zu agieren. Die Qual der Wahl hat er lediglich im Hinblick auf die drei spielfitten Importspieler, von denen nur zwei eingesetzt werden dürfen. In den letzten Spielen gab Kammerer den Stürmern David Wrigley und Viktor Lennartson den Vorzug gegenüber Verteidiger Devon Krogh. Und Lennartson – der Schwede kam als Nachverpflichtung vom Zweitligisten Lausitzer Füchse an die Isar –, der zuvor in drei Spielen torlos geblieben war, dankte es mit zwei Treffern. Ihn sollte die Rosenheimer Defensive ganz besonders im Fokus haben.

Die Kartennachfrage für das Derby am Freitag ist gewaltig. Der Sitzplatzbereich ist bereits ausverkauft. Stehplatzkarten zum Preis von 13 Euro (ermäßigt 9 bzw. 6 Euro) sind natürlich noch erhältlich und werden auch an den ab 17:30 Uhr öffnenden Tageskassen in ausreichender Zahl verfügbar sein. Mit einer ähnlich starken Kulisse wie beim ersten Aufeinandertreffen der Derbyrivalen am 1. Oktober, als 4.753 Zuschauern live im emilo-Stadion den Rosenheimer 3:1-Sieg sahen, ist aber durchaus zu rechnen. Um Parkplatzengpässen und Wartezeiten an den Eingängen aus dem Weg zu gehen, empfiehlt sich eine frühzeitige Anreise.

Am Sonntag gastieren die Starbulls zum insgesamt achten von 14 Meisterrundenspielen beim EC Peiting. Spielbeginn im „gallischen Dorf“, wie Peiting vom ECP selbst tituliert wird, ist um 18 Uhr. Am vergangenen Sonntag gewannen die Grün-Weißen im emilo-Stadion gegen den gleichen Gegner ungefährdet mit 7:2. Allerdings ist Peiting auf eigenem Eis ein ganz anderes Kaliber, landete in der heimischen kleinen Halle mit der ganz besonderen Atmosphäre teils hohe Siege gegen die Topmannschaften der Liga. Erst am vergangenen Freitag bekamen das die starken Selber Wölfe zu spüren, als sie völlig chancenlos 4:1 verloren. Außerdem dürfte Peiting-Coach Sebastian Buchwieser wieder die ein oder andere personelle Alternative mehr haben, als dies am letzten Sonntag in Rosenheim der Fall war. Zudem ist es für den ECP am Sonntag die wohl letzte Chance, mit einem Heimdreier noch einmal zu einem realistischen Angriff auf den begehrten, weil Heimrecht in der ersten Playoff-Runde vorhaltenden Tabellenplatz vier zu blasen.

Aus den beiden bisherigen Auswärtsvergleichen mit dem EC Peiting in dieser Spielzeit steht für die Starbulls ein 5:3-Sieg und eine 2:8-Niederlage zu Buche. Bei Letzterer musste ab Anfang des zweiten Drittels Stürmer Michael Baindl das Tor eines stark ersatzgeschwächten Teams hüten. An dieses denkwürdige Spiel vom 26. November 2017 wollen die Starbulls am Sonntag natürlich nicht anknüpfen, sondern sich lieber an das Erinnern, was an gleicher Stelle am 18. April 2010 passierte: Ein 3:2-Auswärtssieg bescherte den Starbulls die Oberligameisterschaft und den Aufstieg in die DEL2.

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