Der VER knackt die „Buam“Selber Wölfe

Der VER knackt die „Buam“Der VER knackt die „Buam“
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Die Wölfe mussten gestern neben Heilmann auch auf Hördler (Schulterprellung) verzichten. Aber auch der amtierende Oberligameister aus Bad Tölz, bei dem es in dieser Saison ohnehin noch nicht rund läuft, hatte zahlreiche Ausfälle zu verzeichnen. Und so war im ersten Drittel auf beiden Seiten wenig Berauschendes zu sehen. Zumindest vom Spielverlauf war es zunächst so wie fast immer, wenn die Tölzer „Buam“ in Selb antreten. Die Hausherren hatten etwas mehr Spielanteile, das erste Tor aber erzielten in der achten die Gäste. Bis dahin vergaben die Wölfe bereits zwei Überzahlspiele. Beide Male saß Ketterer auf der Strafbank. Und als der den Einheimischen Schütt unnötig mit dem Kopf gegen die Bande checkte und ein drittes Mal in die Kühlbox musste, gelang den Holden-Schützlingen durch Geisberger der Ausgleich. Allerdings musste Schütt mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in die Kabine. In der Folge hatten die Selber zwar wesentlich mehr Scheibenbesitz, machten sich das Leben durch viele Passfehler aber selbst schwer.

In der Anfangsphase des zweiten Drittel waren die Strafbänke gut gefüllt, doch trotz mehr Platz auf dem Eis wurde das Spiel zunächst nicht wirklich besser. Zumindest auf den Rängen kam aber nun mehr Stimmung auf. Und als es die Gäste mit ihrem Körpereinsatz immer mehr übertrieben, bestraften es die VER-Spieler auf ihre Weise. Ein 5:3-Überzahlspiel schloss Mudryk in der 28. Minute zum 2:1-Führungstreffer ab. Nur zwei Minuten später bediente Meier seinen Kapitän Schadewaldt, der den Puck zum 3:1 ins Dreieck donnerte. Nun hatten die Wölfe endlich die Sicherheit, die sie so lange vermissen ließen. Moosberger verpasste in der 34. Minute nur knapp das 4:1. Das besorgte dafür Geisberger, der den nun etwas resignierenden Löwen damit fast schon den Zahn zog.

Im Schlussdrittel waren die Gäste zwar nochmals um den Anschluss bemüht, doch die Hausherren spielten routiniert und konzentriert ihr Pensum herunter. In der 47. Minute schien sogar das 5:1 fällig. Nach Mudryks Schuss zeigte der souverän leitende Schiedsrichter Noeller bereits Tor an, nahm diese Entscheidung nach Rücksprache mit seinen Linienrichtern aber wieder zurück. Am Ende war es ein verdienter Sieg für die Wölfe, die den Altmeister damit erstmals seit dem Wiederaufstieg in die Oberliga vor heimischer Kulisse in die Knie zwangen.

Gäste-Trainer Florian Funk nahm die Niederlage mit Größe. „Wir waren insgesamt zu harmlos und hatten viel zu viele Strafzeiten.“ Bedingt durch die vielen fehlenden Spieler habe er auf ein Drei-Blöcke-System umstellen müssen. „Und das ist nicht unser Spiel.“ VER-Coach Cory Holden sprach seiner Mannschaft ein Kompliment aus. „Sie hat, wie schon am Freitag in Freiburg, wieder alles gegeben. Gegen Bad Tölz ist es immer schwer. Die laufen und checken viel.“

Am kommenden Wochenende sind die Wölfe nur einmal im Einsatz. Am Sonntag geht es zum EHC Klostersee.


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