Der TSV Peißenberg will zurückschlagenSerie des EHC Waldkraiburg geht weiter

(Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)(Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)
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Die Industriestädter werden sich in den kommenden Partien warm anziehen dürfen – und das liegt ausnahmsweise nicht an den aktuellen Temperaturen. Peißenberg wird nach den zwei Niederlagen zum Auftakt nämlich hochmotiviert sein und möchte bestimmt auch einige sinnfreie Unterstellungen aus der Welt räumen. In einigen Kanälen wurde zuletzt bereits spekuliert, dass bei den Eishacklern die notwendige, letzte Entschlossenheit fehlt, in den Duellen mit den Löwen im Viertelfinale. Der Sieger der Serie und damit ins Halbfinale Vorrückende spielt im kommenden Jahr bekanntlich in der Oberliga und manche „Experten“ glaubten, dass Peißenberg eigentlich gar nicht aufsteigen wolle- und das nur, weil Eishackler-Boss Norbert Ortner in einem Interview mit dem „Münchner Merkur“ sagte, dass man sich in Sachen Aufstieg – sofern man es sportlich schaffe – „auf kein Himmelfahrtskommando begeben“ und weiterhin das Konzept, mit einheimischen Spielern den größtmöglichen Erfolg haben zu wollen, verfolgen werde. Anstatt also einen klugen Funktionär im oft von Realitätsverlust geprägten deutschen Eishockey für so viel Weitsicht zu beglückwünschen, wurde eher bemängelt, dass er nicht den Aufstieg als klares Ziel ausgab. Leidtragende könnten am Ende die Waldkraiburger Löwen sein, denn jetzt werden die Eishackler in den nächsten Spielen alles tun, diese Meldungen mit bestmöglicher Leistung aus der Welt zu schaffen. „Das sind dumme Gerüchte und haben nichts mit dem zu tun, was Peißenberg in den bisherigen Spielen abgeliefert hat“ erklärte Löwen-Coach Rainer Zerwesz vor dem Spiel. „Die geben Vollgas und liefern uns einen richtig, richtig harten Kampf, genauso wie das im Vorfeld zu erwarten war“, so Zerwesz weiter. „Wir müssen auf uns schauen und auch in den nächsten Spielen von der ersten Minute an bereit sein, denn ich kann mir schon vorstellen, dass sie jetzt nochmals versuchen, eine Schippe draufzulegen und 110 Prozent geben werden.“ Schließlich ist das Spiel am Freitag in Peißenberg schon so etwas, wie die letzten Chance: „Die werden richtig hart kommen und uns extrem viel abverlangen. Denn wenn sie verlieren, wird es schwer“, schätzt Waldkraiburgs Trainer die Lage ein.

In den beiden ersten Partien waren es Kleinigkeiten, die das Pendel in Richtung der Löwen ausschlagen ließ und ähnlich wird es bestimmt auch in den kommenden Spielen. Defensiv wach sein und kompakt stehen, gleichzeitig vor dem Tor die nötige Kaltschnäuzigkeit und Effektivität haben- wie Tomas Rousek in den letzten Begegnungen. Drei der vier Waldkraiburger Treffer erzielte der Tscheche bisher im Playoff-Viertelfinale, und das nach den neun Toren in den zehn Spielen der Verzahnungsrunde. „Tomas ist aktuell gut drauf, aber nicht nur er. Die gesamte Mannschaft arbeitet sehr konzentriert und genauso müssen wir weitermachen“, weiß Rainer Zerwesz. Der Klassenerhalt in der Oberliga Süd ist das große Ziel der Löwen und dafür gilt es, alle verfügbaren Kräfte zu bündeln.

Personell kann Zerwesz aus den Vollen schöpfen, denn bis Mittwoch gab es keine Verletzten im ohnehin dünn besetzten Waldkraiburger Kader. Kapitän Max Kaltenhauser ist fit und sonst hat man eine in dieser Saison eher ungewöhnliche Situation: „So voll war die Kabine selten – ist zwar immer noch genug Platz, aber dass mal wirklich niemand verletzt ist, ist neu – hoffentlich ändert sich das nicht mehr kurzfristig.“

Der EHC Waldkraiburg ist aktuell seit sechs Spielen in Serie ohne Niederlage, von daher schwappt die Eishockey-Euphorie-Welle wieder durch die Industriestadt. Für den nach Peißenberg geplanten Fanbus sind noch wenige Plätze frei, bis Mittwochabend muss er voll sein. Entsprechend kann man sich weiterhin anmelden: Per E-Mail an [email protected], via Direkt-Nachricht bei Facebook, oder auf der Geschäftsstelle in der Raiffeisen Arena. Treffpunkt am Freitag zum Auswärtsspiel ist um 16.15 Uhr am Parkplatz vor der Arena, um 16:30 Uhr geht es los. Der Preis wird je nach Teilnehmerzahl zwischen 13 und 17 Euro liegen und auch Rainer Zerwesz hofft auf entsprechende Unterstützung: „Wenn unsere Fans dabei sind, dann sind Auswärtsspiele immer etwas Besonderes. Wir würden uns sehr freuen, wenn der Bus zustande kommt und wir in Peißenberg auf unsere Löwen-Anhänger zählen können.“

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