Der Tag der RevancheSelber Wölfe

Der Tag der RevancheDer Tag der Revanche
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Rückblick: Am 13. Oktober war der VER Selb als Favorit und mit 800 Fans zum ersten Derby seit dem Bayreuther Aufstieg in die Wagnerstadt gereist. Das Ergebnis ist bekannt: Mit 3:2 hat sich der Neuling durchgesetzt und für Katzenjammer bei den Wölfen gesorgt. Was damals noch keiner ahnen konnte: Die Niederlage war heilsam für die Selber, die in der Folge in 14 Spielen 13 Siege feierten, auf Tabellenplatz eins vorstürmten – und am Freitag (20 Uhr) erneut als großer Favorit gegen die Tigers antreten. Dieses Mal aber in der heimischen, mit 3922 Zuschauern restlos ausverkauften Netzsch-Arena. Und dort gingen die Wölfe in dieser Saison in allen zehn Spielen als Sieger vom Eis – mit der Optimalausbeute von 30 Punkten.

Im Lager des VER Selb wird das Derby als „Tag der Revanche“ ausgerufen. „Jeder Spieler weiß jetzt, was es heißt, ein Derby gegen Bayreuth zu spielen“, sagt Kapitän Christopher Schadewaldt, der sich noch allzu gut an die Reaktionen der eigenen Anhänger nach der Hinspielniederlage erinnert. Und dies nicht unbedingt noch einmal erleben muss. „Wir werden heute wieder die alte Derby-Schule auspacken. Es könnten also die Fetzen fliegen“, verspricht Schadewaldt eine ganz andere Körpersprache als vor acht Wochen. Auch Dennis Schiener, einer der Youngster im VER-Team, freut sich diebisch auf Freitagabend. „Solche Spiele vor einer solchen Kulisse sind immer etwas Besonderes. Die Stimmung wird uns noch einmal einen Extra-Push geben.“ Dass auch dem 22-jährigen Eigengewächs das 2:3 in Bayreuth noch im Magen liegt, versteht sich von selbst. Schieners größter Wunsch: „Wir müssen dieses Mal mindestens ein Tor mehr schießen.“

Der Selber Trainer Cory Holden glaubt, dass sich vieles im Kopf abspielen wird. „Wir müssen das Derby wie ein Play-off-Spiel angehen. Jeder Spieler muss bereit sein, 110 Prozent zu geben.“ Das sei im Hinspiel nur bei Bayreuth der Fall gewesen. „Wir hatten damals nicht den besten Tag. Aber heute müssen wir den Sieg mehr wollen“, packt Holden seine Spieler an der Ehre.

Auch bei den Tigers freut man sich nicht nur wegen der kurzen Anreise auf das heutige Spiel. „Es ist das bedeutendste Derby der Liga und ein einmaliges Erlebnis“, sagt Sergej Waßmiller, Trainer des EHC Bayreuth. Extramotivation für die Spieler leisten? Fehlanzeige. „Die kommt vor dieser Partie von alleine. Die Jungs sind heiß und wollen unbedingt gewinnen“, erklärt der Coach. In Bayreuth hat man natürlich auch vernommen, dass sich in Selb die Befürchtung breitmacht, dass ausgerechnet der Erzrivale den Wölfen die erste Heimpleite der Saison beibringen könnte. Ist diese Angst ein Trumpf, auf den Waßmiller setzt? Eher nicht. „Wir müssen auf uns schauen. Spekulationen bringen uns nicht weiter, deshalb denke ich überhaupt nicht darüber nach, ob der eine oder andere Selber die Hose voll hat oder nicht“, sagt der 43-Jährige.

Waßmiller weiß, dass seine Tigers in der Porzellanstadt einen optimalen Tag erwischen müssen, um etwas Zählbares mitzunehmen. „Der VER ist in absoluter Topform, die bisher gezeigte Leistung ist beeindruckend.“ Der EHC-Trainer ist aber auch selbstbewusst. Schon im Vorfeld aufgeben? Keinesfalls. „Wir sind auch kein schlechtes Team und fahren nicht nach Selb, um die Punkte dort zu lassen“, betont er.

Der EHC Bayreuth hat derzeit auch allen Grund, sich selbstbewusst zu präsentieren. Nach 20 Partien stehen die Tigers auf Rang fünf der Oberliga-Tabelle, der Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Rang beträgt bereits zehn Punkte (bei einem Spiel weniger).

Personell können beide Teams nicht aus dem Vollen schöpfen. Bei den Wölfen fehlen die Defensivkräfte Dennis Schütt (Schulterverletzung) und Tim Schneider (Knieverletzung), die beide noch gut sechs Wochen ausfallen. Ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von David Hördler (krank). Ronny Schneider und Ricco Warkus stehen wieder zur Verfügung. Die Tigers müssen weiter auf ihre Langzeitverletzten Florian Müller, Marcel Juhasz und Tom Pauker verzichten.

Großer Polizeieinsatz

Auf ein großes Aufgebot an Polizeibeamten müssen sich die Besucher des Eishockey-Derbys einstellen. Für normale Spiele werden in der Regel ausschließlich Beamte aus Selb eingesetzt. „Für uns ist dieses Derby aber ein sogenanntes Risikospiel“, sagt der Leiter der Polizeiinspektion Selb, Rudi Hohenner. „Wir müssen uns für dieses Spiel besonders vorbereiten.“ Deshalb werde Unterstützung von der Bereitschaftspolizei Nürnberg und einem Einsatzzug aus Hof angefordert. Wieviele Beamte eingesetzt werden, bleibt ein Geheimnis. Die Aufgaben der Polizei würden mit der Anreise der Anhänger beginnen. „Wir regeln den Verkehr und passen auf, dass der Eingang der verschiedenen Fangruppen in das Stadion ordentlich funktioniert.“ Gemeinsam mit dem VER-Sicherheitsdienst werden die Beamten ein Auge darauf werfen, dass keine unerlaubten Gegenstände in die Halle mitgenommen werden. „Wir schauen vor allem auf Pyrotechnik“, kündigt Hohenner an.

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