Der erste Schritt ins HalbfinaleSelber Wölfe

Der erste Schritt ins HalbfinaleDer erste Schritt ins Halbfinale
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Tolle Kulisse, prächtige Stimmung und zwei Mannschaften, die um jeden Zentimeter auf dem Eis kämpften: Das mit Spannung erwartete Auftaktspiel der Viertelfinalserie hielt fast alles, was es versprochen hatte. Nach einem ersten Selber Überzahlspiel, das wirkungslos verpuffte, übernahm der EV Regensburg die Initiative und zeigte mehr Zug zum Tor. Vor allem die gefürchtete Star-Reihe wirbelte zehn Minuten lang nach Belieben.

Die Gäste nutzten auch gleich ihre erste Powerplay-Situation zur Führung. Torjäger Oakley beförderte die Scheibe zwischen Pfosten und VER-Keeper Suvelo ins Netz. Nur eine Minute später waren die Wölfe erneut mit einem Spieler weniger auf dem Eis - und wieder schlug die stärkste Überzahlmannschaft der Liga zu. Die Hausherren brachten den Puck nicht aus dem eigenen Drittel, und der 20-jährige Hegner vollendete abgebrüht zum 0:2. Die etwa 800 Regensburger Anhänger waren aus dem Häuschen.

Der VER Selb wirkte bis dahin gehemmt vor der großen Kulisse, kreierte kaum eigene Möglichkeiten. Bis zur zwölften Minute. In Überzahl wartete Schmid geschickt ab mit seinem Schuss und fand die Lücke. Nun waren die Wölfe im Spiel und kamen durch Maaßen fast zum Ausgleich. Aber auch Regensburg blieb brandgefährlich. Zwei Mal musste Suvelo gegen Stähle und Stieler in höchster Not retten.

Im zweiten Drittel übernahmen die Hausherren mehr und mehr das Kommando. Der VER störte nun früh, spielte aggressiver. Und das behagte den Regensburger nicht so recht. Die erste Selber Drangperiode beendete nach 25 Minuten der Schiedsrichter, der in einer harten, aber nicht unfairen Begegnung viel zu schnell mit Strafzeiten zur Stelle war. Die Unterzahl überstanden die Hausherren dieses Mal aber unbeschadet - und hatten zwei Minuten später dann selbst einen Mann mehr auf dem Eis. Prompt gelang der Ausgleich. Nach einem scharfen Pass von Schütt bekam Oldie Heilman seinen Schläger gerade noch so an die Scheibe, die am verdutzten Gäste-Keeper Cinibulk vorbei ins Regensburger Tor segelte.

Die Netzsch-Arena erzitterte nun in ihren Grundmauern. Und sie wäre wohl eingefallen, wenn Pauker nur eine Minute später etwas mehr Schussglück gehabt hätte. Der junge Selber vernaschte Schütz und umkurvte auch Cinibulk, konnte den Puck vor dem Tor aber nicht mehr kontrollieren. Einmal mehr Alarmstufe eins für die Hausherren gab es in der 34. Minute. Nach einem Konter der Gäste konnte Schreier von Hendrikson nur auf Kosten einer Strafzeit gebremst werden. Die zwei Minuten in Unterzahl überstand der VER aber mit Glück und Geschick.

Im Schlussabschnitt drängten die Selber vehement auf die Führung. Regensburg zog sich zurück, lauerte nur noch auf Konter. Belohnt wurde die aktivere Mannschaft: In der 49. Minute traf Geisberger zum 3:2 für die Wölfe. Die hatten durch Pauker (50.) und Schmid (52.) noch zwei gute Möglichkeiten zur Vorentscheidung, ehe Regensburg zur Schlussoffensive blies. Dramatik pur in den letzten beiden Minuten, als die Gäste den Torwart vom Eis nahmen und VER-Stürmer Heilman auf die Strafbank musste. Doch die Wölfe kämpften wie die Löwen und trafen 19 Sekunden vor dem Ende durch Schadewaldt ins leere Tor zum 4:2. Der Jubel auf den Rängen war grenzenlos.

Tore: 0:1 (7.)Oakley (Stähle, Noe/5-4), 0:2 (10.) Heger (Stähle/5-4), 1:2 (12.) Schmid (Schütt/5-4), 2:2 (27.) Heilman (Schütt, Hördler/5-4), 3:2 (49.) Geisberger (Piwowarczyk), 4:2 (60.) Schadewaldt (ENG). Strafen: Selb 14, Regensburg 14. Zuschauer: 3446.

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