Der erste Schritt ins HalbfinaleSelber Wölfe

Der erste Schritt ins HalbfinaleDer erste Schritt ins Halbfinale
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Tolle Kulisse, prächtige Stimmung und zwei Mannschaften, die um jeden Zentimeter auf dem Eis kämpften: Das mit Spannung erwartete Auftaktspiel der Viertelfinalserie hielt fast alles, was es versprochen hatte. Nach einem ersten Selber Überzahlspiel, das wirkungslos verpuffte, übernahm der EV Regensburg die Initiative und zeigte mehr Zug zum Tor. Vor allem die gefürchtete Star-Reihe wirbelte zehn Minuten lang nach Belieben.

Die Gäste nutzten auch gleich ihre erste Powerplay-Situation zur Führung. Torjäger Oakley beförderte die Scheibe zwischen Pfosten und VER-Keeper Suvelo ins Netz. Nur eine Minute später waren die Wölfe erneut mit einem Spieler weniger auf dem Eis - und wieder schlug die stärkste Überzahlmannschaft der Liga zu. Die Hausherren brachten den Puck nicht aus dem eigenen Drittel, und der 20-jährige Hegner vollendete abgebrüht zum 0:2. Die etwa 800 Regensburger Anhänger waren aus dem Häuschen.

Der VER Selb wirkte bis dahin gehemmt vor der großen Kulisse, kreierte kaum eigene Möglichkeiten. Bis zur zwölften Minute. In Überzahl wartete Schmid geschickt ab mit seinem Schuss und fand die Lücke. Nun waren die Wölfe im Spiel und kamen durch Maaßen fast zum Ausgleich. Aber auch Regensburg blieb brandgefährlich. Zwei Mal musste Suvelo gegen Stähle und Stieler in höchster Not retten.

Im zweiten Drittel übernahmen die Hausherren mehr und mehr das Kommando. Der VER störte nun früh, spielte aggressiver. Und das behagte den Regensburger nicht so recht. Die erste Selber Drangperiode beendete nach 25 Minuten der Schiedsrichter, der in einer harten, aber nicht unfairen Begegnung viel zu schnell mit Strafzeiten zur Stelle war. Die Unterzahl überstanden die Hausherren dieses Mal aber unbeschadet - und hatten zwei Minuten später dann selbst einen Mann mehr auf dem Eis. Prompt gelang der Ausgleich. Nach einem scharfen Pass von Schütt bekam Oldie Heilman seinen Schläger gerade noch so an die Scheibe, die am verdutzten Gäste-Keeper Cinibulk vorbei ins Regensburger Tor segelte.

Die Netzsch-Arena erzitterte nun in ihren Grundmauern. Und sie wäre wohl eingefallen, wenn Pauker nur eine Minute später etwas mehr Schussglück gehabt hätte. Der junge Selber vernaschte Schütz und umkurvte auch Cinibulk, konnte den Puck vor dem Tor aber nicht mehr kontrollieren. Einmal mehr Alarmstufe eins für die Hausherren gab es in der 34. Minute. Nach einem Konter der Gäste konnte Schreier von Hendrikson nur auf Kosten einer Strafzeit gebremst werden. Die zwei Minuten in Unterzahl überstand der VER aber mit Glück und Geschick.

Im Schlussabschnitt drängten die Selber vehement auf die Führung. Regensburg zog sich zurück, lauerte nur noch auf Konter. Belohnt wurde die aktivere Mannschaft: In der 49. Minute traf Geisberger zum 3:2 für die Wölfe. Die hatten durch Pauker (50.) und Schmid (52.) noch zwei gute Möglichkeiten zur Vorentscheidung, ehe Regensburg zur Schlussoffensive blies. Dramatik pur in den letzten beiden Minuten, als die Gäste den Torwart vom Eis nahmen und VER-Stürmer Heilman auf die Strafbank musste. Doch die Wölfe kämpften wie die Löwen und trafen 19 Sekunden vor dem Ende durch Schadewaldt ins leere Tor zum 4:2. Der Jubel auf den Rängen war grenzenlos.

Tore: 0:1 (7.)Oakley (Stähle, Noe/5-4), 0:2 (10.) Heger (Stähle/5-4), 1:2 (12.) Schmid (Schütt/5-4), 2:2 (27.) Heilman (Schütt, Hördler/5-4), 3:2 (49.) Geisberger (Piwowarczyk), 4:2 (60.) Schadewaldt (ENG). Strafen: Selb 14, Regensburg 14. Zuschauer: 3446.


Du willst die wichtigsten Oberliga-News, Spielpläne und Live-Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die Hockeyweb-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple​  und Android​.
Nach fünf Jahren zurück aus Bad Tölz
Tyler McNeely zurück bei den Starbulls Rosenheim

​Der erste Neuzugang für die Starbulls Rosenheim steht fest und es ist kein Unbekannter: Der 35-jährige Tyler McNeely wechselt von den Tölzer Löwen nach fünf Jahren ...

Offensivpower mit DEL-Erfahrung
Luca Gläser schließt sich den Blue Devils Weiden an

​Die Blue Devils Weiden nehmen einen weiteren Stürmer für die nächsten zwei Jahre unter Vertrag. Luca Gläser wechselt von den Eispiraten Crimmitschau nach Weiden. Mi...

Turnier und acht weitere Spielen
Vorbereitungsprogramm des Deggendorfer SC steht

​Für den Deggendorfer SC geht es schon im August wieder zu Testspielen aufs Eis. Zwischen dem 20. August und 18. September 2022 stehen acht Vorbereitungsspiele und d...

Stürmer kommt vom Rivalen aus Memmingen
EV Lindau Islanders verpflichten Marc Hofmann

​In den vergangenen Jahren bedienten sich die ECDC Memmingen Indians regelmäßig am Kader der EV Lindau Islanders. Nun drehten die Inselstädter einmal den Spies um un...

Verteidiger kommt zurück in die Heimat
Thomas Schmid wechselt zum SC Riessersee

​Peißenberg, Bad Tölz, Füssen, Braunlage, Dresden, Memmingen, Deggendorf, Peiting, Erfurt, Garmisch-Partenkirchen. Thomas Schmid ist bereits viel rumgekommen in Eish...

Selb, Crimmitschau und Herne sind zu Gast
Deggendorfer SC veranstaltet den Niemeier-Haustechnik-Cup

​Schon im August hat der Deggendorfer SC ein echtes Highlight für alle Eishockeyfans zu bieten. Vom 26. bis 28. August 2022 werden neben den Gastgebern aus Niederbay...

Stürmer kommt aus Amberg
Höchstadt Alligators verpflichten Leon Hartl

​Die Höchstadt Alligators geben den nächsten Neuzugang bekannt: Stürmer Leon Hartl kommt aus Amberg in den Aischgrund....

Personalplanung der Black Hawks
Passau verlängert Verträge mit Jonas Franz und Levin Vöst

​Jonas Franz und Levin Vöst werden auch in der Saison 2022/23 das Trikot der Passau Black Hawks tragen....

AufstiegsplayOffs zur DEL2