Der Bundestrainer verteilt die BestnoteSelber Wölfe

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Ob nun die Spiele selbst, die Unterkunft, die Verpflegung oder die Bustransfers: „Das hatte alles sehr hohen Standard. Wir wurden drei Tage lang regelrecht hofiert“, verteilte der 33-Jährige, der 2002 mit den Kölner Haien Deutscher Meister geworden ist, nur Bestnoten für den Eishockeystandort Selb. „Uns hat es sehr gut gefallen.“ Worte, die Turnierorganisator Dr. Andreas Golbs und seinen Helfern sicherlich runtergehen wie Öl.

Auch sportlich zog Hinterstocker ein positives Fazit – auch wenn es für seine Mädchen hinter Russland und Tschechien nur zu Platz drei gereicht hat. „Ich bin sehr zufrieden. Es war es für uns das erste internationale Turnier in diesem Jahr. Und viele unserer Spielerinnen stehen derzeit in noch keinem geregelten Spiel- und Trainingsbetrieb.“

Nach dem sehr guten Start gegen Österreich (4:0) hat die neuformierte deutsche Mannschaft zwar gegen Tschechien (0:6) und Russland (1:7) zwei deutliche Niederlagen einstecken müssen, aber auch gegen diese übermächtigen Nationen lange gut mitgehalten. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Ich habe viele gute Sachen gesehen, einiges gibt es aber natürlich auch noch zu verbessern“, sagte Hinterstocker in Bezug auf die Ende März in Füssen stattfindende Weltmeisterschaft.

Für die Mädchen ist es natürlich immer etwas Besonderes, das deutsche Nationaltrikot zu tragen. Noch dazu, wenn sie es in der Heimatstadt über das Eis fahren dürfen – wie Maria Golbs. Die 16-Jährige, die beim VER Selb in der Jugend stürmt, war mächtig stolz auf ihre Einsätze. „Das ist natürlich schön, in der Heimat spielen zu können. Und es hat auch richtig Spaß gemacht.“ Woran auch die beiden Niederlagen nichts ändern konnten. „Diese Ergebnisse sagen nicht alles über die Spiele aus. Wir haben richtig gut gekämpft und teilweise auch gut mitgespielt.“ Ob auch der Papa als Organisator und aufmerksamer Beobachter auf der Tribüne zufrieden war? „Ich hoffe es doch“, sagt Maria Golbs und lacht dabei. „Es ist ja wirklich alles sehr gut abgelaufen.“

Für die deutschen Mädchen – und auch Maria Golbs – steht Anfang Oktober in der Schweiz schon das nächste Turnier auf dem Programm. Dort will sich die Selberin ein weiteres Mal nachhaltig für die kommende Weltmeisterschaft empfehlen. Sie bleibt dabei aber bescheiden. „Es geht nur über Leistung. Und wir haben viele gute Spielerinnen in unserer Mannschaft.“

Nicht nur die Mädchen würden sich freuen, auch in einem Jahr wieder in Selb auflaufen zu dürfen. „Ich würde es ebenfalls sehr begrüßen“, sagt U18-Nationaltrainer Benjamin Hinterstocker.