Déjà-vu gegen Sonthofen für den EHC Waldkraiburg Löwen verlieren im Penaltyschießen

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„Ich muss erst mal bißchen runterkommen, denn ich bin heute absolut nicht zufrieden mit unserem Spiel“ erklärte ein sichtlich angefressener EHC-Coach Sebastian Wolsch nach der Partie. „Wir wollten von Beginn an druckvoll agieren, haben dann mit zwei Schüssen 2:0 geführt und dann aber total den Faden verloren. Wir nehmen Strafzeiten ohne Bedrängung, schießen die Scheibe in die Zuschauer, wir spielen Unterzahl in der die Spieler irgendwo hinfahren- das ist für mich unbegreiflich, da fehlen mir wirklich die Worte“ so Wolsch, der nun Betriebstemperatur bekam weiter. „Für mich war das Spiel heute sehr Niveau-arm, nicht oberligatauglich und wir brauchen uns nicht wundern, dass wir da unten stehen, wenn wir so auftreten. Wenn wir mal 60 Minuten konzentriert spielen würden, gewinnen wir- aber das können wir nicht“ erklärte er kritisch und kündigte an, weiter durchzugreifen, wie er es bereits am Freitag getan hatte, als zwei Spieler ab dem zweiten Drittel nicht mehr eingesetzt wurden: „Es gibt jetzt keine Ausreden mehr für die Spieler- wer keine Leistung bringt, der sitzt draußen, anders kann man das nicht machen.“ Beim nicht gerade erfolgsverwöhnten Publikum im Saal kam das natürlich an und wurde mit Applaus quittiert. Bleibt zu hoffen, dass es auch bei einigen Spielern ankommt, denn in dieser Situation muss man komplett zusammenstehen.

Doch was war zuvor geschehen: Die Älteren werden sich erinnern können, dass der EHC Waldkraiburg in den ersten Minuten eines Eishockeyspieles auch schon mal selbst ein Tor erzielt hat. Das sollte sich am Sonntag wiederholen, denn bereits nach 85 Sekunden machte Bobby Chaumont im vierten Spiel sein drittes Tor für die Löwen und stellte auf 1:0 (01:25). Nur vierzig Sekunden später konnten die Fans erneut jubeln, denn nun hatte Nico Vogl auf 2:0 erhöht (02:05) und sich damit hoffentlich auch den persönlichen Frust von der Seele geschossen. Sonthofen-Coach Martin Sekera nahm seine Auszeit und brachte seine Mannen wieder auf Kurs. Einen erfolgreichen, wie sich herausstellen sollte, denn nur gute sieben Minuten später hatte Fabian Voit mit einem Doppelschlag ausgeglichen (06:55 / 09:21). Damit aber noch nicht genug, für die leidgeprüften Waldkraiburger Anhänger: Ihre erste Überzahl wussten die Bulls direkt zu nutzen und so hatten sie nach gut 12 Minuten durch Lukas Slavetinsky die Partie gekippt und ein 0:2 in ein 3:2 aus Sicht der Gäste gedreht (12:02). Nun nahm auch Sebastian Wolsch seine Auszeit und auch diese Ansprache trug Früchte. Zwar ging es weiterhin munter hin und her, doch im zweiten Drittel waren es zunächst die Hausherren, die durch Kiril Galoha zum Ausgleich kamen (32:48). Franz Mangold zeigte den Löwen kurz drauf aber, wie man ein Powerplay abschließt und brachten die Gäste wieder in Front (38:33). Im Schlussabschnitt drängten die Löwen auf den erneuten Ausgleich, doch es dauerte bis in die 59.Minute, da ließ wie beim Hinspiel Michael Trox kurz vor Abpfiff, Kiril Galoha einen Strahl von der blauen Linie los, der im Netz einschlug und die Löwen in die torlose Verlängerung und dann das Penaltyschießen bringen würde (58:56). Hier ließen die Waldkraiburger aber ihre Chancen liegen und trafen nur einmal, Sonthofen traf dagegen zweimal und Jonas Schlenker erzielte dabei den wichtigsten Treffer- wie schon beim Hinspiel in Sonthofen entschied der 24-Jährige das Spiel damit zugunsten der Bulls.

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