Deggendorf muss bitteren Gang in die Abstiegsrunde antretenDeggendorfer SC

Deggendorf muss bitteren Gang in die Abstiegsrunde antretenDeggendorf muss bitteren Gang in die Abstiegsrunde antreten
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Großer Gewinner war der EV Füssen, der von Peiting keine allzu große Gegenwehr erwarten brauchte und noch auf Platz sieben kletterte. Groß der Jubel auch bei den Blue Devils in Weiden, die sich trotz Niederlage gegen Bad Tölz aufgrund des gewonnenen direkten Vergleiches mit den punktgleichen Deggendorfern (beide 50 Punkte) den begehrten letzten freien Play-off-Platz sicherten. Das Nachsehen hatte Deggendorf Fire, die sich nun in der Abstiegsrunde den unbequemen Mighty Dogs aus Schweinfurt und eben Erding gegenüberstehen und bereits am Dienstag nach Unterfranken reisen müssen.

Eines vorweg, die Chance an der Teilnahme an den Play-offs hat man nicht erst gestern vertan, auch wenn die Niederlage gegen die sich tapfer wehrenden Erdinger unnötig war. Fire-Coach Edi Uvira brachte es bei seinem Statement auf den Punkt. „Die Punkte, die uns fehlen, haben wir beispielsweise in Schweinfurt verschenkt, als wir lange mit zwei Toren Unterschied führten." Am Ende musste man bekanntlich nach langer Führung die Segel streichen, nicht das einzige Mal, in dem man eine sicher scheinende Zwei-Tore-Führung noch abgab. Nun geht es am Dienstag wieder in die Kugellagerstadt. Uvira sieht die Gegner psychologisch im Vorteil, „denn bei Schweinfurt und Erding haben in den letzten Wochen die Ergebnisse gepasst.“ Viele aus der Mannschaft „hätten auch noch nie gegen den Abstieg gespielt.“

Gestern spielte Fire jedenfalls nicht wie ein Absteiger und begann sehr druckvoll. Chance reihte sich an Chance, die beste hatte Christian Neuert, der nur um Zentimeter scheiterte. Keine zwei Minuten waren vorbei, als Christian Retzer mit einer Direktabnahme die Führung erzielte. Eine frühe Führung sollte eigentlich die Nerven beruhigen, doch Erding schlug im Powerplay zurück. War Sandro Agricola erst noch mit der Fanghand zur Stelle, konnte auch er den Ausgleich nicht vermeiden, als Erding durch Peipe den Puck in den Winkel zirkelte. Doch Fire machte weiter Druck, niemand unter den 839 Zuschauern – sofern Anhänger Deggendorfs – dachte zu diesem Zeitpunkt an ein Scheitern. Doch in der zwölften Minute kam die kalte Dusche, eine Sekunde vor Ablauf der Strafe für Nic Sochatsky rutschte dem ansonsten guten Agricola der Puck über die Fanghand und trudelte ins Tor. Der Rest des Drittels lässt sich auf einen einfachen Nenner bringen, denn trotz bester Chancen wollte der Puck einfach nicht reingehen. Entweder war noch ein Erdinger Stock dazwischen oder Goalie Ashton mit einer Mischung aus Glück und Können verhinderte den Ausgleich.

Gleiches Bild, anderes Drittel. Sogar aus einer 5:3-Überzahlsituation konnte Fire kein Kapital schlagen. Schembri, Neuert und Möhle, sie alle scheiterten in aussichtsreicher Position. Auch Stephan Stiebinger scheiterte nach einem Alleingang an Goalie Ashton und an seinen eigenen Nerven. Siebzehn Torschüsse wurden im Mitteldrittel gezählt, doch es sprang nichts Zählbares dabei heraus. Man musste bei den wenigen Kontern der Erdinger aber immer bangen, dass sich dieses Auslassen an Chancen nicht rächen würde. So hatte das 1:2 aus dem ersten Drittel Bestand und man wusste auf den Rängen, dass es in den letzten 20 Minuten ein Nervenspiel werden würde. Schnell war klar, dass durch den Sieg Füssens und der sich abzeichnenden Niederlage Weidens ein Punkt reichen würde, da man wegen des gewonnenen direkten Vergleichs die Füssener auf Platz achtverwiesen hätte.

Das gegnerische Tor schien auch im Schlussabschnitt wie vernagelt. Fortuna war an diesem Abend nicht mit Deggendorf im Bunde, den neben vielen klaren Chancen, die man ausließ, rettete auch der Pfosten mehrmals für Erding. So nahm das Unheil seinen Lauf, als Erding mit dem ersten vernünftigen Angriff im dritten Drittel nach einem Abpraller das 1:3 erzielte. Edi Uvira stellte von da an auf zwei Reihen um. Nach einer längeren Unterbrechung, Erdings Torhüter Ashton hatte Probleme mit seiner Ausrüstung, war Fire gleich wieder hellwach. Man schnürte Erding durch Pressing in ihrem Drittel ein und das Nachsetzen von Christian Retzer sollte belohnt werden. Sein Zuspiel verwertete Brandon McLaughlin zum Anschlusstreffer, die Zuschauer peitschten nun ihr Team weiter nach vorne, denn es musste der Ausgleich her und nur noch wenige Minuten waren zu spielen. Anscheinend war die Situation aber zu viel für die Spieler, denn es folgten zwei folgenschwere Wechselfehler. „Zu viele Spieler auf dem Eis“ und das kurz nacheinander. Erding nutzte dies sogar noch zum 2:4, ein Sich ins Herz der treuen Fire-Anhänger. Nach der Schlusssirene herrschte ungläubige Stille im weiten Rund, denn was niemand für möglich gehalten hatte, trat ein. Mit einem Punkt wäre man nach Selb gefahren, jetzt muss man gegen Schweinfurt und Erding den sportlichen Abstieg vermeiden.


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