Das war‘s! Passaus Saison ist vorbei

Passau auf dem Boden: Die Black Hawks sind aus den Play-offs ausgeschieden. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)Passau auf dem Boden: Die Black Hawks sind aus den Play-offs ausgeschieden. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Der Start in die Partie war aus Passauer Sicht verheißungsvoll mit einer schönen Chance für Ibo Weißleder, doch Löwen-Goalie Andreas Jenike zeigte sich wie gewohnt sicher und vereitelte den Treffer. Auch Passaus Torhüter Martin Cinibulk bekam in den ersten Minuten zu tun, als er einen Alleingang von Sedlmayr vereiteln musste. In der vierten Minute war es dann Yanick Dubé, bereits am Sonntag bester Akteur auf dem Eis, der mit einem Fernschuss in den Winkel die frühe Führung für die Hausherren markieren konnte. Die Black Hawks versuchten nun ihrerseits mehr Druck auf das Tor der „Buam“ auszuüben und das gelang auch. Martin Piecha und Jakub Wiecki scheiterten aber jeweils an Andreas Jenike. Erst nach rund 15 Minuten dann die erste Strafe gegen die Black Hawks. Martin Piecha musste wegen Stockschlags auf die Bank. Sofort waren die Löwen wieder in der gewohnt gefährlichen Powerplayformation und Martin Cinibulk hatte bei einem Schlagschuss von Kolacny Glück, dass der Puck noch vor der Linie liegen blieb. Doch dann machten sich die Löwen das Powerplay selbst zunichte. Erst erwischte es Sedlmayr und eine halbe Minute später noch Sternkopf. Damit Passau auf einmal in doppelter Überzahl und mit viel Zug zum Tor. Doch wieder schien das Tor wie vernagelt. Kapitän Thomas Vogl konnte den Puck genauso wenig an Jenike vorbeibefördern wie wenig später Andi Popp. Kurz vor der ersten Pause der nächste Aufreger. Peter Lindlbauer checkte Passaus Martin Rehthaler mit dem Kopf voran in die Bande, so dass dieser blutend liegen blieb und später mit Verdacht auf eine Schädelfraktur ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Schiedsrichter Ralph Bidoul schickte daraufhin Lindlbauer vorzeitig zum Duschen und beide Mannschaften in die Kabine.

Die gute Minute Spielzeit wurde unmittelbar vor dem zweiten Drittel nachgespielt, brachte aber trotz Passauer Überzahl keine nennenswerten Chancen. Immerhin hatte man zu Beginn des zweiten Drittels noch knapp vier Minuten im Powerplay. Wieder scheiterte Vogl nur knapp mit einem satten Schlagschuss. Die Löwen präsentierten dann wieder ihr aggressives Penaltykilling und konnten sich immer wieder aus der Passauer Umklammerung befreien. Die große Strafe war noch nicht abgelaufen, als Sedlmayr die nächste Strafe für die Tölzer hinnehmen musste. Kaum war aber Tölz wieder zu viert, da liefen die Hawks in einen folgenschweren Konter. Dubé passte auf Markus Ritschel und der ließ Cinibulk keine Chance. 0:2 in Unterzahl. Ebenfalls dann noch in Passauer Überzahl ein Penalty für die Löwen. Ein Passauer Verteidiger hatte Merl bei einem Konter von den Beinen geholt. Doch Martin Cinibulk hielt in gewohnter Manier den Strafschuss. So verstrich auch die nächste Überzahl der Hawks ungenutzt. Im fünf gegen fünf dann doch der Anschlusstreffer. Andi Popp zog von der blauen Linie ab und der Puck zappelte im Netz. Nur noch 1:2. Selbst eine Unterzahl, weil Stiebinger für zwei Minuten auf die Strafbank musste, überstanden die Hawks nun problemlos. Nach dem 1:3 durch Fischhaber in der 31. Minute wurde das Spiel ruppiger. Mit dem Treffer erhielt Basti Krämmer eine Disziplinarstrafe und es sollte für die Hawks noch schlimmer kommen. In der Folge häuften sich auf beiden Seiten die Disziplinlosigkeiten und Referee Bidoul hatte Schwierigkeiten, das Spiel nicht ausufern zu lassen. Die Folge waren etliche Strafen gegen die Black Hawks und die Löwen ließen sich nicht lange bitten. Drei Tore in Unterzahl besiegelten in der zweiten Hälfte des Drittels das Passauer Schicksal und die Habichte wurden mit einem uneinholbaren 1:6-Rückstand in die zweite Pause geschickt.

Dieser Spielstand bescherte dem jungen Christoph Zawatzky dann auch seine ersten 20 Minuten Play-off-Eishockey in der Oberliga. Allerdings hatte auch er wenig Glück. Nach nur 41 Sekunden holte sich Martin Piecha die nächste Strafzeit ab und im Powerplay schlug Tölz‘ Pfleger kompromisslos zu. Der Rest des Drittels ist schnell erzählt: Bad Tölz ließ den Puck laufen und probierte ein paar neue Varianten aus und den Black Hawks fehlten der Wille und die Fähigkeiten nochmals zurückzuschlagen. So blieb es dank der vier Powerplay-Tore beim hochverdienten Einzug der Löwen in die nächste Runde und die Habichte wurden wie von Florian Funk angekündigt in die Sommerpause  geschickt. Letztendlich haben sich die Passauer das frühe Aus selbst zuzuschreiben.  Die Niederlagenserie nach Weihnachten verhinderte eine bessere Ausgangssituation und damit auch einen versöhnlicheren Saisonabschluss.       

Tore: 1:0 (3:49) Yanick Dubé (Christoph Fischhaber), 2:0 (23:59) Markus Ritschel (Yanick Dubé, Christoph Fischhaber/4-5), 2:1 (25:39) Andreas Popp, 3:1 (30:46) Christoph Fischhaber (Christian Urban, Yanick Dubé), 4:1 (35:22) Franz Mangold (Leonhard Pföderl, Andreas Andrä/5-3), 5:1 (37:59) Yanick Dubé (Johannes Sedlmayr, Christian Kolacny/5-4), 6:1 (39:29) Franz Mangold (Leonhard Pföderl/5-4), 7:1 (41:47) Marco Pfleger (Christian Kolacny/5-4). Strafen: Bad Tölz 8 + 5 + Spieldauer (Lindlbauer), Passau 18 +10 (Krämmer) + 10 (Cinibulk). Zuschauer: 1285.

Stürmer zuletzt in Selb und Duisburg
Pavel Pisarik stürmt für die Black Hawks

​Am heutigen Freitag ging es dann ganz schnell. Die Passau Black Hawks und Angreifer Pavel Pisarik haben sich auf einen Vertrag für die Oberliga-Saison 2020/21 geein...

Weitere Vertagsverlängerug
Marco Pronath bleibt bei den Blue Devils Weiden

​Der Kader der Blue Devils Weiden wächst weiter: Nun hat auch Marco Pronath seinen Vertrag verlängert und geht ein weiteres Jahr für die Blue Devils aufs Eis. Seit s...

Kontingentspieler bleibt beim HEC
Milan Kostourek spielt weiterhin für die Höchstadt Alligators

​Er war wahrscheinlich die Überraschungsverpflichtung des Höchstadter ECs in der vergangenen Saison: Mit Milan Kostourek kam nach kurzer Zwischenstation in Erfurt Pe...

Zusätzlich Nachwuchstrainer
Dauerbrenner Lanny Gare bleibt bei den Selber Wölfen

​Trotz seines fortgeschrittenen Alters ist der 41-jährige Stürmer einer der Leistungsträger und ein absoluter Führungsspieler im Team der Selber Wölfe. Dass dies auc...

Beruflich nicht zu stemmen
Petr Sulcik und Martin Paryzek verlassen die Passau Black Hawks

​Nachdem die Passau Black Hawks ihre Bewerbungsunterlagen für eine Teilnahme an der Oberliga Süd eingereicht haben, gibt es bereits Veränderungen im Kader. So werden...

Sven Schirrmacher bleibt bei den Indians
ECDC Memmingen holt Abwehrtalent Leon Kittel aus Kaufbeuren

​Mit dem 20 Jahre alten Leon Kittel kommt ein weiterer vielversprechender Defensiv-Akteur zum ECDC Memmingen. Der Verteidiger wechselt vom ESV Kaufbeuren zu den Indi...

„Geht dort hin, wo es wehtut“
Deggendorfer SC schnappt sich Stürmer David Kuchejda

​Einen hochklassigen Neuzugang kann der Deggendorfer SC mit der Verpflichtung von David Kuchejda bekanntgeben. Der 32-jährige Außenstürmer wechselt nach mehreren Spi...

Top-Verteidiger bleibt
Schwede Linus Svedlund weiter beim ECDC Memmingen

​Mit Linus Svedlund hat der ECDC Memmingen den Vertrag mit einem Schlüsselspieler um ein weiteres Jahr verlängern können. Der Schwede wurde nach seiner Verpflichtung...