Das Team muss der Star seinSelber Wölfe

Das Team muss der Star seinDas Team muss der Star sein
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Für genau diese Begegnungen haben die Spieler der Selber Wölfe in den vergangenen Monaten hart gearbeitet. Am heutigen Freitag (20 Uhr) starten die Holden-Schützlinge gegen den EHC Klostersee in die Play-offs der Eishockey-Oberliga Süd. Die Selber wissen, dass ihnen ein schwerer Gang durch diese erste Runde bevorsteht. „Aber jede Play-off-Serie ist schwer. Egal, wie der Gegner heißt“, sagt Trainer Cory Holden. Vier Siege gegen die Grafinger müssen zum Weiterkommen her. Der erste soll gleich heute Abend in der Netzsch-Arena gelingen. „Das ist das erste Spiel. Da ist es wichtig, dass wir volle Pulle rauskommen“, weiß Holden, der dem EHC Klostersee dabei aber nichts ins offene Messer laufen will. Kontrollierte Offensive also.

Die Wölfe fühlen sich gut vorbereitet für die entscheidende Saisonphase – und die Mannschaft bringt eine gehörige Portion Selbstvertrauen aus der Hauptrunde mit. Die haben die Wölfe auf Platz zwei beendet. Was nach einem kleinen Tief um die Weihnachtszeit kaum mehr zu erwarten war. Neun Punkte betrug damals der Rückstand auf Regensburg, sechs Zähler auf Bayreuth. Für den Trainer war die Knackpunkt das 1:5 in Sonthofen. „Seitdem ist die Mannschaft richtig zusammengewachsen. Manchmal braucht man wohl so einen Knick.“ Einen weiteren Schub hat der VER zudem durch die Verpflichtung von Stürmer Michel Maaßen erhalten. „Er hat die Mannschaft ausgeglichener gemacht“, sagt Holden. Und gerade diese Ausgeglichenheit sei wichtig für die Play-offs. „Diese Spiele gewinnt nicht immer der Star, sondern das Team im gesamten.“

Was für K.o.-Runden auch ganz wichtig ist: Die Stimmung muss passen. Nicht nur auf den Rängen, sondern auch in der Mannschaft. „Und die ist bei uns einwandfrei“, sagt Tom Pauker. Der 20-Jährige zählt bei den Wölfen zu den großen Gewinnern der abgelaufenen Hauptrunde – und auch zu den sieben Spielern, die bereits eine zweistellige Anzahl an Toren erzielt haben. Beim EHC Klostersee sind es neben dem 20-jährigen Top-Scorer Raphael Kaefer vor allem die beiden finnischen Nachverpflichtungen Mikka Tuomainen und Tuomas Santavuori, die der VER unter Kontrolle bringen muss. Routinier Gert Acker, der in der internen Scorerwertung der Grafinger noch auf Platz zwei steht, fiel dagegen beim jüngsten Gastspiel in Selb mehr durch Provokationen auf.

Die Videoaufzeichnung dieser Begegnung am VER-Familientag hat Cory Holden in den letzten Tagen mehrmals auf seinem Laptop abspielen lassen – und das Spiel gemeinsam mit der Mannschaft und auch den einzelnen Blöcken analysiert. Mit dem Ergebnis, dass es für die Play-off-Spiele noch einiges einen Tick zu verbessern gilt. „Wir müssen noch an den Feinarbeiten und Kleinigkeiten arbeiten.“ Nicht die ganz großen Neuigkeiten erhielt der Selber Trainer bei seiner Analyse über den ersten Play-off-Kontrahenten. „Klostersee spielt sehr kompakt und körperbetont und steht gut in der Defensive.“ Was den Vorsitzenden der heutigen Gäste sehr zuversichtlich stimmt. „Wir werfen Selb raus. Nach sechs Spielen“, sagte Alexander Stolberg gegenüber dem Münchner Merkur. VER-Vorsitzender Jürgen Golly hält dagegen. „Wir gewinnen nach fünf Spielen die Serie mit 4:1.“

Verzichten müssen die Wölfe am Freitag auf Verteidiger Mark Dunlop, der sich in Füssen seine dritte Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe eingehandelt hat, sowie auf Peter Hendrikson und Simon Schwarzmeier (krank). Auch Jared Mudryk plagte unter der Woche eine Erkältung. Der Topscorer der Selber wird aber wohl zur Verfügung stehen. Auch der ein oder andere Spieler ist etwas angeschlagen. „Aber in den Play-offs beißt man auf die Zähne“, weiß der Trainer. „Da wird etwas getaped, dann geht’s auf’s Eis.“ Tradition ist es bei Eishockeyspielern in den Play-offs auch, dass sich viele nicht mehr rasieren, bis die Saison beendet ist. Holden würde sich freuen, wenn seine Jungs bald mit richtig dicken Bärten herumlaufen würden.

Das erste Auswärtsspiel in Grafing steht am Sonntag (17.30 Uhr) auf dem Programm. Und der „siebte Mann“ des VER zieht mit voran: Die Fanclubs Fanatics, Eisteufel, Fichtelgebirge und Frankenwälder Powerwölfe haben Busreisen organisiert.

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