Das Nachrüsten hat begonnenOberliga Süd

Das Nachrüsten hat begonnenDas Nachrüsten hat begonnen
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Nach einem zwischenzeitlichen Hoch mussten die Deggendorfer wieder Federn lassen und zeigten in den letzten Wochen einige Schwächen. Der Rückstand auf den achten Tabellenplatz ist dadurch wieder angewachsen und Fehltritte dürfen sich die Niederbayern nicht mehr erlauben. Die Deggendorfer ließen zuletzt viele Punkte liegen und der Abstand zum achten Tabellenplatz ist damit wieder größer geworden. Zwar hat sich Jan Benda jun. endgültig an die Spielweise in der Oberliga Süd gewöhnt und punktet in beinahe jeder Partie, die nötige Konstanz fehlt dem Team aber immer noch. Auch Stürmer Andrew Schembri drückt den Spielen immer öfter seinen Stempel auf und die Fans hoffen darauf, dass ihre Mannschaft noch einmal eine Siegesserie hinlegen kann.

Beim EV Regensburg konnte man daraus Kapital schlagen und die Mannen von Rob Leask erledigten ihre Hausaufgaben. Der Dezember bescherte den Oberpfälzern einen wahren Punkteregen und inzwischen konnte sich der EVR wieder auf einem Playoffplatz niederlassen. Großen Anteil an dieser Entwicklung hat auch Neuzugang David Musial. Der 38-jährige Center hat sich schnell integriert und sorgt mit seiner überlegten Spielweise für mehr Durchschlagskraft in der Offensive. Der Abgang von Brandon Nunn konnte damit mehr als kompensiert werden. Einen neuen Kontingentspieler hat Sportdirektor Martin Ancicka bisher allerdings noch nicht gefunden. Hier wird noch immer der Markt sortiert.

Brandon Nunn blieb der Liga erhalten und heuerte beim Rivalen aus Erding an. Bei seinen bisherigen Auftritten zeigte der Amerikaner, dass seine Stärken insbesondere in der Arbeit nach hinten liegen.  Vielleicht schafft es Nunn an neuer Wirkungsstätte, seine Scorerqualitäten wiederzufinden.

Einen neuen Kontingentstürmer durften auch die Blue Devils aus Weiden präsentieren. Nachdem eine Rückkehr von Dusan Andrasovsky nicht absehbar war, mussten die Verantwortlichen reagieren und gingen dabei kein Risiko ein. So ist Mark Soares in Deutschland kein Unbekannter. Bereits in Kaufbeuren wirbelte Soares die gegnerischen Abwehrreihen durcheinander und mit seiner bisherigen Punkteausbeute dürften die Weidener durchaus zufrieden sein. Soares könnte zur Investition für die Zukunft werden, denn mit genügend Spielpraxis dürfte der Kanadier zu den besten Stürmern der Liga gehören.

Beim EC Peiting gab es ein erfreuliches Comeback zu vermelden. Stürmer John Sicinski kehrte nach langer Verletzungspause endlich auf die Eisfläche zurück und sammelte sofort die ersten Scorerpunkte. Sicinski mag vielleicht nicht mehr der schnellste Skater sein, das gute Auge für seine Mitspieler macht ihn aber zum Denker und Lenker der jeweiligen Sturmreihe.

Die Peitinger finden also langsam zu alter Klasse zurück, doch weiterhin bleiben die Selber Wölfe und der EHC Freiburg das Maß aller Dinge. Beide Teams geben sich nur selten eine Blöße und agieren mit einer unglaublichen Konstanz.  Während bei den Selbern gleich drei Spieler auf den vorderen Plätzen der Scorerliste zu finden sind, schafft beim EHC Freiburg lediglich Jakub Wiecki die Sprung unter die zehn besten Punktesammler. Dennoch stellen diese beiden Mannschaften die Konkurrenz in den Schatten und man darf gespannt sein, welches Team am Ende die Nase vorn haben wird.

Ganz andere Sorgen gibt es dagegen bei den Schweinfurt Mighty Dogs. So trennte man sich nach vielen punktlosen Spielen von Trainer Jukka Ollila. Steffen Reiser leitet derzeit die Geschicke, konnte an seinem Debütwochenende aber ebenfalls nur einen Punkt gewinnen. Mehr als zwanzig Punkte trennen die Schweinfurter von den Playoffplätzen und der Gang in die Abstiegsrunde dürfte unvermeidlich sein.

Seine ganze Klasse stellt Woche für Woche Klostersees Goalie Martin Morczinietz unter Beweis. Morczinietz sorgt dafür, dass die Grafinger in jeder Partie punkten können und einfache Gegentreffer kassiert der erfahrene Torwart kaum. Zudem ist er eine echte Führungsfigur auf und neben dem Eis. Mit dem EHC Klostersee ist weiterhin zu rechnen, zumal die Stürmer Ben Warda und Trevor Elias immer für den einen oder anderen Treffer gut sind.

Genau diese genialen Momente zeichnen auch die Routiniers Yanick Dube und Klaus Kathan von den Tölzer Löwen aus. Dennoch präsentieren sich die Tölzer nicht immer souverän und mussten viele unnötige Niederlagen hinnehmen. Auf der Torhüterposition haben die Oberbayern dagegen keine Probleme. Sowohl Jakob Goll, als auch Marco Wölfl bestechen regelmäßig mit tollen Leistungen.

Dass Alter nicht vor Leistung schützt stellt Sascha Golts vom EV Füssen unter Beweis. Das Team der Füssener hat sich in den letzten Jahren nur geringfügig verändert und genau dies scheint auch das Geheimrezept zu sein. Gerade die Säulen John Gordon, Andrej Naumann, Eric Nadeau oder eben Sascha Golts spielten bereits im Vorjahr für die Allgäuer oder sind sogar schon viel länger für den Verein aktiv. Im Kampf um die Play-off-Plätze spielen die Füssener dadurch immer eine wichtige Rolle.

Nicht ganz so rund lief es zuletzt für die Bayreuth Tigers. Dennoch bleiben die Tigers das Überraschungsteam der Saison. Nach dem Aufstieg im Vorjahr hätten wohl nur die wenigsten Experten mit diesen konstanten Leistungen gerechnet. Wenn die Bayreuther nicht komplett außer Tritt geraten, dann wird ihnen ein Play-off-Platz nicht mehr zu nehmen sein.

Viele Teams der Oberliga Süd sind noch immer auf der Suche nach passenden Verstärkungen. Die nächsten Wochen werden sicherlich interessant und der Schlussspurt ist eingeläutet.

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