Das Halbfinale rückt näherSelber Wölfe

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Die Wölfe erwischten, unterstützt von gut 400 mitgereisten Anhängern, einen Start nach Maß. Zwar musste VER-Torwart Suvelo zunächst zwei gute Chancen der Hausherren vereiteln, nach 95 Sekunden klingelte es dann aber im Kasten der Erdinger. Einen Angriff wie aus dem Bilderbuch über Hördler und Moosberger schloss Fiedler eiskalt ab zur Führung. In der dritten Minute hatten die Selber Glück, dass Jirik sein Visier nicht richtig eingestellt hatte, als er nach einer feinen Einzelleistung alleine vor Suvelo aufgetaucht war. Zwei Minuten später hatte Heilman den zweiten Treffer für die Gäste auf dem Schläger, bekam die Scheibe aber nicht unter Kontrolle.

Die Selber Führung geriet in der Folge mehrfach in Gefahr. Spätestens nach einer doppelten Überzahl in der siebten Minute waren die Erdinger im Spiel und heizten dem Hauptrunden-Meister mächtig ein. Suvelo parierte gegen Jirik und Scharpf glänzend. Und als der VER-Keeper doch einmal geschlagen war, rettete das Torgestänge für die Wölfe.

Im zweiten Drittel bekamen die Holden-Schützlinge früh die Möglichkeit, im Powerplay ihre Führung auszubauen. Fiedler und Tim Schneider scheiterten aber am Erdinger Keeper Ewert. Kurz darauf musste auf der Gegenseite Suvelo einmal mehr sein ganzes Können aufbieten. In der Folge waren zunächst die Wölfe wieder das etwas aktivere Team. Pech hatte Geisberger, der im letzten Moment fair gestoppt wurde. Zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend fiel in der 31. Minute der Ausgleich. Einen schönen Angriff der Hausherren schloss Brenninger unhaltbar ab. Nun waren die Gladiators wieder am Drücker. Sie profitierten auch von einer fragwürdigen Strafzeit gegen Mudryk und einigen leichtfertigen Puckverlusten der Selber. Die durften sich vor allem bei ihrem Torwart Suvelo bedanken, dass es mit dem 1:1 in die zweite Pause ging.

Im Schlussabschnitt kämpften beide Teams verbissen um jeden Puck. Die Hausherren wussten, dass für sie bei einer erneuten Niederlage schon nach dem vierten Spiel am Aschermittwoch alles vorbei sein könnte. Und genau das wollen die Wölfe, die nun wieder etwas mehr Druck ausübten. Die ganz zwingenden Chancen blieben aber aus. Ganz anders die Gladiators. Sie lauerten auf Konter – mit Erfolg. In der 50. Minute tauchte Scharpf alleine vor dem Selber Tor auf, umkurvte Suvelo und wurde vom VER-Keeper von den Beinen geholt. Penalty. Scharpf ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen. Doch die Wölfe bewiesen Moral und schlugen schnell zurück. Zunächst durch Topscorer Piwowarczyk, dann durch „Oldie“ Heilman. Selb führte wieder und brachte das 3:2 trotz eines weiteren Unterzahlspiels mit letztem Einsatz über die Zeit. Den nächsten Schritt zum Halbfinale können die Selber nun am Sonntag (18 Uhr) in der Netzsch-Arena machen.