Das große Derby elektrisiert die MassenBayreuth trifft auf Selb

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Ganz Eishockey-Oberfranken liegt wieder im Fieber, denn am Freitag um 20 Uhr ist es im Tigerkäfig zu Bayreuth wieder soweit. Der heimische EHC trifft auf die Selber Wölfe und das Kribbeln steigt von Tag zu Tag.

Mit den Hochfranken kommt die mit Abstand älteste Mannschaft der Liga, die nach dem Trainerwechsel zu Henry Thom immer noch etwas auf der Suche nach Konstanz sind. Fünf Siege und drei Niederlagen wurden in seiner bisherigen Amtszeit vom VER verbucht. Auf Platz sechs mit 46 Punkten liegen sie aktuell Mitten im dichten Feld der Play-off-Aspiranten.

Durch den Ausfall von Stürmer Mudryk fehlte seinen sonstigen Reihenkollegen Piwowarczyk und Geisberger wochenlang ihr jahrelanger Partner und auch einer der Topscorer. Ob er dieses Wochenende schon wieder spielen kann ist auch eher unwahrscheinlich. Das machte sich natürlich bemerkbar, aber mit Lanny Gare (vermutlich nach kurzer Verletzung wieder einsatzbereit), Maaßen oder Moosberger und einigen anderen, haben die Porzellanstädter noch genügend weitere offensive Qualität. Extrem abhängig ist man aber von der nicht mehr ganz so stabilen Tagesform von Suvelo einen weiteren Routinier im Gehäuse. Die Abwehr um Kapitän Schadewaldt ist nämlich öfters noch immer nicht so sattelfest, wie man es im äußersten Nordosten Bayerns gerne hätte und konnte bisher auch die seit Jahren vorhandenen Schwächen im Spielaufbau nicht wirklich abstellen. Verteidiger Meier ist daneben auch immer noch gesperrt. So waren die bisherigen Derbys zwar relativ torarm, was aber der Intensität und Spannung nie schadete. Beide Male hatten die Tigers die Nase knapp vorne mit 3:2 im Tigerkäfig und 2:1 im Rückspiel. Im Powerplay sind die Wölfe weiterhin brandgefährlich (starke fast 26 Prozent Erfolgsquote), aber mit der Disziplin haben sie als unfairste Mannschaft der Liga auch immer noch so ihre Probleme. Mit den beiden großen Fanlagern dürfte es auch wieder extrem eng und stimmungsvoll auf den Rängen werden und damit ist ein hochinteressantes Nachbarschaftsduell fast garantiert.

Ähnlich wie schon letzte Woche steht das Sonntagsspiel um 18 Uhr bei den Tölzer Löwen dagegen ziemlich im Schatten, ist aber beim nach schwachem Start wieder erstarkten Verfolger (Platz 5 mit 46 Zählern) genauso wichtig. Seit dem Auswärtssieg (4:3 Mitte Dezember) in Bayreuth ist der ECT zu Hause mit vier Siegen bei 20:7 Toren ungeschlagen und konnte sich so auch trotz ausschließlicher Niederlagen auf fremdem Terrain oben dabei halten.

Noch führen die Routiniers um Mangold, Fischhaber, Kathan oder dem Tschechen Curilla das Team von Trainer Kammerer in der Offensive, doch das große Faustpfand der Vereins, sein starker Nachwuchs, drängt auch schon wieder nach vorne. Die Youngsters waren auch die Hauptakteure beim ersten Duell, das der ECT Ende Oktober mit 4:2 an der Isar gewonnen hat. Zwar findet sich kein Akteur der „Buam“ auf den vordersten Scorerplätzen, was bei nur 86 erzielten Treffern auch kein großes Wunder ist, aber speziell zu Hause sind sie sehr gefährlich. Im Tor hat man mit dem erfahrenen Janka nun einen echten Eckpfeiler dazu bekommen und hinten führt der erfahrene Scharfschütze Velebny die auch eher junge Abwehr.

Im Lager der Tigers bereitet man sich konzentriert auf diese „heiße“ Aufgaben vor. Peleikis kehrt nach seiner Sperre aufs Eis zurück, doch Verteidigerkollege Stettmer ist verletzungsbedingt noch nicht einsetzbar. Je nachdem wie die, wie üblich, kurzfristigen Absprachen mit den Kooperationspartner laufen, könnte somit Stürmer Pavlu nach seinen starken Vorstellungen wieder eine Option für die Abwehr sein. Da Reiter wieder etwas Probleme bekommen hat, könnte es dann auch im Angriff dünn sein, aber bangemachen gilt nicht. „Wir nehmen es wie es kommt, und ich traue meinem Team immer alles zu“, behält Tigers-Coach Waßmiller seinen Optimismus. „In Peiting haben wir auch bei einem starken Gegner mit kurzer Bank eine Topleistung geboten und das haben wir wieder drin und basteln im Training immer weiter an möglichen Lösungen“, fügt er noch an.

Das Auswärtsspiel des EHC in Deggendorf wurde vom 12. Februar auf den 27. Januar um 20 Uhr vorverlegt.

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