Das Bulls-Duell: Starbulls Rosenheim empfangen SonthofenAm Sonntag geht es nach Lindau

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Die Mannschaft von Trainer Manuel Kofler will an diesem neunten und zehnten Spieltag der Meisterrunde der Oberliga Süd an die Leistungen des vergangenen Wochenendes anknüpften, an dem sie auf sehr verdiente und teils begeisternde Art und Weise alle sechs möglichen Punkte eingefahren hat. Die Vorzeichen auf eine Wiederholung stehen aus Rosenheimer Blickwinkel gut.

„Die Mannschaft will das, was sie im letzten Heimspiel und auch in der Trainingswoche danach gezeigt hat, am Wochenende erneut aufs Eis bringen“, sagt Manuel Kofler, der damit vielversprechende Auftritte der Grün-Weißen am Freitag auf heimischen und am Sonntag auf Lindauer Eis in Aussicht stellt. Denn die maximale Punktausbeute aus den Spielen in Peiting (4:3) und gegen Memmingen (7:0) war die schöne und logische Formalie, die zwei Auftritten entsprang, in denen das Starbulls-Team das zeigte, was die Fans sehen wollen: Spannung im Körper, Tempo im Spiel, Mut in den Aktionen, Zug zum Tor, Härte im Zweikampf, Disziplin in der Defensive, Struktur im Powerplay. Die Erfahrungen aus den jüngsten Auftritten, dass die spielerischen Elemente und der Erfolg im Abschluss sich mit der nötigen Geduld dann fast von selbst einstellen, sollte den Akteuren im Rosenheimer Trikot auch reichlich vom zuvor arg geschwundenen Selbstvertrauen zurückgebracht haben.

Konträr verlief das vergangene Wochenende für den Freitagsgegner der Starbulls. Die Bulls vom ERC-Sonthofen waren natürlich jeweils klarer Außenseiter, kamen aber in Landshut (2:12) und zuhause gegen Peiting (1:8) zweimal gewaltig unter die Räder. Mit ein Faktor war dabei sicherlich das Fehlen von Torwart Patrick Glatzel, der die Starbulls in den drei Vergleichen der laufenden Spielzeit, bei denen er im Sonthofener Tor stand, in einer Vielzahl von Situationen zur Verzweiflung brachte. Er war auch Vater des Overtime-Erfolgs der Gelb-Schwarzen im letzten Aufeinandertreffen mit den Starbulls am 4. Januar. „Da haben wir richtig unverdient und unglücklich 1:2 verloren und diese offene Rechnung wollen wir nun am Freitag unbedingt begleichen“, erinnert sich Starbulls-Trainer Manuel Kofler, der mit seinem Team auf einen Gegner trifft, der nichts mehr zu verlieren hat: Bei 13 Punkten Rückstand auf Tabellenplatz acht ist die Qualifikation für die Playoffs, in denen die Bulls in den vergangenen Jahren positiv überraschen konnten, inzwischen nur noch theoretischer Natur. Trainer Martin Sekera kann – mit Ausnahme von Torwart Glatzel – am Freitagabend im emilo-Stadion voraussichtlich auf seinen kompletten, jedoch grundsätzlich recht knappen Kader zurückgreifen.

Bei den Starbulls sieht es personell so gut aus, dass Manuel Kofler den Spielberichtsbogen wohl erneut komplett ausfüllen und 20 Feldspieler aufbieten kann. Nicht darunter sein werden jedoch der bei der U18-Nationalmannschaft weilende Enrico Henriquez-Morales und weiterhin Michael Fröhlich. „Bei ihm wollen wir nichts überstürzen, er wird aber auf alle Fälle noch einige Spiele vor Beginn der Playoffs bestreiten“, erklärt Trainer Kofler, der aber wieder auf den am vergangenen Wochenende ausgefallenen Vitezslav Bilek zurückgreifen kann. Das Rosenheimer Tor wird am Freitag gegen Sonthofen Luca Endres hüten, am Sonntag in Lindau darf dann wieder der im letzten Spiel gegen Memmingen ohne Gegentreffer gebliebene Lukas Steinhauer ran.

Gegen die Islanders vom Bodensee haben die Starbulls noch deutlich mehr gut zu machen, als gegen Sonthofen. Beim jüngsten, gleich doppelten Aufeinandertreffen am dritten Adventswochenende wanderten fünf von sechs möglichen Punkten nach Lindau. Zweimal mit 2:3 – beim Heimspiel nach Verlängerung – unterlagen die Grün-Weißen dem Team, bei dem an besagtem Wochenende Chris Stanley seine Rolle des Trainers wieder mit jener des Stürmers tauschte und gleich das Lindauer Siegtor im emilo-Stadion erzielte. Mit ihm auf dem Eis sind die Islanders nun klar auf Playoff-Kurs und haben dabei am vergangenen Sonntag einen Meilenstein gesetzt: In einem leidenschaftlichen Spiel wurden der achte Platz erfolgreich verteidigt und Verfolger Höchstadt dank des 7:5-Erfolgs im direkten Duell erst einmal abgeschüttelt. Nun bläst man am Bodensee zum Angriff auf Platz sieben, um der mit ewig langen Reisen verbundenen und nahezu unlösbaren Playoff-Aufgabe gegen die Tilburg Trappers zu entgehen. Sechs Punkte gilt es dazu auf die Blue Devils Weiden wett zu machen. Entsprechend anspruchsvoll dürfte sich die Aufgabe der Starbulls am Sonntag ab 18 Uhr in Lindau gestalten, wo selbst Tabellenführer Regensburg jüngst vor einer Niederlage stand und erst durch ein Überzahltor in der Verlängerung gerade noch den Zusatzpunkt ergatterte.


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