Charaktertest gegen Höchstadt nicht bestandenSchönheider Trainer entschuldigt sich für die Leistung

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Von Beginn an wirkten die Wölfe lethargisch und waren läuferisch und im Zweikampfverhalten den Gästen klar unterlegen, welche sich bereits in den Anfangsminuten durch schnelle Gegenstöße drei, vier hochkarätige Chancen herausspielten. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann den Alligatoren der erste Treffer gelingen würde. In der sechsten Minute und mit dem ersten Powerplay im Spiel war es dann auch soweit, als HEC-Kapitän Daniel Jun zur 1:0-Führung für die Gäste traf. Auch in der Folge war Höchstadt die bessere Mannschaft, hingegen bei den Wölfen nichts aber auch gar nichts zusammenlief. Hinzu kamen haarsträubende Fehlpässe und unerklärliche individuelle Fehler im Spielaufbau, von denen Höchstadt in der 18. Minute einen bestrafte und durch Tomas Rousek auf 2:0 erhöhte. Aus Frust über seinen eigenen Fauxpas, lies Björn Schenkel im Nachgang an diesen Gegentreffer seine Wut verbal am Unparteiischen aus, welcher den EHV-Verteidiger mit einer doppelten Zehn-Minuten-Strafe, gleichbedeutend einer Spieldauerstrafe belegte.

Im Mittelabschnitt keimte dann beim Wölfe-Anhang wieder Hoffnung auf, als Stephan Trolda nur 71 Sekunden nach Wiederbeginn auf 2:1 verkürzte. Doch es sollte nur ein kurzes Strohfeuer sein, denn anstatt konzentriert und ruhig weiterzuspielen, knüpfte der EHV 09 an seine Nichtleistung aus dem ersten Drittel an und musste nur vier Minuten nach dem Anschlusstreffer das 1:3 erneut durch Daniel Jun hinnehmen. Zu allem Überfluss kassierte der EHV 09 in der 27. Minute auch noch die bereits zweite große Strafe im Spiel, als Adrian Sanwald einen Gegenstoß der Alligatoren nur durch ein Foulspiel verhindern konnte und dafür mit einer Fünf-Plus-Spieldauerstrafe bedacht wurde. Zwar überstanden die Wölfe die fünfminütige Unterzahl unbeschadet, doch bezeichnend für den schwachen Auftritt war das 4:1 (39.) für Höchstadt, welches Ales Kreuzer durch einen Scheibenverlust von EHV-Goalie Patrick Glatzel hinter dem eigenen Gehäuse und in Wölfe-Überzahl erzielte.

Analog des zweiten Drittels, erzielte Stephan Trolda dann gleich zu Beginn des Schlussabschnittes seinen zweiten Treffer und das 2:4 (43.) aus Schönheider Sicht. Höchstadt tat in der Folge nicht mehr allzu viel für das Spiel und agierte sehr defensiv. Doch bei allen Bemühungen, den Wölfen fehlte insgesamt weiter die Zielstrebigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse und so dauerte es bis in die Schlussminute hinein, ehe Milan Kostourek 31 Sekunden vor Ultimo der 4:3-Anschlusstreffer gelang. Für mehr sollte es aber nicht reichen, wonach die Wölfe auch ihre zehnte Heimpartie der Saison verlieren. Besonders die Art und Weise, wie dieses Spiel über vierzig Minuten angegangen wurde, hinterlässt viele Fragen, gibt aber auch eine klare Antwort. Die Wölfe erklären zum Abschluss ihrer Mitteilung: „Alle Spieler haben den gestrigen Charaktertest – als Mannschaft alles für den Verein zu geben – nicht bestanden.“

Tore: 0:1 (5:51) Jun (Heilman/5-4), 0:2 (17:06) Rousek (Jun), 1:2 (21:11) Trolda (Gulda, Hoffmann), 1:3 (25:14) Jun (Vojcak, L. Lenk), 1:4 (38:49) Kreuzer (Schnierstein/4-5), 2:4 (42:03) Trolda (Jenka, Kostourek/5-4), 3:4 (59:29) Kostourek (Pronath, Vrba/6-5). Strafen: Schönheide 6 + 10 + Spieldauer (Schenkel) + 5 + Spieldauer (Sanwald), Höchstadt 8. Zuschauer: 379.


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