Bulls empfangen den Tabellendritten aus DeggendorfSonntag spielt Sonthofen in Landshut

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Für den ERC Sonthofen stehen zwei weitere schwere Spiele auf den Spielplan. Mit Deggendorf und Landshut hat der ERC es mit Gegner zu tun, die in der aktuellen Tabelle vor Sonthofen liegen. Dass dabei Deggendorf den dritten Platz belegt, das hatte vor Saisonbeginn wohl keiner so richtig auf der Rechnung, vielmehr wurde Landshut als absoluter Topfavorit gehandelt. Deggendorf hat im Moment einen Lauf und Landshut kämpft sich so wechselhaft durch die laufende Saison. Für den ERC sind beide Spiele harte Aufgaben, denn die Favoritenrolle liegt jeweils beim Gegner.

Wenn am Freitagabend um 20 Uhr in der Sonthofer Eissporthalle der Deggendorfer SC zu Gast ist, dann haben die Zuschauer ein weiteres Spitzenspiel zu erwarten. Der Gast belegt Platz drei in der Tabelle und dürfte zum jetzigen Zeitpunkt das Überraschungsteam in der noch jungen Saison sein.

Insgesamt neun Veränderungen wurden zum Vorjahr im Team der Gäste vorgenommen. So hat Trainer Jiri Otoupalik seiner diesjährigen Mannschaft deutlich das tschechische Spielsystem verordnet und somit wieder viel Leben eingehaucht. Sein absoluter Schwerpunkt liegt auf den eingespielten Reihen, wobei nur in Notfällen Veränderungen im System vorgenommen werden. Dass dies bisher von Erfolg gekrönt war, zeigt der dritte Platz in der Tabelle. In den Einzelstatistiken belegen zwei Spieler aus Niederbayern vordere Plätze, der in Sonthofen bestens bekannte Robin Slanina und Andrew Schembri gehören zu den Top-Scorern der bisherigen Saison. Im Tor gab es keine Veränderungen, denn mit Sandro Agricola verfügen die Gäste über einen der besten Goalies der Liga. Die Abwehr wurde mit zwei Topleuten verstärkt. Aus Landshut kam Andreas Gawlik aus der DEL2 zurück. Der immerhin bisher sechs Tore und acht Vorlagen für sich verbuchen konnte. Der zweite Topverteidiger ist der Slowake Jaroslav Koma, der ein reiner Defensivkünstler ist und somit der Abwehr viel Stabilität verleiht, aber auch über Torgefahr verfügt. Fünf Tore und fünf Vorlagen sind seine bisherige Ausbeute. Im Offensivbereich gab es die meisten Veränderungen. Von den Heilbronner Falken, DEL2, wurde das Janzen-Brüderpaar verpflichtet. Sergej und Alexander Janzen kamen in der vergangenen Saison auf insgesamt 42 Punkte in der 2. Liga. Von Erding kam Andrew Schembri, der nun mit deutschen Pass spielt. Nach seiner Seuchensaison in der vergangenen Saison in Erding hat er bis jetzt in 13 Spielen fünf Tore und elf Vorlagen für Deggendorf erreicht. Ein weiterer wichtiger Neuzugang war der in Sonthofen gut bekannte Robin Slanina. Sonthofens Vorstand wollte Slanina unbedingt weiterverpflichten, konnte aber mit dem Angebot aus Deggendorf nicht mithalten. Slanina belegt Platz zwei bei den Torjägern der Liga, nach Sonthofens Jordan Baker. Aus der 2. englischen Liga wurde der tschechische Spieler Radek Hubacek ins Team geholt, der über viel Erfahrung verfügt. Deggendorf verfügt über ein Team, das über gut eingespielte Reihen verfügt, die gerne aus der Defensive agieren. Nach dem Puckgewinn wird zielgerichtet schnell umgeschaltet und erfolgreich abgeschlossen. Der Kampf beider Mannschaften um die Punkte dürfte nach der Ausgangslage sehr spannend werden.

Am Sonntag um 17 Uhr treten die Bulls erstmalig in einem Punktspiel in Landshut an. Landshut, ein Verein mit viel sportlichem Erfolg und Tradition ist nun in dieser Saison auch in der Oberliga angekommen. Nach dem DEL2-Lizenzentzug wurde nach langem Bangen um die wirtschaftliche Existenz der Neustart in der Oberliga gewagt, mit dem sofortigen Ziel des Wiederaufstiegs. Davon ist das Team um Trainer Anton Krinner noch weit entfernt, aber die entscheidenden Spiele um den Wiederaufstieg finden erst ab März 2016 statt. Trotzdem hatten sich viele Anhänger der Landshuter schon mehr von ihrer Mannschaft erwartet, so hat man immerhin 13 Spieler aus dem letztjährigen DEL2-Team noch im Kader. Mit Platz sechs in der Tabelle befindet sich die Mannschaft auf einem Play-off-Platz, der aber nach oben noch viel Luft hat.

Sonthofens Trainer Jogi Koch hat die bisherige Zeit genutzt, um seine Handschrift dem Oberallgäuer Team beizubringen. Ein wichtiger Aspekt ist das Spielen mit vier Reihen. Damit soll das Tempo hochgehalten werden und die jeweiligen Förderlizenzspieler ihre Einsätze bekommen. Ein weiteres wichtiges Hauptaugenmerk legt Koch auf die Defensive. Die bisherige Anzahl an Gegentoren ist einfach viel zu hoch. Nach vorne arbeitet die Mannschaft super, aber in der Rückwärtsbewegung nach hinten fehlt uns die taktische Disziplin. Koch sagt: „Daran werden und müssen wir hart arbeiten, denn wir haben junge und talentierte Spieler, die ihr Können nur umsetzen müssen. Defensive beginnt in der Offensive.“ Dass dies nicht alles an einem Tag geschehen kann, das wissen alle Verantwortlichen. Warum sollten aber nicht erste Ergebnisse an diesem Wochenende erzielt werden? Trainer und Mannschaft arbeiten daran hart.


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