Bucheli, Wenzel und Reichel treffen doppelt für Rosenheim7:2 gegen Peiting

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Vor 2112 Zuschauern im Rosenheimer Emilo-Stadion ließen sich die Grün-Weißen auch durch einen frühen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen, schlugen schnell zurück und siegten letztlich auch in der Höhe verdient. Thomas Reichel, Daniel Bucheli und Yannick Wenzel trafen jeweils doppelt.

Ganze 29 Sekunden waren gespielt, als Starbulls-Torwart Lukas Steinhauer erstmals hinter sich greifen musste. Peitings Anton Saal nahm einen Flachschuss von Simon Maier quer durch den Slot fahrend auf und schob gegen eine verdutzt wirkende Rosenheimer Defensive zur frühen Gästeführung ein. Die Hausherren hatten aber eine schnell Antwort parat. Yannick Wenzel kam dank eines rechts neben das Peitinger Tor abgelenkten Schusses aus kurzer Distanz zum Abschluss und schob flach auf das offene kurze Eck. Gästekeeper Florian Hechenrieder kam mit seinem Schläger zwar noch ran, konnte die Scheibe aber nur noch ins eigene Netz ablenken (2.). Zwei Minuten später hatte Hechenrieder erneut Pech. Wieder kam der Torwart gut reagierend im letzten Moment mit dem Stock noch an das Spielgerät, schob es sich aber doch noch über die eigene Linie. Thomas Reichel hatte nach gutem Querpass von Vitezslav Bilek aus kurzer Distanz abschließen können – 2:1 (4.). Reichel vertrat den verletzten Michael Fröhlich, harmonierte mit dem Tschechen Bilek und dem Kanadier Chase Witala aber ebenfalls bestens. Die nominell zweite Sturmreihe der Hausherren zauberte immer wieder sehenswerte Spielzüge auf das Eis.

Nachdem die Hausherren eine erste Powerplaysituation, in der sie eine knappe Minute sogar mit zwei Spielern mehr auf dem Eis standen, ungenutzt ließen, gelang Dominik Daxlberger in der nächsten Überzahlsituation der Treffer zum 3:1. Beim im oberen Eck einschlagenden Handgelenkschuss aus dem rechten Bullykreis hatte Michael Baindl dem Gästekeeper effektiv die Sicht verstellt (14.). Die Zuschauer sahen vor der ersten Pause noch einige weitere gute Rosenheimer Torchancen, so dass die 3:1-Führung nach 20 temporeichen Minuten absolut in Ordnung ging.

Der zweite Spielabschnitt hielt nicht mehr ganz, was der erste versprach. In der 27. Spielminute lieferten die Gäste einen Beweis, warum ihnen die zweitbeste Powerplaybilanz der Liga am Revers haftet. Ganze 13 Sekunden dauerte es, bis Ty Morris den einstudierten Pass in den idealen Laufweg von Milan Kostourek spielte und der Tscheche im Peitinger Trikot keine Mühe hatte, aus kurzer Distanz zum 3:2-Anschlusstreffer einzunetzen. Den nächsten einstudierten und erfolgreichen Überzahl-Spielzug legten dann aber die Starbulls aufs Eis. Über Baindl und Daxlberger kam die Scheibe zu Daniel Bucheli, der aus der Halbdistanz direkt abzog und mit einem Flachschuss ins linke Eck zum 4:2 traf (30.). Thomas Reichel erhöhte per Direktabnahme aus kurzer Distanz schließlich auf 5:2 – Bilek hatte ihn von hinter dem Tor maßgenau bedient (36.).

Im letzten Spielabschnitt fehlten den Gäste aus Peiting, die mit nur vier nominellen Verteidigern antreten konnten und mit Dominic Krabbat, Philip Wachter und Jonas Lautenbacher auch auf wichtige Offensivkräfte verzichten mussten, jegliche Mittel, das Spiel noch einmal spannend zu machen. Die mehr und mehr unkonzentriert wirkende Mannschaft von Trainer Sebastian Buchwieser lud die Starbulls durch Scheibenverluste und Abwehrfehler vielmehr dazu ein, die Führung noch klarer zu gestalten. Torwart Hechenrieder konnte sich einige Male auszeichnen, musste sich aber auch noch zwei weitere Male geschlagen geben. Bei einer aus der Rosenheimer Verteidigungsszone weit nach vorne gelupften Scheibe zögerte er mit dem Herauskommen, so dass Bucheli sie ungehindert annehmen konnte und frei auf den Keeper zufahrend zum 6:2 traf (47.). 50 Sekunden später traf Yannick Wenzel zum 7:2, indem er eine sehenswerte „No-Lock-Vorlage“ von Baindl aus halbrechter Position eiskalt im Netz versenkte (48.).

Trotz der unglücklich zustande gekommenen 3:6-Niederlage am Freitag in Landshut sind die Starbulls Rosenheim damit auch nach dem dritten Meisterrunden-Wochenende Tabellenführer – zwei Punkte vor dem Deggendorfer SC. Am kommenden Freitag gilt es, die Spitzenposition mit einem weiteren Heimsieg zu verteidigen. Zu Gast im Emilo-Stadion ist dann der Lokalrivale aus Landshut. Das mit Spannung erwartete Derby beginnt um 19.30 Uhr.

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