Bringt der EHC Bayreuth Platz 2 ins Ziel?Tigers brauchen Drei-Punkte-Sieg

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Am Freitag um 20 Uhr steht für den EHC Bayreuth gegen den EC Peiting im Tigerkäfig ein ganz entscheidendes Match auf dem Programm. Die Tigers wollen Platz zwei hinter Oberliga-Süd-Meister EV Regensburg verteidigen. Ein Sieg mit voller Punktausbeute würde dazu reichen.

Der EC Peiting liegt aktuell auf Platz drei mit 65 Punkten, sechs Zähler hinter den Oberfranken, spürt aber auch noch den Atem der Verfolger Bad Tölz und Landshut im Nacken und braucht selbst jeden Zähler für die bestmöglichste Ausgangsposition in den bald folgenden Play-offs. Im besten Fall können die Oberbayern auch noch die Vizemeisterschaft angreifen, aber bei einem Drei-Punkte-Sieg der Tigers wären die Wagnerstädter nicht mehr von Platz zwei zu verdrängen.

Angeführt vom absoluten Leader Ty Morris im Sturm hat Coach John Sicinski beim ECP über die Saison ein sehr starkes Team gebildet, dass sich mach mäßigen Start nun beharrlich ganz vorne im Liga-Ranking fest gekrallt hat und dabei bisher einige deutlich höher eingestufte Konkurrenten hinter sich lässt. Im Angriff unterstützen Anton Saal und die Torjäger Simon Maier bzw. Florian Stauder zusammen mit Dominik Krabbat ihren routinierten kanadischen Center richtig effektiv. Gut eingefügt hat sich inzwischen auch der neue Amerikaner und Ex-Tiger Ben Warda als weiterer Eckpfeiler. Hinten stechen die beiden Offensivverteidiger Brad Miller und Andreas Feuerecker vor dem starken Goalie Florian Hechenrieder heraus. Mit zuletzt fünf Siegen bei zwölf Punkten in Folge sind die Peitinger derzeit auch stark in Form. In Peiting feierten die Tigers mit 2:1 und 4:1 bisher zwei Siege, aber zu Hause unterlag man den Oberbayern mit 4:6.

Am Sonntag geht es dann um 18 Uhr zum vorzeitigen Oberliga-Süd-Meister nach Regensburg. In der Donaumetropole hat man durch den riesigen Vorsprung, den sich das Team von Trainer Doug Irwin erspielt hat, überhaupt keinen Druck mehr. Das nutzt man, um sich gezielt auf die K.o.-Runde vorzubereiten. Die jungen Wilden kommen wieder öfters in der eigenen DNL-Mannschaft zum Zug und bei den Älteren können die üblichen Verletzungen locker auskuriert werden. Erwischt hat es zum Beispiel Topscorer Nikola Gajovsky, doch zu den Play-offs erwartet man ihn wieder zurück. Trotzdem ist man seit der knappen Niederlage in Bayreuth noch immer ungeschlagen, auch wenn die Resultate zuletzt einige Male knapper wurden.

Es gibt kaum eine Kategorie die der EVR bisher nicht dominiert oder zumindest ganz vorne im Ranking dabei ist. Man stellt den torgefährlichsten Angriff, genauso wie man die wenigsten Gegentreffer aller Teams kassiert hat. Mit fast 2800 Besuchern im Schnitt ist man in der heimischen Donau-Arena auch der unangefochtene Zuschauerkrösus der gesamten deutschen Oberliga. Neben den anderen Topscorern Vitali Stähle, Peter Flache, Jeff Smith und Bill Trew kommt mit Thomas Ower und Cody Brenner auch das beste Torhütergespann aus der Oberpfalz und mit Barry Noe und Daniel Stiefenhofer verfügt man auch über zwei herausragende und gleichzeitig offensivstarke Abwehrspieler. Über 35 Prozent Powerplayquote und dabei schon 70 Treffer sind dann noch das extra Sahnehäubchen oben drauf. In den direkten Duellen behielten die Tigers zu Saisonbeginn einmal mit 4:3 nach Verlängerung das bessere Ende für sich, unterlagen aber zuletzt mit 2:6 in der Donau-Arena und 4:6 zu Hause.

Im Lager der Oberfranken ist man sich der Brisanz der Aufgaben bewusst und hat da auch eine gewisse Anspannung. Im voll besetzten Training spürte man den nochmals geschärften Fokus, um die etwas verblasste Heimstärke wieder zeigen zu können. Warum man nach vielen starken Wochen die Effektivität im Angriff plötzlich wieder etwas verloren hat und gleichzeitig die Fehlerquote in der Defensive stieg, hat vermutlich nicht nur die eine Ursache. Sonst hätte man das schon längst abgestellt. Aber Team und Trainer arbeiten intensiv daran, um die vorhandenen Qualitäten wieder zum Tragen zu bringen. Wie genau der verfügbare Kader aussieht, entscheidet sich wie immer kurzfristig, aber zumindest bei einem Kooperationspartner Weißwasser ist die eigene Personallage aktuell extrem angespannt. So oder so kann man von packenden Spielen in dieser starken Oberliga ausgehen. Zum Ende der Hauptrunde ist das Feld so eng beisammen, dass bis auf Regensburg vorne und Schönheide hinten, fast alle Teams noch nach oben oder unten rutschen können. Für die Tigers steht gegen Peiting sozusagen ein kleines Endspiel an, in dem man mit der Unterstützung der Fans der bisher starken Spielzeit ein erstes Sahnehäubchen als Vizemeister aufsetzen will.

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