Blue Devils Weiden starten in LindauSimon Hintermeier kommt aus Duisburg

(Foto: Jürgen Masching/Blue Devils Weiden)(Foto: Jürgen Masching/Blue Devils Weiden)
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Doch die gesamte Mannschaft von den Juniorenspielern bis hin zu den alten Haudegen hat sich erfolgreich durch diese Phase gebissen und sich eine gute Ausgangslage für die anstehende Meisterrunde mit den zehn besten Mannschaften der Oberliga Süd erkämpft.

Ab Freitag bis zum 10. März geht es nun um den Einzug in die Play-offs, der jeweils besten acht Mannschaften aus den beiden Staffeln Nord und Süd. Die Blue Devils beginnen als Tabellensechster mit 45 Punkten. Platz fünf hat derzeit Memmingen inne, liegt drei Punkte vor dem EVW. Hinter den Blue Devils rangieren die Selber Wölfe (43), Höchstadt (37), Lindau (32) und Sonthofen (24). Der Vorsprung auf den Neunten Lindau beträgt 13 Zähler. Die Ausgangslage ist somit sicher nicht schlecht, doch Ausruhen ist nicht angesagt.

Los geht es am Freitag mit einer langen und, wenn das Wetter so bleibt, sicher strapaziösen Reise nach Lindau an den Bodensee. Gegen die Islanders können die Devils den oben angesprochenen Vorsprung auf den ersten Nicht-Play-off-Platz gleich im ersten Spiel ausbauen. Bei den Lindauern hapert es in dieser Saison vor allem in der Offensive. Lediglich 71 Tore erzielte die Mannschaft, gerade ein Tor mehr als Schlusslicht Waldkraiburg. Die Defensive um Goalie David Zabolotny steht mit 112 Gegentoren auf Platz sieben in der Oberliga Süd. Im letzten Drittel der Vorrunde konnten die Islanders auf die Dienste von Trainer Chris Stanley zurückgreifen, der sich die Schlittschuhe unterband und selbst wieder aktiv wurde. Zudem ersetzte der Schwede Viktor Lennartsson (bekannt aus Landshut) den Kanadier Garrett Milan und verbuchte in neun Spielen neun Scorerpunkte. Topscorer bei den Lindauern ist Stürmer Andreas Farny (zehn Tore, 14 Assists) vor Verteidiger Anthony Calabrese (12 Tore, zehn Assists). Calabrese ist derzeit jedoch verletzt und wird ab sofort durch den Schweden Fredrik Widen ersetzt, der aller Voraussicht nach bereits gegen die Blue Devils im Aufgebot stehen wird.

Im ersten Heimspiel der Meisterrunde empfangen die Blue Devils am Sonntag ab 18:30 Uhr die Memmingen Indians in der Hans-Schröpf-Arena. Die Memminger haben nach einem verpatzen Saisonstart und sieben Niederlagen aus den ersten neun Spielen und dem Wechsel hin zu Trainer Sergej Waßmiller eine wahre Erfolgsserie gestartet. In den folgenden 23 Spielen blieben die Memminger in nur fünf Spielen ohne Punktgewinn. Gefahr strahlen die Stürmer Daniel Huhn (31 Scorerpunkte), der aus seiner Selber Zeit bekannte Jared Mudryk (28) und Antti-Jussi Miettinen (28) sowie Verteidger Lubor Pokovic (26) aus. Die zweite Konti-Stelle neben Pokovic besetzt Jan Latal, ebenfalls ein Verteidiger.

Marco Habermann konnte zuletzt schon wieder aktiv am Spielbetrieb teilnehmen und hat seine Verletzung überwunden. Martin Heinisch musste die letzten beiden Vorrundenspiele aussetzen. Er stand am Mittwoch im Training wieder auf dem Eis. Auch Philipp Siller hat das Training aufgenommen. Ob beide bereits zum Start der Meisterrunde wieder im Kader stehen, entscheidet sich kurzfristig. Marco Pronath und Lukas Zellner befinden sich in der Rehabilitation, fallen jedoch derzeit weiter aus. Verteidiger Daniel Willaschek wird weiterhin auf unbestimmte Zeit ausfallen.

Die Verantwortlichen der Blue Devils Weiden haben sich aufgrund der vielen Verletzten im Team noch einmal auf dem Transfermarkt umgesehen und mit dem jungen Stürmer Simon Hintermeier einen weiteren jungen Oberpfälzer in den Kader geholt. Die Verpflichtung von Hintermeier soll zur Verbreiterung des Kaders dienen.

Der gebürtige Regensburger Hintermeier, der am 17. Januar seinen 20. Geburtstag feiert, stammt aus dem Nachwuchs des EV Regensburg und spielte dort in der Schüler-Bundesliga und in der DNL. In der Spielzeit 2016/17 wechselte er nach Deggendorf und stand im Kader der dortigen DNL2 Mannschaft. Auch in der Saison 2017/2018 spielte er in Deggendorf und stand bei 17 Partien im Oberliga-Kader.

Zur Saison 2018/19 wechselte er nach Duisburg. Dort kam er bei den Füchsen aber wenig zum Einsatz und sucht deshalb nun eine neue Herausforderung. Er möchte sich mit guten Leistungen auch für die neue Saison empfehlen. Hintermeier ist auch für die U20 spielberechtigt und wird die Young Blue Devils im Kampf um die Meisterschaft in der Bayernliga unterstützen.

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