Bissige Wölfe gleichen in Play-offs ausSelber Wölfe

Bissige Wölfe gleichen in Play-offs ausBissige Wölfe gleichen in Play-offs aus
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„Es gibt nur eines: Sieg!“ Nicht nur zweiter Vorsitzender Thomas Manzei betrat mit dieser Einstellung die Grafinger Scheune, sondern auch die über 300 mitgereisten Selber Anhänger. Und das sahen auch die Spieler so, die nach der 1:3-Heimniederlage vom Freitag mit einer gehörigen Portion Wut die Eisfläche betraten – und schon ein wenig unter Druck standen. Die Wölfe mussten weiter auf die erkrankten Mudryk und Hendrikson verzichten, gaben aber sofort Gas. Und nach 87 Sekunden schlug es auch gleich im Gehäuse der Hausherren ein. Nach Piwowarczyks Vorlage war Geisberger zur Stelle. Der EHC Klostersee konnte nun nicht mehr so defensiv agieren wie noch am Freitag. Das kam den Wölfen entgegen. Beim ersten Überzahlspiel (4.) bot sich Moosberger eine Möglichkeit, die Führung auszubauen. Ansonsten war das Powerplay, wie schon am Freitag, ausbaufähig.

Von der siebten bis zur elften Minute standen die Gäste dann mit einem Spieler weniger unter Druck. Nacheinander drückten Roos und Meier die Strafbank. Den möglichen Ausgleich in dieser Drangphase der Grafinger verhinderte vor allem ein glänzend aufgelegter Torwart Suvelo.

In der Folge entwickelte sich ein typischer Playoff-Kampf mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Bei erneuter Selber Unterzahl (13.) hatte Schmid eine gute Break-Chance, suchte aber noch den mitgelaufenen Moosberger. Selbst abzuschließen wäre hier wohl die bessere Variante gewesen. In den letzten fünf Minuten des ersten Drittels drängte der Gastgeber vehement auf den Ausgleich. Und der gelang im dritten Überzahlspiel schließlich auch. Santavuori traf nach einem Gewühl vor dem Tor zum 1:1. In der Drittelpause gab es eine weitere schlechte Nachricht für die Wölfe: Dunlop musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss ins Krankenhaus. Der VER-Verteidiger war bereits nach zehn Minuten nach einem nicht geahndeten Check verletzt vom Eis gefahren.

Beide Mannschaften gingen im Mittelabschnitt weiter hohes Tempo. Es wurde verbissen um jeden Zentimeter auf dem Eis gekämpft. Die Selber hatten zunächst weiter das Pech am Schläger. Neugebauer scheiterte am Außenpfosten, Geisberger nach einem Alleingang gleich zwei Mal am hervorragend reagierenden Torwart Morczinietz. In der 28. Minute durften die Selber dann aber doch jubeln. Nach Neumanns schönem Pass behielt Pauker alleine vor Morczinietz die Nerven. Und als die Wölfe in der 33. Minute durch Schadewaldt endlich auch wieder einmal in Überzahl trafen, waren in der "Scheune" nur noch die Selber Anhänger zu hören. Bis zur 38. Minute und Hummers 2:3-Anschlusstreffer im Powerplay.

Im Schlussdrittel mussten die Grafinger mehr investieren. Der VER stand aber gut in der Defensive und lauerte auf Kontermöglichkeiten. Die kamen auch - und wurden eiskalt genutzt. Geisberger mit seinen Treffern zwei und drei sowie Hördler schossen die Wölfe noch zu einem deutlichen Sieg und in die Serie zurück. Nun lagen die Nerven bei einigen Spielern des Gastgebers blank. Käfer forderte VER-Stürmer Neumann zum Faustkampf und musste ziemliche Prügel einstecken. Zeitgleich sah der heimische Quinlan ein wenig besser aus im Duell gegen Schütt.

Bereits am Dienstag, 19.30 Uhr, sehen sich die beiden Kontrahenten wieder. Dann in der Netzsch-Arena.


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