Big Points in NiederbayernWölfe gewinnen Unterzahlkrimi mit 2:1

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In der Oberliga Süd feierten die Selber Wölfe einen wichtigen 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)-Sieg beim Deggendorfer SC. Dabei agierten die Gäste häufig in Unterzahl. Nur dem hervorragenden Penaltykilling der Wölfe und ihrem unverbissenen Kampfgeist war es zu verdanken, dass nur ein Unterzahltor kassiert wurde und das Spiel nach 40 Minuten noch nicht vorzeitig entschieden war. Kapitän Schadewaldt und Stürmer Moosberger wurden vorzeitig mit großen Strafen zum Duschen geschickt, Moosberger erhielt sogar eine Matchstrafe und wird den Wölfen nicht nur am Freitag gegen Regensburg fehlen. „Ich ziehe den Hut vor unserer Mannschaft, dies war ein Charaktersieg eines jeden einzelnen“, sagte Co-Trainer Marc Thumm.

Tabellensechster Selb zu Gast beim Tabellensiebten Deggendorf – ein sogenanntes „Sechs-Punkte-Spiel“ in Niederbayern und die Gäste mit dem besseren Start. Die Wölfe waren über weite Strecken des ersten Abschnitts spielbestimmend und hatten zahlreiche Torgelegenheiten. Schadewaldt, Gare und auch Pauker mit den ersten nennenswerten Chancen zum Auftakt. Die Hausherren agierten relativ passiv, Selb checkte gut vor, nur der Selber Führungstreffer wollte nicht fallen. Auch eine 96-sekündige 5:3-Überzahl schien trotz zahlreicher Schüsse auf DSC-Goalie Filimanow ohne Treffer zu verstreichen, ehe Neuzugang McNaughton wieder goldrichtig stand. Der Kanadier erzielte das vielumjubelte und überfällige 1:0 – sein zweites Tor im zweiten Pflichtspiel.

Selb hatte seinerseits noch gute Möglichkeiten, seine Führung auszubauen, unter anderem Geisberger mit einem Lattentreffer und Moosberger mit einem Solo fanden nicht ihr Ziel. Als Selb sich Strafzeiten zog – Meier und McNaughton mussten die Strafbank drücken – fand der Hausherr lange Zeit kein Mittel gegen das gute Penaltykilling. Die Selber Defensive stand sicher, gegen Komas fulminanten Schlagschuss war aber kein Kraut gewachsen. In der Schlussphase der ersten 20 Minuten verteilte Hauptschiedsrichter Hatz „teilweise nicht nachvollziehbare Strafzeiten gegen die Gäste“, wie die Wölfe erklärten – darunter eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen VER-Kapitän Schadewaldt.

Auch der Mittelabschnitt war geprägt von vielen Strafzeiten. Dass die Gastgeber daraus aber kein Kapital schlagen konnten, lag an einem hervorragenden Penaltykilling der Thom-Schützlinge. Die Wölfe ihrerseits setzten immer wieder zu gefährlichen Kontern an, Moosberger hatte in eigener Unterzahl die Führung auf der Kelle. Selb investierte sehr viel, aber die fünf Unterzahlspiele alleine im Mittelabschnitt gingen an die Substanz, bei jedem Zweikampf mussten die Wölfe-Akteure Angst haben, eine weitere Strafzeit zu ziehen. Unglücklich die Aktion von Moosberger kurz vor der zweiten Pausensirene, die zu seinem Ausschluss führte. Der Wölfe-Stürmer konnte seinen angesetzten Check nicht mehr abbrechen und Schiedsrichter Hatz bewertete diese Situation zuerst mit einer Spieldauerstrafe und erhöhte das Strafmaß sogar noch auf eine Matchstrafe.

Die Wölfe starteten in Unterzahl in die letzten 20 Minuten, hatten aber gleich die erste gute Torszene. McNaughton wurde mustergültig gelegt, aber die Pfeife bleibt stumm. Selb bei 5 gegen 5 wieder mit Oberwasser. Als Gawlik in die Kühlbox musste, verwandelte Geisberger eiskalt zur verdienten 2:1-Führung. Drittes Überzahlspiel, zweiter Powerplaytreffer an diesem Abend. In der Endphase versuchen die Gastgeber nochmals das Blatt zu wenden, aber die Wölfe behielten kühlen Kopf und sichern sich enorm wichtige Auswärtspunkte im Duell gegen einen direkten Konkurrenten um Platz vier.

Tore: 0:1 (8.) McNaughton (Schadewaldt, Geisberger/5-4), 1:1 (14.) Koma (Gawlik/5-3), 1:2 (52.) Geisberger (Gare/5-4). Strafen: Deggendorf 8, Selb 20 + 10 (McNaughton) + 5 + Spieldauer (Schadewaldt) + Matchstrafe (Moosberger). Zuschauer: 624.

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