Bernie Englbrecht ist neuer sportlicher Leiter in Landshut„Wir müssen alle an einem Strang ziehen“

Bernie Englbrecht ist nun sportlicher Leiter beim EV Landshut. (Foto: Imago)Bernie Englbrecht ist nun sportlicher Leiter beim EV Landshut. (Foto: Imago)
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Im Rahmen eines Pressegesprächs in der Sportsbar des EV Landshut im Eisstadion am Gutenbergweg hat die neue Spitze der LES GmbH mit dem treuhänderischen Gesellschafter Jörg Wollny, dem EVL-Vorsitzenden Helmut Barnerssoi und „Vize“ Robert Altinger an der Spitze die Planungen für die Oberliga-Saison 2015/16 informiert und Erklärungen zum Entzug der DEL 2-Lizenz gegeben. Zur Verstärkung des Teams rund um den EVL wurde außerdem Bernie Englbrecht als neuer sportlicher Leiter präsentiert.

Jörg Wollny informierte zunächst über die Hintergründe des DEL 2-Lizenzentzugs im Sommer. „Trotz einer positiven Fortführungsprognose für die GmbH für die kommende Spielzeit hat Rainer Beck die von der DEL 2 geforderten Dokumente, eine Patronatserklärung zur Beseitigung der vorliegenden Überschuldung sowie eine Verlängerung der bestehenden Darlehen erst zehn Tage nach Ablauf der Frist am 10. Juli unterschrieben“, erklärte Wollny mit dem Verweis auf schriftliche Belege, die ihm vorliegen.

Wollny entkräftete außerdem mittels Skype-Protokollen von Christian Donbeck die Vorwürfe von Rainer Beck, er sei über die Abläufe in der GmbH nicht informiert worden. Wollny ergänzte außerdem: „Wir beziehen uns nur auf Fakten. Was zwischen Herrn Beck und Herrn Donbeck besprochen wurde, wissen wir nicht.“ Wollny ergänzte außerdem, dass beabsichtigt ist, weiterhin mit Christian Donbeck als Geschäftsführer zusammenzuarbeiten. Die von Rainer Beck öffentlich erhobenen Vorwürfe gegenüber Donbeck haben sich nach den bisherigen Prüfungen nicht erhärtet. „Wenn sich aber ein anderer juristischer Stand ergibt, werden wir das Ganze natürlich nochmals prüfen“, sagt Wollny. Zur Kontrolle der Arbeit der LES GmbH wird außerdem ein Beirat aus Vertretern des Stammvereins, der Stadt Landshut und den Sponsoren eingesetzt. Hierzu bedarf es

noch einer Satzungsänderung der LES GmbH.

Für die Zukunft der LES GmbH strebt Wollny eine Aufteilung der Anteile auf acht bis zehn Gesellschafter, unter ihnen auch der Stammverein EV Landshut, an. Erste Gespräche mit interessierten Gesellschaftern wurden bereits geführt. „Wir haben in den letzen Wochen alles getan, um das Landshuter Eishockey im Profibereich zu halten. Jetzt müssen wir alle an einem Strang ziehen“, erklärte der treuhänderische Gesellschafter, der außerdem versicherte, dass der Etat des EVL für die kommende Oberliga-Saison aus heutiger Sicht abgesichert ist.

EVL-Vorstand Helmut Barnerssoi ergänzte außerdem, dass er nach der erfolgten Übergabe der LES-Anteile von Rainer Beck sehr positive Reaktionen aus dem Sponsorenkreis erhalten habe. „Ich appelliere außerdem an den Zusammenhalt unserer Fans und unserer Partner, damit wir alle gemeinsam wieder sportlichen Erfolg haben“, ergänzte Barnerssoi, der außerdem bekannt gab, dass die Mannschaft spätestens ab der Spielzeit 2016/17 wieder unter dem Namen „EV Landshut“ und dem Logo des Stammvereins auftreten soll.

Um die sportlichen Vorbereitungen und die Kaderplanung für die Oberliga-Saison 2015/16 voranzutreiben, wurde außerdem mit dem Landshuter Urgestein Bernie Englbrecht ein neuer sportlicher Leiter vorgestellt, der Interimstrainer Ewald Steiger bei seiner Arbeit unterstützen und mit seinen Kontakten auch bei der Komplettierung des Kader mithelfen soll. Englbrecht ist auch für die Ausgestaltung der Spielerverträge mit verantwortlich. „Ich mache das nicht aus finanziellen Gründen, sondern weil ich diesem Verein sehr verbunden bin. Wenn das Schiff zu sinken droht, muss man versuchen, es wieder in die Spur zu bringen. Und dabei möchte ich gerne mithelfen“, meinte Englbrecht.

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