Aufsteiger Memmingen zu Gast bei den Starbulls RosenheimInteressanter Gegner nach der Spielpause

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Am Sonntag steht für die Rosenheimer Eishockeyspieler um 18 Uhr das Auswärtsspiel beim EV Lindau Islanders auf dem Programm. Das Ziel der Starbulls ist klar formuliert: Mit sechs Punkten soll die Wochenend-Ausbeute maximal ausfallen. Allerdings müssen die Grün-Weißen ohne ihren bisher punktbesten Stürmer auskommen.

Laut Trainer Manuel Kofler ist es vor allem eine Vorsichtsmaßnahme, dass Michael Fröhlich gegen Memmingen und in Lindau nicht spielen wird: „Er hat seine Zerrung leider noch nicht vollständig überwunden. Wir wollen keinerlei Risiko eingehen und ihn erst wieder einsetzen, wenn er hundertprozentig fit ist.“ Matthias Bergmann und Yannik Wenzel konnten sich dagegen in der Spielpause auskurieren und sind nun wieder mit dabei. Auf der Torhüterposition hat sich Kofler für das Heimspiel gegen Memmingen bereits auf Lukas Steinhauer festgelegt. An der grundsätzlichen Reihenzusammenstellung hält der Rosenheimer Coach fest: „Da wird es keine Überraschungen im Vergleich zu den letzten Spielen vor dem spielfreien Wochenende geben.“

Die Gäste aus Memmingen gingen mit einer klaren 1:7-Auswärtsniederlage in Landshut in die Spielpause, sind aber sicher nicht zu unterschätzen. 16 Punkte aus 13 Spielen bedeuten aktuell den achten Tabellenplatz. Diesen wollen die Allgäuer gerne bis zum Hauptrunden-Ende konservieren, würde das doch nicht nur die Play-off-Teilnahme, sondern auch den frühzeitigen Klassenerhalt bedeuten. Der Bayernliga-Meister 2017 reist natürlich als Außenseiter an die Mangfall, doch laut Manuel Kofler könnte der Weg zum geforderten Heimsieg durchaus ein hartes Stück Arbeit werden: „Ich erwarte einen sehr defensiv agierenden Gegner, der Beton in der eigenen Zone anrührt und auf schnelle Gegenstöße lauert. Und die Qualität, dann auch Kontertore zu erzielen, haben die Memminger definitiv. Wir werden gefordert sein, Wege durch das gegnerische Abwehrbollwerk zu finden. Aber die Mannschaft ist gut darauf vorbereitet.“

Hinter der Abwehr der Allgäu-Indianer steht übrigens ein bei Rosenheimer Fans und Spielern aus der Vergangenheit bestens Bekannter zwischen den Holmen: Jochen Vollmer hütete bereits das Riesserseer, Bietigheimer und Crimmitschauer Tor und kreuzte in der DEL 2 – und vormals auch mit dem EHC München in unteren Ligen – regelmäßig auf dem Rosenheimer Eis auf. Der Memminger Kader weist aber noch zahlreiche andere interessante Persönlichkeiten auf. Zum Beispiel Jan Benda, der als gebürtiger Belgier ja sogar deutscher Nationalspieler wurde und nun mit 45 Lenzen noch in der Oberliga stürmt. Die deutsch-tschechischen Stürmer Patrik Beck und Jan Kouba trafen bereits mit den Fischtown Pinguins Bremerhaven zu DEL-2-Zeiten auf die Starbulls, Kontingentstürmer Peter Haluza mit dem EHC Freiburg.

Auf der zweiten Importspieler-Position haben die Allgäuer dagegen einen Wechsel vorgenommen. Anstatt des Kanadiers Rory Rawlik verteidigt nun der Tscheche Lubor Pokovic. Mit dem eingedeutschten Stürmer Dominik Piskor steht ein weiterer gebürtiger Tscheche im Team. Topscorer ist allerdings ein Finne mit deutschem Pass: Antti-Jussi Miettinen, der früher eine Oberliga-Institution im Westen der Republik (Ratingen, Dortmund, Essen, Herne) war und in dieser Spielzeit schon fünf Mal traf, vor allem aber weitere 19 Treffer vorbereitete! Die Rosenheimer Eishockeyfans dürfen sich also auf einen sicher  interessanten und unterhaltsamen Abend im emilo-Stadion freuen.

Am Sonntag gastieren die Starbulls dann zum ersten Mal überhaupt beim EV Lindau Islanders. Das Spiel in der direkt am Bodenseeufer gelegenen Eissportarena beginnt am 18 Uhr. Manuel Kofler erwartet ähnlich dem ersten Aufeinandertreffen in Rosenheim vor zwei Wochen, bei dem die Starbulls im letzten Drittel einen Rückstand drehten und noch 5:3 gewannen, eine schwierige Aufgabe: „Uns erwartet ein bissiger und sicher sehr motivierter Gegner, der auch spielerische Qualitäten besitzt. Es könnte durchaus erneut ein Geduldsspiel für uns werden. Dass wir aber auch aus Lindau unbedingt alle drei Punkte mitnehmen wollen, steht natürlich außer Frage.“

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