Angeschlagene Starbulls empfangen wiedererstarktes WeidenAm Sonntag nach Miesbach

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Die Starbulls haben dagegen ein Null-Punkte-Wochendende im Rucksack und zahlreiche angeschlagene Spieler im ohnehin ausgedünnten Kader. Die Aufgabe für das Team von Manuel Kofler dürfte demnach eine deutlich schwerere sein, als es die Tabellenkonstellation „Zweiter gegen Neunter“ vermuten lässt. Am Sonntag um 18 Uhr treten die Starbulls dann zum Derby in Miesbach an.

Starbulls-Trainer Manuel Kofler ist angesichts vieler verletzter, kranker und angeschlagener Akteure derzeit wahrlich nicht zu beneiden. In der vergangenen Woche standen im Training teilweise nur 14 Feldspieler auf dem Eis – und darunter waren sogar noch fünf Nachwuchsleute aus dem DNL-Kader! Zu den zahlreichen Ausfällen des letzten Wochenendes gesellten sich mit Jussi Nättinen, Michael Baindl und Fabian Zick drei weitere Stürmer, die sich nach dem Sonntagsspiel gegen Sonthofen krank melden mussten. Ob einer von Ihnen bis zum Spiel am Sonntag in Miesbach oder gar schon am Freitag gegen Weiden wieder fit wird stand noch am Donnerstag ebenso in den Sternen wie die Einsatzmöglichkeit von Michael Fröhlich. Auch auf das sehnsüchtig erwartete Comeback von Verteidiger Michael Rohner, den eine Magen-Darm-Grippe körperlich zurückwarf, müssen die Fans mindestens noch eine Woche warten. Definitiv an diesem Wochenende nicht spielen können zudem der verletzte Andreas Nowak und der bei der U20-Weltmeisterschaft weilende Florian Krumpe.

Wer das Tor der Starbulls am Freitag und Sonntag hüten wird, war im Vorfeld noch völlig offen. Die Chance, dass es Lukas Steinhauer ist, der sich im Training immerhin wieder auf dem Eis versuchte, schätzt Manuel Kofler als minimal ein. Etwas besser sah es bei Luca Endres aus, aber es könnte auch erneut ein DNL-Duo zum Zuge kommen. Der per Förderlizenz für die Starbulls Rosenheim spielberechtigte Michael Boehm von Zweitligist Bad Tölz steht am Freitag definitiv nicht zur Verfügung.

„Es werden gegen Weiden und in Miesbach auf alle Fälle nur Spieler auflaufen, bei denen es auch körperlich wirklich Sinn macht“, stellt Manuel Kofler klar. Und von den Spielern, die das sein werden, fordert der Rosenheimer Trainer deutlich mehr Aggressivität als zuletzt – vor allem vor dem gegnerischen Tor: „Wir müssen die wichtigen Zweikämpfe vor dem Tor viel konsequenter bestreiten, um sie zu gewinnen. Wir müssen Lösungen finden, die Scheibe nicht nur zum, sondern auch ins Tor zu bringen“, spricht Kofler einen der auffälligsten Mängel aus dem vergangenen Heimspiel an.

Doch auch auf die Rosenheimer Defensive kommt am Freitag gegen die Blue Devils Weiden schwere Arbeit zu. 13 Tore haben die Oberpfälzer in ihren beiden Spielen des vergangenen Wochenendes erzielt, fünf davon gingen auf das Konto von Matt Abercrombie. Der 27-jährige Kanadier traf am Freitag gegen Miesbach drei Mal und schoss sein Team am Sonntag nach zweimaligem Rückstand mit zwei Treffern zum 5:2-Derbysieg in Regensburg. Die Blue Devils, die vor wenigen Wochen noch auf Rang drei der Tabelle standen, haben damit ihre schwarze Serie von neun Niederlagen am Stück eindrucksvoll beendet und wollen die Trendwende auch in Rosenheim fortsetzen. Offensiv kann die vom Tschechen Milan Mazanec trainierte Mannschaft wohl im Gegensatz zu den Starbulls mit „voller Kapelle“ antreten. Mit Kapitän Ralf Herbst (Zehenbruch) und Peter Hendrikson (Rippenverletzung) werden den Gästen aber voraussichtlich zwei Verteidiger fehlen.

Das Auswärtsspiel der Starbulls in Miesbach beginnt am Sonntag um 18 Uhr. Es ist das vierte und letzte Aufeinandertreffen dieser Teams in der laufenden Spielzeit. Dreimal konnten die Starbulls bislang die Oberhand behalten – in den Heimspielen mit 9:1 und 11:3 sehr deutlich, beim ersten Gastspiel an der Schlierach Ende Oktober dagegen nur äußerst knapp mit 2:1. Damals standen die beiden amerikanischen Importspieler des TEV Miesbach, James Hall und Christopher Stemke, noch auf dem Eis. Vorletzte Woche haben sie sich, nachdem der Verein die angetragenen Bitten um Vertragsauflösung ablehnte, quasi über Nacht abgesetzt.

Der TEV sucht nun Ersatz – und es könnte durchaus sein, dass einer oder gar zwei neue Ausländer bereits gegen Rosenheim das Miesbacher Trikot überstreifen. Der Derbycharakter und der eindeutige Aufruf von Trainer Markus Wieland, dass er von einigen Akteuren deutlich mehr Einsatz erwartet, dürften ihr übriges dazu tun, dass die Starbulls am Sonntag eine größerer Herausforderung erwartet, als die Tabellenposition des Gegners aussagt: Miesbach ist mit nur vier ergatterten Punkten aus 21 Spielen auf dem letzten Platz festzementiert.

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