Alligators spielen in der kommenden Saison in der Oberliga SüdHöchstadt zurück nach elf Jahren

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Es hätte wohl keiner gedacht, welches Beben der Rückzug der Hamburg Freezers aus der DEL bis in die untersten Bayrischen Spielklassen auslösen würde, aber durch die voraussichtliche Aufstockung  der DEL mit dem Zweitligateam aus Bremerhaven schlug die Welle weiter nach unten durch.  Nach dem Verzicht des Bayrischen Meisters Waldkraiburg auf den Aufstieg und den Rückzug des EHC Klostersee stand die Oberliga Süd nur noch mit neun Vereinen da. Nach langen und zähen Verhandlungen zwischen den Teams und den Verbänden ist nun die überfällige Ligenreform perfekt.

Dabei kam der DEB den, für den Aufstieg in Deutschlands dritthöchste Liga, in Frage kommenden Teams deutlich entgegen, wodurch der finanzielle Aufwand sich in Grenzen hält . Neben dem Aufrücken der ersten drei der Abschlusstabelle der Bayernliga 2016, Waldkraiburg, Höchstadt und Lindau, ist der Hauptpunkt der Reform die zukünftige Verzahnung der Oberliga Süd mit der Bayernliga. Hierbei wird nicht nicht nur der Bayrische Meister ausgespielt, sondern auch die Auf- und Absteiger zwischen Bayernliga und Oberliga Süd.

Wie es zu der Neuregelung kam und was diese für die Panzerechsen bedeutet, gab der Verein in einer Pressekonferenz an diesem Sonntagvormittag bekannt. Hier standen Verwaltungschef Axel Rogner, Sportvorstand Jörg Schobert und Spielertrainer Daniel Jun den Medienvertretern Rede und Antwort. Rogner betonte, dass der Aufstieg eine große Chance für den HEC sei, aber eben nur aufgrund der verbesserten Ausgangslage in Frage kam: „Eigentlich wollten wir in den nächsten Jahren zunächst die Voraussetzungen schaffen, wieder in die Oberliga aufsteigen zu können, denn vor allem das Stadion mit der kurzen Eiszeit hat uns eine Teilnahme am höherklassigen Spielbetrieb schwer gemacht. Aber natürlich ist auch die finanzielle Schere zur Oberliga zu überwinden, in der man allein schon auf Grund von Verbandsabgaben und Reindl-Pool etwa 50.000 Euro mehr benötigt“, so der Vereinsgründer. Durch die gute Zusammenarbeit mit den beiden anderen Aufstiegskandidaten Lindau und Waldkraiburg, sowie den Oberliga Teams und Verbänden, sei jetzt aber ein Konstrukt erarbeitet worden, das für alle Vereine zukunftsfähig ist und sowohl die Attraktivität beider Ligen deutlich erhöht.

Die Höchstadt Alligators müssten aber dennoch noch einige Infrastrukturverbesserungen vornehmen. Gleich in diesem Jahr soll der Bau einer neuen Sitzplatztribüne angegangen werden, den der Verein aber wohl selber stemmen müsse, da die Stadt dem Verein hier nicht unterstützen kann. In den nächsten Jahren soll dann aber das Eisstadion mit neuen sanitären Einrichtungen und einer neuen Eisfläche und Bande  ausgestattet werden, sodass man auch langfristig an der Oberliga teilnehmen könne und die Vorbereitungszeit des Teams verlängern könne. Hinsichtlich der Kaderzusammenstellung erklärten Sportvorstand Schobert und Daniel Jun, dass die Planungen für die Bayernliga schon weit fortgeschritten waren und man sich ohnehin im Vergleich zum letzten Jahr weiter verstärken und breiter aufstellen wollte. Aufgrund der Drittligateilnahme wolle man die Planungen deshalb nicht komplett umwerfen sondern noch einen zusätzlichen Deutschen und einen zweiten Kontingentspieler verpflichten. Außerdem sei man in Verhandlungen mit einem möglichen Kooperationspartner aus der DEL2, sodass man auf dessen Förderlizenzspieler zurückgreifen könne. Wichtig sei es wieder ein Team mit großem Zusammenhalt und Kampfgeist zu haben, um auch in der Oberliga mit den zuschauerträchtigen Derbys gegen Selb und Weiden, oder auch im Messen mit den ehemaligen Deutschen Meistern Landshut und Bad Tölz tolle und spannende Spiele zu bieten.

Am Montag, 27. Juni, um 19 Uhr stehen die Vereinsvertreter den Fans und Mitgliedern nochmals zu einer öffentlichen Fragerunde im VIP-Raum des Eisstadions bereit. Anwesend wird, neben einigen Vorstandsmitgliedern, auch Spielertrainer Daniel Jun sein. Außerdem gab der Verein bekannt, dass ab nächster Woche auch der Dauerkartenverkauf im Internet und in den Vorverkaufsstellen weitergeht. Dann aber für die Oberliga zu angepassten Konditionen. Bereits gekaufte Dauerkarten behalten ihre Gültigkeit.

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