Aller guten Dinge sind vierSelb trifft auf Landshut

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Nach drei Siegen in Folge wollen die Selber Wölfe an der Spitzengruppe der Oberliga Süd dranbleiben. Der Gegner hat allerdings denselben Plan.

„Vor der Saison hätte jeder sein Geld auf den EV Landshut verwettet. Der siebte Tabellenplatz entspricht nicht dem Leistungsvermögen dieser Mannschaft, so viel ist klar“, sagt der Coach der Wölfe, Henry Thom. Wohlwissend, dass es bei den Wölfen ähnlich ist. Der VER Selb steht nämlich nur einen Platz vor den Niederbayern, die vor der Saison den Zwangsabstieg aus der DEL2 antreten mussten.

Verloren im Kampf um die besten Plätze für die Play-offs ist aber noch nichts. Die Wölfe auf Platz sechs trennen gerade einmal sechs Punkte vom Zweiten aus Bayreuth. „Auf den zweiten Platz schauen wir aber nicht. Ein Step nach dem anderen. Wir müssen den Kontakt zur Spitzengruppe halten und dürfen den Blick nach hinten nicht vergessen“, sagt ein fokussierter Wölfe-Coach. „Landshut fehlen momentan sieben Punkte auf uns und sie haben noch ein Spiel mehr. Es ist also eminent wichtig, dass wir konzentriert an die Sache rangehen und dass wir uns auf uns selbst konzentrieren.“

„Egal ob die Spieler dort die Köpfe frei haben oder nicht – am Montag haben sie Weiden geschlagen und das ist Beweis genug, dass die Mannschaft kann.“ Der EVL kommt derweilen abseits des Eises dennoch nur schwer zur Ruhe. Der Abgang des erkrankten Trainers Toni Krinner hat ebenfalls dazu beigetragen, dass die vor allem finanziell gelagerten Probleme immer wieder in der Öffentlichkeit diskutiert werden. „Uns darf das nicht interessieren. Wenn ein Spieler aufs Eis geht, tut er das, um zu gewinnen. Das ist in Landshut so, in Selb aber auch“, will sich Thom nicht zu sehr mit Gegner beschäftigen.

Die Vorzeichen vor dem Topspiel zwischen den Jahren in der Netzsch-Arena haben sich aber durchaus gedreht. Drei Siege aus den letzten drei Spielen, Topleistungen der Wölfe und eine sich weiter entspannende Personaldecke lassen die Euphorie im Lager am Vorwerk noch ein bisschen wachsen. Nach Tom Pauker und Christopher Schadewaldt, die schon am Montag wieder mit von der Partie waren, kommt nun auch Tim Schneider nach seiner Sperre im Weiden-Spiel wieder zurück aufs Eis.

Fraglich sind hingegen die Personalien Geisberger und Hördler. Beide haben zwar erste Gehversuche auf dem Eis hinter sich, riskieren will Thom aber nichts. „Die Mannschaft funktioniert momentan. Jede Reihe ist für Tore gut, wir sind nicht abhängig von den Toren Einzelner. Auch deshalb möchte ich nichts riskieren und den Jungs die Möglichkeit geben, sich vollständig zu kurieren. Wir werden kurzfristig entscheiden.“

Sicher fehlen hingegen werden Michael Galvez. Der junge Stürmer leidet an einem Fußbruch. Ebenfalls nicht dabei ist weiterhin Jared Mudryk, der sich nach seiner Gehirnerschütterung nur langsam auf dem Weg der Besserung befindet. Und dazu kommt der Ausfall des gesperrten Niki Meier.

Der Härtetest gegen den EV Landshut ist das dritte Match binnen fünf Tagen. Ein Kraftakt für die Mannschaft, die jedoch weiter oben angreifen möchte. Und auch nach dem Jahreswechsel geht es Schlag auf Schlag weiter. Dann fahren die Wölfe am 3. Januar nach Bad Tölz und erwarten am 8. Januar den EV Weiden zuhause.

Erstes Bully zwischen den Selber Wölfen und dem EV Landshut ist an diesem Mittwoch bereits um 19.30 Uhr.

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